Handball

Der Stolz des Captains

Cédrie Tynowski litt zu Hause mit, als seine Teamkumpanen von Pfadi am Donnerstag in Thun den letzten Schritt in den Playoff-Final vollbrachten.

Im zweiten Halbfinalmatch in Thun war Cédrie Tynowski noch dabei, Spiel 4 musste er vor dem TV verfolgen.

Im zweiten Halbfinalmatch in Thun war Cédrie Tynowski noch dabei, Spiel 4 musste er vor dem TV verfolgen. Bild: Martin Deuring

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In der Nacht auf Freitag kehrten Pfadis Handballer mit dem Zutritt für den Playoff-Final in der Tasche von Thun nach Winterthur zurück. Eine Feier habe es auf der Heimfahrt nicht gegeben, erklärt Trainer Adrian Brüngger. «Es war ja erst der Halbfinal.» Aber ein Bierchen auf den Erfolg sei schon drin gelegen, ergänzt er. «Die Mannschaft hat sich das auch verdient. Dieser Auftritt und der Umstand, dass in diesem Spiel die komplette Rückraumformation, mit der wir in den Saison gestiegen sind, gefehlt hat, waren eine klare Message.» Freitag und Samstag erhielten die Spieler frei, am Sonntag beginnt das Final-Training.

Zwei Leistungsträger hatten den Ausflug nach Thun kurzfristig bekanntlich nicht mitgemacht: Kevin Jud, der Regisseur, lag zu Hause in Uster mit üblen Magenbeschwerden darnieder und Rechtsaussen Cédrie Tynowski sah sich den Match vor dem Fernseher in Bülach an.

Die Fingernägel hätten gelitten, bemerkt Tynowski, der Captain, nachträglich. «Eine kleine Fussverletzung», wobei er nicht genau wisse, wo er sie eingefangen habe, hatte ihn von der Reise abgehalten. Eine taugliche Physiotherapie war sinnvoller, als die vielen Stunden im Bus und in der Lachenhalle zu verbringen.

«Ich war sehr, sehr aufgeregt», erinnert sich Tynowski an den Donnerstagabend vor dem Fernseher. «Andererseits hatte ich aber auch ein gutes Gefühl», fährt er fort. «Denn wir hatten es in dieser Saison immer wieder geschafft, in scheinbar aussichtslosen Situationen zu gewinnen., weil andere Spieler in die Bresche springen konnten.»

«Nicht unantastbar»

Das geschah auch in der vollen Thuner Lachenhalle beim 30:25-Sieg im vierten Spiel des Playoff-Halbfinals, den die Winterthurer 3:1 für sich entschieden. «Ich weiss selbst, wie es ist, in Thun zu spielen. Deshalb bin ich um so stolzer auf die Mannschaft, dass sie den Match so souverän heimgeschaukelt hat.»

Die Zeit der Schonung hat sich für Tynowski gelohnt. «Es geht wieder besser», sagt der 22-Jährige. «Ich bin zuversichtlich, dass ich am Donnerstag fit bin.» Dann steht in Schaffhausen der erste Match des Finals an. Seit der Wiedereinführung des Playoffs auf die Saison 2010/11 hat sich Pfadi am Donnerstag in Thun zum fünften Mal für ein solches Titelduell qualifiziert. Ein Sieg ist bisher nicht geglückt. Dreimal (2011, 2014 und 2017) unterlag man im Playoff-Final den Kadetten, einmal (2018) war Wacker Thun der Bezwinger.

«Die Kadetten sind die Favoriten», blickt Tynowski voraus. «Doch untastbar sind sie nicht.» In der laufenden Meisterschaft haben beide Teams je ihre zwei Heimspiele gewonnen. Der Cup-Halbfinal vor Weihnachten in der Axa-Arena ging 37:36 nach Verlängerung an die Kadetten.

«Das gibt eine spannende Serie», meint Tynowski zum Playoff-Final. «Ich freue mich extrem darauf und hoffe, dass wir den Titel nach Winterthur holen.» Es wäre der erste seit 15 Jahren.

Erstellt: 10.05.2019, 17:27 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.