Handball

Pfadi müht sich zum nächsten Sieg

Pfadi Winterthur bleibt auch nach dem siebten Spiel ungeschlagen. Auf dem Weg zum 31:26 Sieg über GC Amicitia Zürich zeigten die Winterthurer aber ungewohnte Schwächen.

11 Tore aus 12 Versuchen: Kevin Jud war der Mann des Abends.

11 Tore aus 12 Versuchen: Kevin Jud war der Mann des Abends. Bild: Martin Deuring

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Das Beste vorneweg: Pfadi Winterthur baut die Serie gegen GC Amicitia Zürich auf 13 Siege aus. Kein weiterer Spieler hat sich verletzt und Cedrie Tynowski ist auf dem Weg zurück einen Schritt weiter. Er spielte in seinem ersten Ligaspiel der Saison rund 40 Minuten und erzielte auch sein erstes Tor. Zudem kann sich Pfadi auf ihre Tohüter und ihren Mittelmann Kevin Jud verlassen. Er war es der in den engen Situationen Verantwortung übernahm und Pfadi mit 11 Toren (aus 12 Versuchen) zum schlussendlich ungefährdeten Sieg führte.

Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht.Adrian Brüngger, Trainer Pfadi Winterthur

Mit Abstrichen gehört sicher auch die erste Halbzeit zum Positiven. Pfadi überlief GC Amicitia in den ersten Minuten regelrecht. Von den ersten vier Toren erzielten die Winterthurer drei mittels Gegenstoss, damit legten sie den Grundstein zum Sieg. Es war dies die stärkste Phase von Pfadi. Offensiv agierten die Winterthurer entschlossen, Jud dirigierte und Lukas Heer und Markus Dangers reüssierten. In der Defensive waren sie vor allem clever. Heer störte auf der vorgezogenen Deckungsposition den Zürcher Angriff immer wieder entscheidend und was aufs Tor kam parierte Simon Schelling. Das war’s dann aber schon fast mit den positiven Sachen aus Pfadi-Sicht. Nach 20 Minuten hatten die Winterthurer das Spiel scheinbar im Griff, sie führten 14:7.

Zu viele Fehlwürfe, zu wenig Tempo

«Dann haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Wir haben Tempo und Präsenz verloren», sagt Trainer Adrian Brüngger nach dem Spiel. Zudem landeten beinahe sämtliche Abpraller beim Gegner. Das sei, so Brüngger, immer ein Zeichen, dass man im Kopf nicht wirklich da sei. Ebenfalls in die Kategorie «im-Kopf-nicht-ganz-da» gehören die 18 Fehlwürfe, insbesondere von den Aussenpositionen (nur 1 Tor aus 11 Versuchen) war die Quote ungenügend. Dazu kommt ein Überzahlspiel das laut Brüngger schlicht «furchtbar» war.

«Pfadi wäre an diesem Abend zu packen gewesen»Sascha Schönholzer, Co-Trainer GC Amicitia Zürich

Furchtbar beschreibt auch den Pfadis Start in die zweite Halbzeit. GC verkürzte von 11:16 auf 15:16. Den Ausgleich schafften die Zürcher trotz mehreren Chancen aber nicht. Pfadi versuchte in dieser Phase eine 3-2-1 Deckung zu spielen. Mehr als ein Versuch war es jedoch nicht. «Vorne spielten wir ohne Tempo», sagte Kevin Jud nach dem Spiel. Die Folge: Trainer Brüngger nahm nach nur sieben Minuten sein Timeout und beorderte wieder die Stammformation, unter anderem mit Jud, aufs Feld.

Er war es denn auch, der Pfadi im Spiel hielt. Jud erzielte acht seiner elf Treffer in der zweiten Halbzeit und der Gegner war zu wenig clever, die Chance zu nutzen und nahm sich mit mehreren dummen Strafen die Möglichkeit auf eine Überraschung gleich selber. Das kreidete auch Sascha Schönholzer, GC Trainer ad interim (Cheftrainer Arno Ehret weilt in Deutschland, um seinen Dozententitel zu verteidigen), seinem Team an. «Pfadi wäre an diesem Abend zu packen gewesen», sagte er nach dem Spiel, ganz falsch ist diese Ansicht sicher nicht.

Am Schluss resultierte am Schluss ein ungefährdeter Pfadisieg, trotzdem war Brüngger alles andere als angetan von der Leistung seines Teams. «Gegen diesen Gegner hat es noch gereicht», sagte er, doch die Mannschaft müsse die Zeit besser nützen, denn man habe durch den vollen Spielplan kaum mehr Zeit um zu trainieren.

Die nächste Chance für ein Training auf Wettkampf haben die Winterthurer bereits am Samstag. Dann treten sie zum Rückspiel gegen den HC Pelister Bitola an, das Hinspiel haben sie mit 39:16 gewonnen.

Erstellt: 09.10.2019, 22:37 Uhr

Telegramm

Pfadi Winterthur – GC Amicitia Zürich 31:26 (16:11)

Axa-Arena. – 689 Zuschauer. – SR Kappeler/Zürcher. – Torfolge: 0:1, 4:1, 5:2, 8:4, 10:5, 12:6; 14:7, 14:10, 16:11, 16:15, 19:17, 21:19, 23:21, 25:21, 27:22, 31:26. – Strafen: Pfadi 4x2 Minuten (inkl. Disqualifikation Dangers) GC Amicitia Zürich 8x2 Minuten.
Pfadi: Schelling (1.-36), Schulz (38.-60.); Quni, Ott (1), Schönfeldt, Tynowski (1), Pecoraro, Cohen (2), Dangers (5), Lukas Heer (5), Bührer, Radovanovic (4/2), Jud (11/2), Bräm, Freivogel (1), Svajlen (1). – GC Amicitia Zürich: Marinovic (1.-15.), Inauen (15.-60.); Leitner (3), Alili (3), Zhyla (5), Bela, Schild (1), Szymanski (6), Klampt, Koller, Sartisson (6), Dannmayer (2). – Bemerkungen: Pfadi ohne Vernier und Schramm (beide verletzt), Murri, Störchli (NLB) GC Amicitia ohne: Brücker (verletzt), Frietsch (krank).

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