Handball

Bei 17 war Schluss

Keines der bisher 16 NLA-Spiele hat Pfadi gegen den HSC Suhr Aarau verloren. In Aarau war Schluss mit der Serie: Winterthur unterlag 25:29 (14:13).

Einen schweren Stand hatte auch Jonas Langerhuus gegen den HSC Suhr Aarau.

Einen schweren Stand hatte auch Jonas Langerhuus gegen den HSC Suhr Aarau. Bild: Alexander Wagner

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am Anfang erhielt Marcel Hess einen Blumenstrauss, am Schluss Gebäck. Vor dem Match wurde der Pfadi-Captain und NLA-Rekordspieler, der mit dem TV Suhr einst zweimal Meister wurdeund der Ende Saison zurücktritt, von seinem ehemaligen Verein geehrt, indem sich dieser, wie der Platzspeaker sagte, «verneigte vor einem der grössten Schweizer Handballer, einem Vorbild und einem überragenden Menschen». Nach dem Match bekam Hess den (Trost-)Preis für den besten Spieler Pfadis überreicht.

Dazwischen lag eine Winterthurer Premiere, die eigentlich schon länger mal fällig war. In den letzten beiden Auftritten in Aarau waren sie noch mit Unentschieden davongekommen, diesmal bezogen sie vom HSC Suhr Aarau, dem Tabellenletzten der Finalrunde, die erste Niederlage, seit es diesen Klub in dieser Form gibt. Im 17. NLA-Treffen mit ­Pfadi setzten sich die Aargauer endlich einmal durch. Verdient. Denn sie hatten gestern insgesamt mehr drauf als die Gäste.

Pfadis Grenzen

Das lag einerseits am Personal. Neben jenen, die ohnehin ausfielen, kam dies dazu: Regisseur Kevin Jud spielte, obschon er krank war. Roman Sidorowicz musste geschont werden. Und Ante Kuduz, auch er ein Aufbauer, verspürte während des Spiels muskuläre Probleme. «Irgendwann sind auch wir an den Grenzen», meinte Trainer Adrian Brüngger dazu. Um sogleich zu ergänzen: «Trotzdem hätten wir gewinnen können.» Was stimmt.

Die Winterthurer legten eine ordentliche erste Hälfte hin. Sie machten in jener Phase, in der, wie Brüngger später erwähnte, «am besten verteidigt wurde», aus einem 9:11 eine 14:11-Führung. Vier der Treffer fielen nach Kontern. Es hätten zwei mehr sein müssen, doch Kuduz und ­Jonas Langerhuus vergaben zwei Gegenstösse durch technische Fehler. 16:11 wäre vielleicht eine Differenz gewesen, die den Weg zu Pfadis Sieg hätte lenken können. Doch es blieb beim 14:11. Wenig darauf hiess es 14:13, und der HSC war zurück im Spiel.

Er wendete es von Pfadis 17:15-Führung an allmählich und stetig zu seinen Gunsten. Vom Suhrer 23:22 zum 26:22 fiel bis Minute 53 die Entscheidung. Pfadi konnte nicht mehr reagieren.

Pfadis Schwächen

Das knappe Winterthurer Personal war das eine. Die Schwächen im Spiel vollendeten den Gang in die Niederlage. In der Abwehr, die gewiss schon bessere Abende erlebt hatte, entstanden vor allem in der zweiten Halbzeit schwerwiegende Löcher, Suhrs Dario Ferrante war zusehends mehr am Ball als die beiden Pfadi-Torhüter und vorne stockte die Produktion der Winterthurer. Kuduz und Lukas Heer, der ihn nach der Pause ersetzte, fanden nicht ins Spiel. Langerhuus auf der anderen Rückraumseite erreichte ebenfalls nicht die nötige Effizienz. In der Mitte mühte sich Jud, recht gut, ab. Was am ehesten noch passte, waren die Wurfquoten von Hess und von Linksaussen Joël Bräm sowie die Energie von Hess und Michal Svajlen

Der HSC hatte die gefährlicheren Rückraumschützen. Und beeindruckend waren die Würfe von Timothy Reichmuth; der kleine, 20-jährige Linksaussen versenkte alle acht Versuche.

Wacker wieder Leader

Dieses 25:29 bedeutete das Ende einer Ungeschlagenheit, und es war Pfadis erste Niederlage nach fünf Siegen in der Finalrunde. Damit erlitt man im Kampf um die Spitze einen Rückschlag. Leader ist nun Wacker Thun nach seinem Sieg in Kriens; Pfadi ­hätten also auch zwei Punkte in Aarau nicht zu Platz 1 gereicht.

In den verbleibenden drei Runden treten die drei Topteams jeweils noch gegeneinander an. «Irgendwie müssen wir diese drei Spiele überstehen», erwähnte Brüngger, «und noch das Beste herausholen.» (Der Landbote)

Erstellt: 08.03.2018, 10:05 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare