Handball

Das Gastspiel der «schlauen Füchse»

Pfadi und St. Otmar, die Nummern 1 und 2 der «ewigen» NLA-Rangliste, treffen sich am Sonntag in der Axa-Arena zu einem weiteren Derby unter Traditionsclubs aus der Ostschweiz.

St. Otmars Routiniers (hier Andrija Pendic) zu stoppen, wird am Sonntag eine von Pfadis Hauptaufgaben sein.

St. Otmars Routiniers (hier Andrija Pendic) zu stoppen, wird am Sonntag eine von Pfadis Hauptaufgaben sein. Bild: Martin Deuring

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Wenn es nach dem Willen und der Vertragsunterschrift des damaligen Sportchefs gegangen wäre, dann hätte St. Otmar St. Gallen diesen Sommer mit drei Altmeistern aus der Bundesliga seine 66. NLA-Saison begonnen. Aus den Transfers wurde – da für den Verein unbezahlbar – bekanntlich nichts, und der Sportchef nahm den Hut. Doch selbst ohne dieses Trio vereinigen die St. Galler einiges an Erfahrung, namentlich im Rückraum.

«Routine haben sie genug», sagt Pfadi-Trainer Adrian Brüngger. Zu Spielertrainer Bo Spellerberg (Jahrgang 1979) und Andrija Pendic (1987) gesellte sich auf diese Saison Linkshänder Rares Jurca (1983) in St. Otmars Aufbau. «Viele schlaue Füchse», umschreibt Brüngger. Die es zu packen gilt. Er sei gespannt, wie stark die St. Galler ihre Spiel­weise mit dem siebten Feldspieler am Sonntag in Winterthur ausreizen würden. «Wir bereiten uns auf beides vor.»

Mit zwei Pflichtsiegen gegen den RTV Basel und GC Amicitia Zürich ist St. Otmar in die Meisterschaft gestiegen, ehe es letzten Samstag in Schaffhausen eine 32:40-Niederlage absetzte. Pfadi spielt um seine Unge­schlagenheit und um den Kontakt zu Leader HC Kriens-Luzern, der am Mittwoch den Kadetten die bereits zweite Saisonniederlage beifügte und übernächsten Sonntag in der Axa-Arena auftreten wird.

Comebacks rücken näher

Bei Pfadi bahnen sich immer mehr die Comebacks seiner zwei Nationalteam-Linkshänder ab. Rechtsaussen Cédrie Tynowski, der sich im Testspiel gegen den Bundesligisten Stuttgart an der Schulter verletzte, macht im Training bereits wieder «fast alles» mit, wie Brüngger sagt. Das Comeback naht, es wird laut Brüngger aber «sicher nicht an diesem Sonntag» sein.

Länger dauert es weiterhin bei Pascal Vernier. Der Aufbauer, der am 1. Dezember letzten Jahres im Heimspiel gegen St.Otmar einen Kreuzbandriss erlitt, hat am Donnerstag wieder vollumfänglich trainiert, vorerst am Flügel, aber bereits wieder in der Abwehr und in Zweikämpfen. «Er braucht Routine. Das geht Schritt für Schritt. Im Training können die Bewegungen besser kontrolliert werden als in einem Spiel», erklärt Brüngger. Deshalb ist erst in ein paar Wochen mit Verniers Rückkehr zu rechnen. Man lässt ihm die Zeit, die es braucht.

Am Sonntag nach dem NLA-Match laden die SG Yellow / Pfadi Espoirs ebenfalls zum Ostschweizer Derby. Der HSC Kreuzlingen, Aufsteiger und Leader der Nationalliga B, gastiert bei den Winterthurern, die am Mittwoch ohne Hilfe aus dem NLA-Kader den RTV Basel aus dem Cup geworfen haben. Kreuzlingen hat die letzte Erstligasaison ohne Punktverlust überstanden und jetzt in der NLB alle drei Spiele gewonnen.

Angepasstes Programm

Mittlerweile steht Pfadis Programm der nächsten Wochen fest, das wegen der Qualifikation für die zweite Runde des EHF-Cups Anpassungen brauchte und ziemlich gedrängt ist. Mitte Oktober, nach dem voraussichtlichen Cup-Achtelfinal, beginnt die Nationalteampause, in der die Schweizer (mit Pfadi-Beteiligung) in Aarau zweimal gegen Tschechien antreten werden.

Die nächsten Spiele: Sonntag, 22. September: Pfadi - St. Otmar. Mittwoch, 25. September: BSV Bern 2 - Pfadi (Cup-Sechzehntelfinal). Sonntag, 29. September: Pfadi - Kriens-Luzern. Donnerstag, 3. Oktober: RTV Basel - Pfadi. Sonntag, 6. Oktober: Pfadi - Bitola (Hinspiel, 2. Runde EHF-Cup). Mittwoch, 9. Oktober: Pfadi - GC Amicitia Zürich. 12. Oktober: Bitola - Pfadi (Rückspiel, 2. Runde EHF-Cup). Dienstag, 15. Oktober: Kadetten Schaffhausen - Pfadi. Donnerstag, 17. Oktober: Cup-Achtel­final.

Erstellt: 20.09.2019, 21:33 Uhr

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