Handball

Die Überraschungen bleiben aus

Pfadi bezwingt im Cup-Achtelfinal den Erstligisten Olten nach einem zähen Start 34:18. Die Yellow/Pfadi Espoirs unterliegen dem Meister aus Schaffhausen nach zuerst sehr guter Leistung 24:36.

Mit Henrik Schönfeldt hatten die Kadetten am meisten Mühe. In der Schlussphase fehlte er den Winterthurer Espoirs verletzt.

Mit Henrik Schönfeldt hatten die Kadetten am meisten Mühe. In der Schlussphase fehlte er den Winterthurer Espoirs verletzt. Bild: Heinz Diener

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es schien undenkbar, dass Pfadis NLA-Handballer ihren ersten Saisonteil mit einem Ausrutscher abschliessen würden. Denn die Favoritenrolle in diesem Cup-Achtelfinal gegen den Erstligisten HV Olten war zu klar verteilt. Zunächst allerdings sah es in der Oltenr Halle nicht danach aus. Der Aussenseiter hielt gegen den NLA-Leader bestens mit und brachte ihn 7:8 in Rückstand. Dann wendeten die Winterthurer die Partie zum 13:8. Der Weg war vorgespurt für einen hohen Sieg.

Pfadi-Trainer Adrian Brüngger sprach von einer «verknorzten ersten Halbzeit», die nur 13:9 für den Favoriten ausging. «Wir sind nicht in die Gänge gekommen.» Nach der Pause erfolgte die Steigerung. «Die zweite Halbzeit war o.k.», meinte Brüngger. «Wir haben besser verteidigt und zeigten im Angriff ein paar gescheite Aktionen.» Zudem parierte Torhüter Matias Schulz über die Hälfte der gegnerischen Würfe. Kevin Jud und Joël Bräm erzielten je neun Treffer, bei einer nahezu perfekten Wurfquote. Pech hatte Kreisläufer Markus Dangers, der sich früh am Knöchel verletzte.

Was die Ausbeute anbelangt, holten die Winterthurer das Maximum aus den ersten knapp zwei Monaten der Saison heraus, bevor es nun in die Länderspielpause geht: In der Meisterschaft liegen sie auf dem 1. Platz, im EHF-Cup glückte ihnen der Vorstoss in die dritte Runde, und nun bleiben sie auch im Schweizer Cup bestens auf Kurs.

40 Minuten lang gefordert

Den erwarteten Ausgang gabs ebenfalls im zweiten Cup-Achtelfinal mit Winterthurer Beteiligung. Die SG Yellow/Pfadi Espoirs, die in der Nationalliga B derzeit so gut wie noch nie mithält und im Cup-Sechzehntelfinal den A-Ligisten RTV Basel bezwungen hatte, unterlag in der Axa-Arena den Kadetten Schaffhausen 24:36 (13:16). Der Meister konnte sich erst im letzten Drittel zum klaren Sieg absetzen.

Mit zwei Toren hatten Linksaussen Roman Blumer die sehr jungen Winterthurer 2:1 in Führung gebracht. Henrik Schönfeldt erzielte mit dem 3:3 zum letzten Mal einen Ausgleich. Beim 6:7 waren die Espoirs, die solid angriffen und stark verteidigten, weiterhin sehr nahe dran. Sie liessen sich auch vom 6:11-Rückstand nicht entmutigen, sondern holten wieder auf 12:14 auf. Beim 17:21, das Patrice Bührer in der 39. Minute gelang, waren sie immer noch in Kontakt mit den Kadetten, die angesichts ihres Programms – am Dienstag der NLA-Spitzenkampf mit Pfadi, am Sonntag das Champions-League-Spiel in Odense – zwar ein paar Spieler schonten, aber dennoch eine Mannschaft in die Halle brachten, die jeden NLA-Verein bezwingen kann.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr häuften sich die Fehler der Winterthurer, was mit Kontertoren bestraft wurde. Die Schlussphase bestritt die SG ohne ihre beiden besten Rückraumspieler. Schönfeldt übertrat sich in der 52. Minute bei einem Schussversuch den linken Knöchel, und Bührer fiel wenig später bei einer Abwehraktion von Filip Maros auf den Rücken. Möglicherweise hat sich Schönfeldt schwerer verletzt; der Norweger war bis dahin mit acht Toren bester Skorer seiner Mannschaft, zudem lieferte er ein paar überraschende Pässe, und er nimmt in der 5-1-Abwehr die vorgestellte Schlüsselposition ein.

Espoirs-Trainer Stevan Kurbalija bedauerte die am Ende deutliche Niederlage, sagte aber auch: «Ich bin stolz auf die Jungs. Wir zeigten eine wirklich gute erste Halbzeit. Da setzten wir mehr oder weniger das um, was wir uns vorgenommen haben.»

Cup-Achtelfinals

Yellow/Pfadi Espoirs - Kadetten SH 24:36 (13:16)

Axa-Arena. – 90 Zuschauer. – Strafen: 2x2 gegen Yellow/Pfadi, 6x2 gegen Kadetten. – Pfadi/Yellow Espoirs: Dominik Heer; Dechow, Schönfeldt (8), Lutz Alan (2), Wipf (1), Watkins (1), Glaus (1), Störchli (1), Bührer (3), Blumer (3), Murri , Wuffli, Maritz (4/2). – Kadetten Schaffhausen: Pilipovic (31. Biosca); Ben Romdhane (2), Montoro (2), Zehnder (3/1), Schopper (2), Novak (1), Sesum (4/1), Gerbl (11), Markovic, Luka Maros (2), Schelker (6), Filip Maros, Tominec (3).

SG HV Olten - Pfadi 18:34 (9:13)

Kleinholz. – 240 Zuschauer. – Strafen: 2x2 gegen Olten, keine gegen Pfadi. – Pfadi: Schelling (31. Schulz); Quni, Ott (4), Pecoraro (4), Cohen (1), Dangers, Lukas Heer, Radovanovic (6/1), Jud (9/2), Bräm (9), Freivogel (1), Svajlen.

Auslosung der Viertelfinals am Sonntag.

Erstellt: 17.10.2019, 23:11 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.