Nationalliga A

Ein neuer Name unter den besseren Mannschaften der Liga

Der HSC Suhr Aarau ist inzwischen für alle ein unbequemer Gegner und tritt am Sonntag als Co-Leader in Winterthur an.

Aussenspieler Joël Bräm liefert zuverlässig.

Aussenspieler Joël Bräm liefert zuverlässig. Bild: Deuring Photography

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Am Montag brachten Pfadis Handballer ihre mindestens 14-stündige Heimreise aus dem Kosovo hinter sich. Am Dienstag war deshalb trainingsfrei. Am Mittwoch tauchten sie wieder in der Halle auf. «Etwas träge», wie Trainer Adrian Brüngger mit einem Seitenblick auf den verlängerten Europacupausflug meinte. «Bis am Sonntag sind wir wieder in Fahrt», ergänzt er.

Das wird auch nötig sein, denn der Gast, der HSC Suhr Aarau, ist inzwischen ein für alle unbequemer Gegner. Die Kadetten Schaffhausen mussten das letzten Sonntag erfahren, als sie in Aarau 26:27 unterlagen. Seit jenem Match fehlt Sergio Muggli: Der neue HSC-Spielmacher fällt rund einen Monat aus. Die Aargauer treten als Co-Leader bei Pfadi an, wie St. Otmar St. Gallen und der HC Kriens-Luzern haben sie die ersten zwei Meisterschaftsspiele gewonnen.

Der Halbfinal soll es sein

Die Winterthurer haben in drei der letzten vier Treffen mit dem HSC den Kürzeren gezogen – zuletzt am 30. März, am Tag, als Pfadis finanzielle Rettung offiziell wurde. 31:27 siegten die Aargauer in der Axa-Arena in einer Saison, in der sie sich endgültig unter die besseren Teams der Liga mischten. Anfang Mai verloren sie den hart umkämpften Playoff-Halbfinal gegen Wacker Thun. Das und der generelle Fortschritt der Mannschaft führten zum Ziel, in der neuen Saison in den Playoff-Halbfinal vorstossen und sich einen Europacup-Platz angeln zu wollen.

«Sie sind stabil in dem, was sich machen», sagt Brüngger. «Sie sind seit vier Jahren mehr oder weniger beisammen und haben sich entwickelt.» In den letzten paar Begegnungen habe seine Mannschaft zu unpräzis gegen die 5-1-Deckung des HSC gespielt, sagt Brünnger. «Im Training in dieser Woche haben wir uns darauf konzentriert, das besser zu machen.»

Joker an beiden Flügeln

Seit ihrem Wiederaufstieg 2016 haben sich die Aargauer stets in den Top 6 der Schweiz klassiert. Einer, der diesen jüngsten Aufwärtstrend nicht ganz mitgemacht hat, ist Joël Bräm. Der Flügel, der aus Wettingen stammt, via TV Endingen zum HSC Suhr Aarau stiess, dort sechs Jahre spielte, davon drei im Fanionteam, bestreitet momentan seine dritte Saison für Pfadi. «Ich wollte weiterkommen», erklärt er seinen Wechsel. Ursprünglich für die NLB vorgesehen und mit einer Doppellizenz ausgestattet, hat er seine Rolle im Winterthurer A-Team inzwischen gefunden.

«Er ist gut integriert, ein Kämpfer und er liefert eigentlich immer», sagt Brüngger über Bräm. Diese Saison war er in einer wichtigen Phase in Thun bereit und im EHF-Cup-Hinspiel im Kosovo erzielte er fünf Tore aus fünf Würfen. Bräm springt als Joker auf beiden Flügelpositionen ein. Als Linksaussen ist Marvin Lier, wie auch Bräm sagt, «gesetzt und einen Schritt weiter». Als Rechtsaussen ist Linkshänder Cédrie Tynowski, wie Lier eine Stammkraft im Nationalteam, die Nummer 1.

Den genau gleichen Job hat Fabrizio Pecoraro, der gleichaltrige Wülflinger. «Wir sind ein Team, obwohl wir ja eigentlich Konkurrenten sind», betont Bräm. «Jeder freut sich für den anderen, wir pushen uns gegenseitig und wir geben uns Tipps, wie man als Rechtshänder Tore vom rechten Flügel aus schiessen kann.»

Die Psychologie-Fraktion

Joël Bräm hebt die Entwicklung des HSC unter Trainer Misha Kaufmann hervor: «Er weiss, welche Spieler er braucht, um Erfolg zu haben. Er macht viel aus dem, was er hat.» Es sei «immer wieder cool», wie jetzt am Sonntag in der Axa-Arena, ehemalige HSC-Gefährten zu sehen und gegen sie zu spielen, bemerkt Bräm, der im Oktober 23-jährig wird. Kontakt aus alten Aarauer Zeiten hat er nur noch mit Tim Aufdenblatten, dem Captain und Schlüsselspieler im Rückraum. Beide studieren an der Universität Zürich Psychologie. Zwei weitere gehören zu dieser Fraktion: Pfadis Yannick Ott und Pecoraro.

Erstellt: 13.09.2019, 18:33 Uhr

Kein Toplos für Andelfingen

In der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups scheiterten die Seen Tigers deutlich. Der Winterthurer Erstligist unterlag beim gleichklassigen Olten 23:38 (13:18). Der ehemalige Nationalgoalie Simon Kindle war mit sieben Toren bester Skorer. Anschliessend wurden in Olten die Sechzehntelfinal-Paarungen gezogen. Pfadis NLA-Team tritt in der letzten Septemberwoche beim Erstliga-Team des BSV Bern an. Ungleich schwieriger ist die Aufgabe für die SG Yellow/Pfadi: Die NLB-Espoirs werden den A-Ligisten RTV Basel empfangen. Nicht den erhofften «Knüller» aus der höchsten Liga erhielt der HC Andelfingen zugelost. Der Erstligist spielt zu Hause gegen den NLB-Spitzenclub Stäfa. Bei GC Amicitia Zürich vs. BSV Bern treffen zwei NLA-Teams aufeinander. (ust)

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