Handball

«Das Spiel hat viele Leute berührt»

Eine Gala wie zuletzt gegen die Kadetten muss es heute in der Axa-Arena nicht sein. Aber ein erneuter Heimsieg, diesmal gegen St. Otmar St. Gallen, würde Pfadis 1. Rang festigen.

Einen überragenden Auftritt lieferte Pfadi (Filip Maros) letzten Donnerstag gegen die Kadetten Schaffhausen ab.

Einen überragenden Auftritt lieferte Pfadi (Filip Maros) letzten Donnerstag gegen die Kadetten Schaffhausen ab. Bild: Heinz Diener

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Sieben Spieler auf dem Feld und Simon Schelling im Tor haben letzten Donnerstag in der Axa-Arena Aussergewöhnliches vollbracht: Pfadi, wie Trainer Adrian Brüngger sagt, personell «auf der letzten Rille» laufend, demütigte die faden Kadetten Schaffhausen 35:28 und nahm ihnen den 1. Platz in der Nationalliga A ab.

Jener Auftritt vor gut 1500 Zuschauern in der Halle und vor TV-Publikum war nichts weniger als beeindruckend. «Ich bin sehr glücklich über dieses Spiel und darüber, was es ausgelöst hat», sagt Brüngger. «Überall, wo ich war, bin ich darauf angesprochen worden. So ist mir das noch nie passiert. Das Spiel hat viele Leute berührt, es war überall ein Thema.»

Dieser überlegene Sieg über eine Mannschaft, die von der Besetzung her der Titelfavorit sein muss, sei der Beweis dafür, was man «mit einer optimalen Leistung erreichen» könne, bemerkt Pfadis Trainer. «Doch man darf nicht die falschen Schlüsse ziehen. Das ist nicht die Normalität. So etwas passiert zwar nicht zufällig, aber es geschieht auch nicht unbedingt jedes Mal. An diesem Tag hat einfach alles gepasst.»

Verzicht auf die NLB

Verglichen mit dem Kadetten-Match ist heute Mittwoch, wenn St. Otmar St. Gallen ab 19.30 Uhr in der Axa-Arena antritt, Luigj Quni wieder einsatzbereit; der Kreisläufer hatte letzten Donnerstag eine Spielsperre abgesessen. Die Personallage bleibt dennoch prekär. Sie ist derzeit gar so, dass Brüngger keine Handballer mehr an Pfadis NLB-Mannschaft abgibt, die nach wie vor mitten im Abstiegskampf steckt. Letzten Sonntag bei der 22:23-Heimniederlage gegen den viertplatzierten STV Baden war das bereits der Fall. «Wir können das Kader nicht durch einen weiteren Ausfall ausdünnen», will Brüngger keine Verletzungsrisiken eingehen. «Wenn es nochmals einen Spieler erwischt, können wir uns zurückziehen ... Es geht nicht, dass wir Spiele mit so wenig Leuten durchziehen, auf dem ersten Platz bleiben und zugleich die NLB-Mannschaft retten wollen.»

Immerhin zeichnet sich allmählich die Rückkehr von Stefan Freivogel und Michal Svajlen, den beiden Abwehrstützen, ab. Freivogel habe nach überstandener Schulterverletzung in dieser Woche ein erstes «halbes Training» mit der Mannschaft absolviert, erklärt Brüngger. Im Idealfall kann er am Donnerstag in einer Woche auswärts gegen den BSV Bern spielen.

Nächste Herausforderung

«Gegen St. Otmar müssen wir wieder gleich ran wie gegen die Kadetten», betont Brüngger. «Jedes Spiel bleibt für uns eine Herausforderung.» Bisher hat seine Mannschaft in der Finalrunde vier von fünf Prüfungen bestens bestanden, die 32:34-Heimniederlage gegen den BSV Bern blieb der einzige und zudem vermeidbare Ausrutscher.

Das letzte Heimspiel gegen die St. Galler hat Pfadi am 1. Dezember 31:28 für sich entschieden. In jener Partie erlitt Linkshänder Pascal Vernier einen Kreuzbandriss, und gleich nach dem Match gab Roman Sidorowicz seinen Abgang zum Bundesligisten Melsungen bekannt. An einem einzigen Tag also verlor Pfadi seine beiden Stammkräfte im rechten und linken Rückraum.

Trotzdem holten die Winterthurer in den folgenden acht Meisterschaftsspielen elf Punkte – mehr als jede andere Mannschaft in der gleichen Spanne. Viel Sympathien, Platz 1 sowie die aussichtsreiche Chance, von einem der ersten beiden Ränge aus ins Playoff steigen zu können, waren der Lohn. (Der Landbote)

Erstellt: 06.03.2019, 09:00 Uhr

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