Handball

Der Schub, den es dringend braucht

So kann es nicht weitergehen. Pfadi ist am Mittwoch in der Zielbau-Arena eine Antwort auf das Debakel im Startspiel des Playoff-Finals gegen die Kadetten Schaffhausen schuldig.

Derart frei wie hier Kevin Jud kamen die Winterthurer im Startspiel der Finalserie in Schaffhausen selten zum Abschluss.

Derart frei wie hier Kevin Jud kamen die Winterthurer im Startspiel der Finalserie in Schaffhausen selten zum Abschluss. Bild: Martin Deuring

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Das erste Tor nach 15 Minuten und die 18:31-Niederlage. Das sind die Winterthurer Eckdaten des ersten Spiels der Best-of-5-Finalserie am Sonntag in Schaffhausen. «Es kann nur noch aufwärtsgehen», sagt Pfadi-Regisseur Kevin Jud vor dem zweiten Treffen. Beziehungsweise – und das ist allen im Team natürlich klar – es «muss» aufwärtsgehen. Denn sonst naht das Ende des Playoff-Finals, bevor er richtig begonnen hat.

«Die Kadetten waren keine Übermannschaft», erklärt Jud. «Es lag an uns. Wir machten ­Basisfehler, die nicht passieren dürfen, wenn man ein solches Spiel gewinnen will.» Die Fehler führten dazu, dass in der Startviertelstunde, wie Trainer Adrian Brüngger meint, «nur zwei Bälle richtig aufs Tor der Kadetten ­kamen. Das ist klar zu wenig und hat uns aus der Bahn geworfen.» Die Angriffe seien «sehr unpräzis» gewesen, bezüglich Taktik wie auch in der Ausführung, kritisiert Brüngger. Seine Spieler seien oft «am falschen Ort gestanden» und hätten «die falschen Entscheidungen getroffen».

Lehren gezogen?

Der Rückraum enttäuschte. Erst als Jud, der wie in Spielen zuvor der Mannschaft nach seiner Einwechslung Energie verlieh, und Linkshänder Pascal Vernier auf dem Platz standen, liefs etwas besser. Doch zur Wende genügte auch das nicht.

Immerhin hat Pfadi den Startmatch ohne Verletzungen überstanden. «Das ist», bemerkt der Trainer, «vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass wir zu wenig Intensität herangebracht haben ...»

Die Winterthurer denken, dass sie die Lehren aus der höchsten Niederlage ihrer Playoff- ­Geschichte gezogen haben. «Wir wissen, was wir tun müssen, um es besser zu machen», meint ­Kevin Jud zum zweiten Match der Finalserie, der heute um 19.30 Uhr in der Zielbau-Arena beginnt. «Nachher in der Ana­lyse», ergänzt Brüngger, «haben wir deutlich gesehen, was am Sonntag das Problem im Angriff war. Wir haben erkannt, wie wir es taktisch lösen können.»

Die Pfader kennen die Situa­tion aus dem diesjährigen Playoff-Halbfinal. Damals missriet ihnen die Startpartie gegen den HC Kriens-Luzern auf der ganzen Linie, sie wurden ausgespielt, dominiert und gingen in der Eulachhalle 21:30 unter. Nur zwei Tage später in Spiel 2 folgte eine deutliche Kehrtwende. Pfadi löste das besser, was vorher nicht gelungen war, und gewann die Serie 3:1. Die Kadetten allerdings stellen ein grösseres Kaliber dar als der HCK. Deshalb ist klar: Pfadi braucht heute einen enormen Schub, um sich zurück in die Serie zu bringen.

Die Offensivleistung vor drei Tagen in Schaffhausen war im Gesamten ungenügend, und die Defensive liess nach einem guten Einstieg nach. «Zweimal wird das uns nicht passieren», ist der Trainer überzeugt. «Es wird heute ein anderes Spiel geben als am Sonntag, einen ganz anderen Auftritt meiner Mannschaft. Ich traue es uns auch zu, dass wir das korrigieren können, dass wir jetzt so spielen werden, wie wir es vor­bereitet haben», hofft Adrian Brüngger. «Denn», so sagt Kevin Jud, «eigentlich sind wir gut drauf.» ()

Erstellt: 16.05.2017, 22:38 Uhr

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