Handball

Ein Geschenk, das viel Arbeit macht

Mit einem Sieg ist der HC Andelfingen in seine erste Saison in der 1. Liga gestartet. Das Ziel heisst Klassenerhalt.

Gibt den Kurs vor: Andelfingens Trainer Paddy Kälin.

Gibt den Kurs vor: Andelfingens Trainer Paddy Kälin. Bild: David Herter

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Nach elf Saisons in der höchsten regionalen Liga und noch mehr Jahren in den Klassen dar­unter spielt der HCA nun als SG Andelfingen zum ersten Mal in der 1. Liga. Dies ist für den 1971 gegründeten Verein im doppelten Sinn ein Geschenk. Erstens haben wohl nur ganz wenige Andelfinger erwartet, dass ihr Verein es einmal so weit nach oben schaffen würde. Zweitens tritt der HCA nur deshalb in der 1. Liga an, weil Yellow Winterthur 2 ihm den Aufstiegsplatz abgetreten hat. Aus eige­ner Kraft hatten die Andelfinger den Aufstieg im Frühling äus­serst knapp nicht geschafft.

Die 1. Liga hatten die Andel­finger unbedingt angestrebt. Ende­ Saison 2017/18 traten mehrere Leistungsträger zurück. Verstärkung aus dem eigenen Nachwuchs kann frühestens in einigen Jahren erwartet werden und neue Spieler von anderen Vereinen für eine Mannschaft in der 2. Liga zu finden, war schon in der Vergangenheit schwierig gewesen. «Einige Spieler hätten uns wahrscheinlich verlassen, um andernorts in der 1. Liga zu spielen», sagt HCA-Präsident Sven Zbinden. Der Aufstieg dank Yellow habe die Verantwort­lichen darum um einige Sorgen erleichtert. Der Fortbestand des Teams sei sehr wichtig gewesen, sagt Zbinden. «In den letzten Jahren sind viele neue Spieler gekom­men. Wir wollten diese auf keinen Fall verlieren.»

Kälins Anziehungskraft

13 Spieler konnte Trainer Paddy Kälin schliesslich von einem Wechsel zur SG Andelfingen über­zeugen. Die meisten stammen nicht aus der näheren Umgebung, sie nehmen teils lange Anfahrtswege in die Trainings in Kauf. Zur SG Andelfingen sind die Spieler gekommen, weil sich ihnen hier die Chance bietet, ihre handballerischen Träume Realität werden zu lassen. «Ich ­denke, für viele war es eine gute Gelegenheit, um 1. Liga zu spielen und dabei auch zu Spielanteilen zu kommen», sagt Zbinden. Zudem habe wohl Trainer Kälin eine gewisse­ Anziehungskraft. «Er hat einen klaren Plan und kann diesen sehr gut vermitteln.»

Das Saisonziel für die neu zusam­mengestellte erste Mannschaft heisst Klassenerhalt. Und auch dieses Ziel ist hochgesteckt. Ein erster kleiner Schritt wurde am Mittwoch beim Saisonstart mit dem 22:19-Auswärtserfolg gegen die HSG Siggenthal / Vom Stein Baden, dem Absteiger aus der Nationalliga B, getan.

Der Trainer sieht sein Team am «Anfang eines langen, aufregenden und sicherlich beschwer­lichen Weges». Um Erfolge zu erzielen, werde weiterhin sehr viel harte Arbeit nötig sein. «Unsere Mentalität wird entscheidend sein», sagt Kälin. Er verlangt von seinen Spielern und vom Verein Geduld, auch wenn es nicht von Anfang an optimal laufen sollte.

Budget aufgestockt

Geld zahlt der HCA den Neuzugängen keines, er vergütet lediglich einzelnen Spielern Fahr­spesen. Dennoch bringt die erste Erstliga-Saison dem Club einen erheblichen Mehraufwand. Der Spielbetrieb kostet mehr Geld und auch das Trainerteam wurde aufgestockt. Mit Marko Vukelic konnte Kälin einen ehemaligen Nationalspieler als Assistenz­trai­ner gewinnen, als Goalie­trai­ner wird Edi Wickli mitarbeiten.

Trotz des zusätzlichen finanziellen Aufwandes für die erste Mannschaft werde das Budget für die elf anderen Teams des Vereins nicht gekürzt, sagt Präsident Zbinden. Das Geld für das Erst­liga-Team werde im Budget separat ausgewiesen und soll nach Mög­lichkeit durch Sponsoring- und Werbeeinnahmen voll finanziert werden. (Der Landbote)

Erstellt: 07.09.2018, 09:34 Uhr

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