Pfadi im Cupfinal

Bestätigung oder Premiere

Zum fünften Mal Pfadi oder zum ersten Mal der BSV Bern? Das ist heute Abend im Cupfinal die Frage.

Hier folgt ab 19.30 Uhr der Livestream.


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Siebenmal haben die Winterthurer einen Cupfinal bestritten, viermal die Berner. Zum letzten Auftritt kamen beide am 10. Mai 2015. Damals in Olten setztesich Pfadi – lädiert aus dem epischen Halbfinal gegen die Ka­detten Schaffhausen tags zuvor – in einem spannenden Endspiel 26:25 gegen den BSV durch.

2015 waren die Winterthurer als Favoriten zum Final angetreten. Diesmal ist die Ausgangslage offen, sie steht bei 50:50.

«Wir wissen, wie Cupfinals zu gewinnen sind»Adrian Brüngger, 
Trainer Pfadi Winterthur

Der BSV bestreitet seine beste Saison seit langem. Die Leistungen stimmen, die Resultate auch. Die Verteidigung steht solid,die Torhüter sind gut, der Angriff zeigt Durchschlagskraft. Die Winterthurer ihrerseits können nicht davon sprechen, eine ihrer stärksten ersten Saisonhälften abgeliefert zu haben.

Um das zu schaffen, hätten sie auch weniger Verletzungspech benötigt. Trotzdem: Sie beendeten die Hauptrunde der Nationalliga A zwei Punkte vor dem BSV.

Der Lauf und die Erfahrung

Der aktuelle «Lauf» und die Tatsache, heute zu Hause in Bern zum Final antreten zu können, sprechen für den BSV. Die Winterthurer ihrerseits setzen auf ­ihre Erfahrung, die sie in diversen Finals sammeln konnten. «Wir wissen, wie Cupfinals zu gewinnen sind», stellt Trainer Adrian Brüngger fest.

Nach dem verlorenen Playoff-Final im Mai gegen die Kadetten steht Pfadi im Kalenderjahr 2017 als einzige Mannschaft zum zweiten Mal in einem Endspiel. Das ist ein weiterer Beleg für die Konstanz, mit der sich Pfadi seit Jahren in der Schweizer Spitzengruppe bewegt.

Die Ausbeute in dieser Zeit waren die Cupsiege 2010 und 2015. Heute könnte der dritte in der Ära Brüngger folgen. Es wäre zugleich ein Geschenk zum 10-Jahr-Jubiläum: Per Januar 2008 hat Brüngger endgültig als Cheftrainer die Mannschaft übernommen, davor war er Interimstrainer sowie Assistent von Spielertrainer Markus Baur. Ein Sieg heute wäre eine ­Bestätigung dafür, es in den letzten Jahren nicht so schlecht gemacht zu haben.

«Wir müssen mit Überzeugung ins Spiel.»

Zum Lauf der Berner zählt natürlich die Hauptprobe, die sie vor zwölf Tagen in der Mooshalle in Gümligen, ihrer effektiven Heimhalle, gegen Pfadi verdient 34:27 gewannen. Vor allem defensiv zeigten die Winterthurer da – ohne Marcel Hess – eine Leistung, die ihrer nicht würdig war.

Eine Woche darauf, beim 23:21-Sieg in Kriens, wurde wieder deutlich griffiger verteidigt. Dass sie heute den Zweikämpfen ausweichen, müsste auszuschliessen sein. Abwehr und die Torhüter sind grundsätzlich Pfadis Trümpfe. «Wir haben die Mittel, den BSV zu schlagen», betont Brüngger. Und: «Wir müssen mit Überzeugung ins Spiel.»

Hess ist zurück. Der Einsatz von Spielmacher Kevin Jud, in Kriens geschont, bleibt offen. Wichtige Offensivkräfte wie Roman Sidorowicz und Pascal Vernier fallen bekanntlich länger aus.

Aus Olympiahänden

Die Winterthurer hatten erwägt, bereits am Tag vor dem Final nach Bern zu reisen. Sie verzichteten, weil vier Spieler gestern in ihrem Studium Prüfungen zu absolvieren hatten. Heute um 14 Uhr versammelt sich das Team. Nach einem kurzen Essen gehts los im Bus und mit der Hoffnung, die Staulage lasse eine flüssige Fahrt zu. «Damit wir vor dem Spiel ­hoffentlich noch Zeit für einen Kaffee und einen Spaziergang ­haben», wie Brüngger erwähnt.

Spielbeginn in der Wankdorfhalle ist um 19.30 Uhr. Die Cupfeier beginnt, sobald die Olympia-Beachvolleyballerinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré den Finalsiegern die Medaillen überreicht haben.

(Der Landbote)

Erstellt: 21.12.2017, 16:16 Uhr

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