Handball

Pflicht erfüllt – eine Runde weiter

Pfadi Winterthur gewinnt auch das Rückspiel gegen den HC Pelister Bitola. In Nordmazedonien gewinnen die Winterthurer 33:21 (19:12).

Die kleine Pfadidelegation lässt sich vor der noch kleiner Pfadifanschar feiern.

Die kleine Pfadidelegation lässt sich vor der noch kleiner Pfadifanschar feiern. Bild: PD

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«Wir haben so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben», sagte Adrian Brüngger nach dem Spiel am Telefon zufrieden. Pfadi Winterthur hat auch das Rückspiel gegen den HC Pelister Bitola über weite Strecken dominiert, etwas anderes hätte nach dem Hinspiel auch überrascht. Bitola sei im Rückspiel zwar deutlich besser gewesen, so Brüngger: «Am Schluss gewinnen wir dieses Spiel aber mit 12 Toren Unterschied.» Ein richtiger Gradmesser waren die Nordmazedonier auch im Rückspiel nicht.

Nach acht Minuten lag Pfadi bereits 5:1 in Führung. Mit dem Blitzstart nahmen sie dem Gegner die allerletzte Hoffnung auf ein Handballwunder. Dieses wäre nötig gewesen, um die Winterthurer nach dem 39:16 Heimsieg nochmals in Bedrängnis zu bringen. Abgesehen von zehn nicht ganz so starken Minuten haben die Winterthurer ihren Tempohandball durchziehen können.

Zwar hat sich der Gegner etwas besser auf die offensive Deckung der Winterthurer eingestellt und längere Angriffe gespielt. Immer wieder kamen sie über ihre Kreisläufer zum Erfolg. Zudem hat sich Bitola weniger technische Fehler erlaubt als noch im Hinspiel. «Darum konnten wir nicht so viele Konter laufen wie noch im Hinspiel», sagte Brüngger.

Auch wenn Bitola nach dem Winterthurer Startfurioso nochmals bis auf ein Tor verkürzen konnte, lief Pfadi nie Gefahr das Spiel irgendwie aus den Händen zu geben. Das Winterthurer Timeout nach einer Viertelstunde nutzte Trainer Brüngger dann auch nur um das Team umzustellen. Die neue Aufstellung fand sich schnell und machte bis zur Pause aus einem 9:7 ein 19:12.

In allen Belangen verbessert

Stark verbessert im Vergleich zum Spiel gegen GC Amicitia Zürich war sicherlich das zweite Deckungssystem. «Wir haben zum ersten Mal seit längerem während 20 Minuten gut 3:2:1 verteidigt», sagte Brüngger. Noch am Mittwoch war er gar nicht angetan von der Interpretation dieses Systems durch seine Mannschaft.

Auffällig gut war das Überzahlspiel. In den acht Minuten, in denen Pfadi mit einem Mann mehr agierte, erzielten die Winterthurer neun Treffer. Am Mittwoch gegen GC Amicitia waren es in der doppelten Zeit deren sieben. Man habe lediglich geduldiger agiert und auf klarere Situationen gewartet, so Brüngger. Das hat sich gelohnt. Die Winterthurer schlossen jeden Überzahlangriff mit einem Tor ab. Allgemein war die Angriffseffizienz beeindruckend hoch. Aus 41 Angriffen resultierten 33 Tore. «Wir hatten einen guten Auftritt, jedenfalls deutlich besser als gegen GC Ami», fasste Brüngger zusammen.

Happiges Programm

Die Pflicht haben die Winterthurer schliesslich souverän erfüllt. Natürlich war ein klarer Sieg zu erwarten und natürlich hätte der Sieg auch noch etwas höher ausfallen können. Doch für die Winterthurer heisst es momentan auch Kräfte einteilen. Bereits am Dienstag kommt es zum Klassiker gegen die Kadetten Schaffhausen und am Donnerstag muss Pfadi Winterthur nach Olten zum Cupspiel. Umso wichtiger war es, dass «jeder seinen Teil beigetragen hat», wie Brüngger es formulierte. Der nächste Fixtermin für Pfadi ist aber bereits am Dienstagmittag. Dann wird der nächste Gegner von Pfadi im Europacup ausgelost.

Erstellt: 12.10.2019, 23:00 Uhr

Telegramm

HC Pelister Bitola – Pfadi Winterthur 21:33 (12:19)
Boro Curlevski – Mladost Bitola– 1700 Zuschauer. – SR Budzak/Zahradnik (SVK). – Torfolge: 1:0, 1:4, 3:5, 5:6, 7:9, 8:14; 10:14, 10:18, 12:19, 12:22, 16:22, 16:25, 18:28, 21:31, 21:33. – Strafen: Bitola: 4x2 Minuten Pfadi 2x2 Minuten.
HC Pelister Bitola: Ristevski, Ivanovski; Talevski (4), Trajkovski (3), Vasko Dimitrovski(7), Petrovski (2), Mitrevski (1), Mandic, Ivan Dimitrovski, Jovanovski, Petkovski , Iliev, Dimitrov, Blazevski, Butorac (4), Vardovski. – Pfadi: Schelling, Schulz; Quni, Ott, Tynowski, Pecoraro (6), Cohen (4), Dangers, Lukas Heer (3), Radovanovic (8/2), Jud (4), Bräm (5), Freivogel (3), Svajlen. – Bemerkungen: Pfadi ohne Vernier und Schramm (beide verletzt)

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