Handball

Aus einem mässigen Saisonstart wird ein guter

Pfadi bremst den aufstrebenden HSC Suhr Aarau und setzt sich 25:17 (11:6) durch. Der Lohn ist der 2. Platz und die Gewissheit, nun einen gelungenen Saisonstart hingelegt zu haben.

Vor allem Anfang der zweiten Halbzeit brachte Pfadi-Torhüter Simon Schelling die Gegner (hier Milan Skvaril) zur Verzweiflung.

Vor allem Anfang der zweiten Halbzeit brachte Pfadi-Torhüter Simon Schelling die Gegner (hier Milan Skvaril) zur Verzweiflung. Bild: Martin Deuring

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Gut zwei Wochen ist es her, da stiegen Winterthurs NLA-Handballer mit einer verpassten Chance in die Meisterschaft: Mehr als ein 31:31 holten sie im Heimspiel gegen den BSV Bern nicht heraus. Der Einstieg also verlief mässig, die Fortsetzung wurde besser. Zuerst der knappe Erfolg in Thun, dann die überzeugend gelöste Europacupaufgabe im Kosovo und nun, gestern, dieser Heimsieg über den HSC Suhr Aarau, der verdient so deutlich ausfiel.

Pfadi wies einen Gegner in die Schranken, der in den letzten drei Jahren konstant erstarkt ist, der sich für diese Saison viel vorgenommen hat und der vor einer Woche noch die Kadetten Schaffhausen bezwungen hat. Aber an diesem schönen Spätsommerabend, der wohl einige Leute vom Gang in die Axa-Arena abgehalten hatte, waren die Winterthurer schlicht zu gut für die Besucher aus dem Aargau.

Die Abwehr und Torhüter

Die ersten Minuten wiesen den Weg. Pfadis 3-2-1-Abwehr bremste den Gegner, der seine ersten drei Angriffe unter Zeitnot beenden musste und nur einen Treffer fertig brachte. Beim 3:1 nahm HSC-Trainer Misha Kaufmann in der 9. Minute sein erstes Timout. Bei Minute 21 hatten die Winterthurer erst drei Tore zugelassen – und acht geschossen. In der 35. Minute zogen die Gäste ein weiteres Timeout ein. Sie waren reihenweise an Pfadis Verteidigung und Torhüter abgeprallt, hatten bis dahin erst sechs Treffer erzielt und standen mit dem 14:6 natürlich am Rande einer Niederlage. Gegen diese bäumten sie sich nochmals auf und verkürzten, zumal Pfadi zwischen der 35. und 49. Minute nur drei Tore erzielte, auf 17:13. Vom 19:15 bis zum 23:15 war dann aber endgültig alles gelaufen.

17 Gegentreffer zeigen, wo Pfadis Qualitäten lagen. «Die 3-2-1-Abwehr war wie zu unseren besten Zeiten vor drei Jahren», lobte Trainer Adrian Brüngger. Diese Defensivvariante war allerdings bereits nach einer Viertelstunde Geschichte, weil Peter Schramm, der vorgestellte Verteidiger, seine zweite Zeitstrafe eingefangen hatte und vorderhand «geschont» wurde. Im 5-1-System knüpften die Winterthurer durchaus an vorherige Leistungen an. Stark auch die Torhüter: Simon Schelling brillierte Anfang der zweiten Halbzeit mit vier Paraden in Serie. Mit einer Quote von 55 Prozent ging er vom Feld, Matias Schulz half mit vier Paraden. Und Schramm: Ihn erwischte es kurz vor der Pause mit der dritten Strafe. Mitunter schien es, als ob die Verteilung von Strafen und Zeitspiel etwas einseitig geschah.

Weniger rund liefs in der Offensive. «Teils spielten wir gut und zwingend. Dann machten wir wieder ein paar Minuten lang irgendetwas», bemerkte Brüngger. Die Spielmacher Kevin Jud und Yannick Ott hatten Höhen und Tiefen, Adir Cohens Würfe fielen teils erzwungen aus. Fünf Fehlversuche unterliefen ihm, weitere drei hatten Lukas Heer und Ott, Jud traf viermal nicht. Unter dem Strich aber wars ein geglückter Auftritt gegen eine unbequeme Mannschaft.

Nur ein Duo ungeschlagen

Nach drei Runden sind in der Nationalliga A nur noch zwei Mannschaften ungeschlagen. Pfadi liegt einen Punkt hinter dem HC Kriens-Luzern, dem Leader, der seine drei Siege allerdings gegen drei Teams aus der hinteren Region (Aufsteiger Endingen, RTV Basel und GC Amicitia Zürich) eingefahren hat.

Am übernächsten Sonntag tritt Kriens-Luzern in Winterthur. Dazwischen liegt für Pfadi ein weiteres Heimspiel gegen eine tendenziell aufstrebende Mannschaft: Am kommenden Sonntag gegen St. Otmar St. Gallen, das in Runde 3 von den Kadetten 32:40 gestoppt wurde.

Pfadi – Suhr-Aarau 25:17 (11:6)

711 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Torfolge: 1:0, 1:1, 3:1, 4:3, 8:3, 9:4, 11:5, 11:6; 14:6, 16:8, 16:11, 17:13, 19:15, 23:15, 25:17. – Strafen: 5x2 (inklusive Disqualifikation Schramm/30.) gegen Pfadi, 2x2 gegen Suhr-Aarau.

Pfadi: Schelling (42. Schulz); Quni, Ott (2), Pecoraro, Cohen (2), Dangers (1), Lier (9/1), Lukas Heer (1), Radovanovic (4), Jud (2), Bräm (1), Svajlen (1), Schramm (2). – Suhr-Aarau: Marjanac (24. bis 37. Ferrante); Müller (1/1), Reichmuth (2), Hofer (1), Zehnder (1), Skvaril (2), Aufendblatten (3), Rohr (2), Laube (1), Brandt, Poloz (2), Parkhomenko, Strebel, Slaninka (2).

Bemerkungen: Pfadi ohne Vernier, Tynowski und Huber, Suhr Aarau ohne Muggli (alle verletzt). 13. Müller schiesst Penalty an die Latte. 25. Ferrante hält Penalty von Cohen. 37. Marjanac hält Penalty von Jud.

Erstellt: 15.09.2019, 21:37 Uhr

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