Handball

Auch diese Premiere glückt

Im Heimspiel gegen die Kadetten Schaffhausen setzt sich Pfadi verdient 26:23 (12:11) durch. Die Winterthurer hatten als Team etwas mehr zu bieten.

Pfadis Kreisläufer Markus Dangers hat das Zeugs zum Publikumsliebling. Beim Heimsieg gegen die Kadetten Schaffhausen erzielte er vier Tore.

Pfadis Kreisläufer Markus Dangers hat das Zeugs zum Publikumsliebling. Beim Heimsieg gegen die Kadetten Schaffhausen erzielte er vier Tore. Bild: Martin Deuring

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Zuerst vor knapp drei Wochen die Premiere beim Supercup gegen Wacker Thun mit dem allerersten Auftritt in der Axa-Arena und nun gestern gleichenorts die Premiere gegen die Kadetten Schaffhausen mit dem ersten NLA-Spiel. Beide Male verliessen die Winterthurer das Feld ihrer neuen Heimhalle als Sieger, zweimal hatten sie sich gegen die zwei stärksten Konkurrenten im Schweizer Klubhandball behauptet.

Der Erfolg im Supercup war früh festgestanden, gestern blieb die Angelegenheit bis in die letzten fünf Minuten hinein spannend. Beim 10:11 kurz vor der Pause waren die Winterthurer letztmals in Rückstand geraten. Eine erste Distanz verschafften sie sich zu Beginn der ersten Hälfte mit dem 16:11. Der Vorsprung hätte um zwei weitere Tore höher ausfallen können, doch waren zwei klare Chancen vertan worden. Auch deshalb meinte Trainer Adrian Brüngger nach dem Match: «Ich hatte das Gefühl, dasss wir das Spiel früher hätten klar machen können. Wir hatten Phasen mit unnötigen Fehlern.»

Das Lob an die Defensive

Das stimmt, war aber letztlich zu vernachlässigen angesichts der Ballverluste, die sich die Schaffhauser leisteten. Beziehungsweise diese unterliefen ihnen, weil sie immer wieder Probleme mit der Abwehr Pfadis hatte. Diese stand um Längen besser als noch bei der NLA-Startniederlage, dem 33:34 vor knapp zwei Wochen in Thun. Hinter ihr war Matias Schulz klar der beste Torhüter des Abends. «Im Spiel sechs gegen sechs sind die Kadetten fast nicht zum Zug gekommen», lobte Brüngger die Verteidigung.

Die Defensive inklusive Goalie war das eine Standbein. Das zweite: Vorne fanden immer wieder andere Spieler den Weg zum Tor. Kreisläufer Markus Dangers bot mit vier Toren und einem herausgeholten Penalty eine starke erste Halbzeit. Nach der Pause trumpfte Rückraum-Linkshänder Pascal Vernier mit Durchschlagskraft, einer fast makellosen Bilanz und mit wichtigen Toren auf, obschon er wie andere gesundheitlich angeschlagen war. Flügel Marvin Lier, siebenfacher Torschütze, war ausgesprochen treffsicher und Roman Sidorowicz sorgte regelmässig für Unruhe.

Zur Beruhigung ins leere Tor

Die Winterthurer wirkten ingespielter, variabler. Die Kadetten lebten von der unbestrittenen Klasse ihrer Aufbaustützen Gabor Csaszar und Zarko Sesum, die zugleich aber auch die meisten Bälle verloren, sowie vom zielsicheren Rückraumschützen Luka Maros. Wenig kam von den Linkshändern in Schaffhausens Aufbau.

Taktische Mittel des Gegners brachten Pfadi in der Schlussphase zwischendurch etwas in Bedrängnis: Seit Mitte der zweiten Hälfte griffen die Schaffhauser mit sieben Feldspielern ab, in der 53. Minute kam eine doppelte Manndeckung gegen Pfadi hinzu. Und als die Gäste, die zuvor regelmässig mit vier Toren zurückgelegen waren, vom 23:19 auf 23:21 aufholten, schien wieder alles möglich zu sein.

Kevin Jud, nachdem er einen Pass Csaszars abgefangen hatte, sowie Sidorowicz sorgten dann allerdings innert Kürze mit ihren zwei Treffern ins leere Tor zum 25:21 in der 56. Minute für die Vorentscheidung. «Wir haben uns diesen Sieg verdient», meinte Brüngger, «wir waren irgendwie präsenter.»

Zweites Spiel, zweiter Sieg in der neuen Axa-Arena: Pfadis Einstieg in die Saison ist, trotz der Niederlage in Thun, gelungen. Am Sonntag geht die Meisterschaft auswärts weiter, und mit GC Amicitia wird in einem Ernstkampf zum ersten Mal kein Topklub mehr gegenüber stehen.

Die Zürcher sind nach zwei Spielen ohne Punkte. Pfadi hat seit gestern zwei auf sicher und liegt in der Zehnerliga nun auf Platz 6 direkt vor den punktgleichen Kadetten. Das sagt natürlich nichts aus, denn beide werden sich noch bis weit nach vorne arbeiten. Beide werden auch in dieser Saison um Titel spielen. (Der Landbote)

Erstellt: 13.09.2018, 23:28 Uhr

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