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Ein unverhofft idealer Start

Mit dem soliden 30:24-Sieg beim BSV Bern zum Beginn der NLA-Finalrunde rücken die Playoffs für Pfadi immer näher.

Pfadi-Topskorer Filip Maros (links, in der Abwehr gegen Tobias Baumgartner) versenkte gegen den BSV Bern zehn Würfe.
Pfadi-Topskorer Filip Maros (links, in der Abwehr gegen Tobias Baumgartner) versenkte gegen den BSV Bern zehn Würfe.
Andreas Blatter

Zweimal 20:20 und zuletzt eine 24:25-Niederlage – Pfadis jüngsten Auftritte in der Gümliger Mooshalle waren ziemliche zähe Angelegenheiten. Nicht so das Gastspiel am Samstag.

Beim 2:3 lagen die Winterthurer, die mit nur einem Treffer aus den ersten sechs Angriffen gestartet waren, zum letzten Mal zurück. In den gut vier Minuten vor der Pause sorgten sie für eine Vorentscheidung, indem sie nach dem 12:11 vorne ausschliesslich trafen und hinten kein Gegentor mehr zuliessen. 16:11 gingen sie somit in die Pause. Der BSV Bern lag beim 19:15 in der 42. Minute noch halbwegs im Rennen. Nach einem Timeout zog Pfadi auf 22:15 davon und geriet nie mehr in Gefahr.

«Wir haben einen guten Job gemacht», durfte Trainer Adrian Brüngger am Ende feststellen. Einen unverhofft guten, mag man angesichts der beträchtlichen Absenzen ergänzen. Die Nationalspieler Roman Sidorowicz, Pascal Vernier und Cédrie Tynowski sowie Captain Marcel Hess fehlen bekanntlich verletzt. Gegen Ende der ersten Halbzeit erwischte es auch Ante Kuduz; der Rückraumschütze erhielt einen Schlag auf die Hüfte. So geschah es, dass mitunter drei Spielmacher den Rückraum bildeten: Kevin Jud, Filip Maros und Yannick Ott.

«Tut der Mannschaft gut»

Kuduz hatte bis zu seinem Aus das Tor in sechs Anläufen vier Mal nicht getroffen. Eine ähnliche Quote wies letztlich auch Jud, der das Spiel ansonsten gut antrieb, auf. Insgesamt aber liess sich die Angriffsquote Pfadis durchaus sehen. Linksaussen Marvin Lier blieb sechs Mal makellos. Auf der rechten Flügelseite hatte Oliver Scheuner bei drei Toren ebenfalls eine perfekte Ausbeute. Wichtigster Angreifer war Maros mit zehn Toren aus elf Versuchen. Brüngger konnte von einer «extrem disziplinierten» Leistung sprechen.

Die Verteidigung verhielt sich sehr ansprechend und verursachte einige Berner Ballverluste. Bei schnellen Anspielen liess sie sich indes hin und wieder zu leicht überrumpeln. Torhüter Matias Schulz trumpfte in der zweiten Halbzeit mit zehn Paraden auf.

«Wir haben gezeigt, dass wir auch mit reduziertem Kader vernünftig spielen können. Das tut der Mannschaft gut», freute sich Brüngger. «Es sind zwei sehr wichtige Punkte. Wir haben hart dafür gearbeitet.»

Elf Punkte Reserve

Mit diesem Sieg vergrösserten die Winterthurer ihre Reserve auf Platz 5 auf elf Punkte. Nach handballerischem Ermessen ist ihnen in den verbleibenden neun Durchgängen der Finalrunde der Platz in den Playoff-Halbfinals eigentlich nicht mehr zu nehmen. Nun gehts noch um zweierlei: Um die Vorbereitung auf jene entscheidenden Spiele in der Meisterschaft sowie um den Heimvorteil für die Playoffs.

Pfadi hat vier Punkte Rückstand auf Leader Kadetten Schaffhausen und je drei Punkte Vorsprung auf Wacker Thun (3. Platz) sowie Kriens-Luzern (4.). Bleiben die Winterthurer Zweite hätten sie immerhin im Playoff-Halbfinal Heimvorteil. Der ist zweifellos erstrebenswert, obschon er in jüngerer Vergangenheit – zumal gerade gegen Wacker – kein Erfolgsgarant war. «Aber unter dem Strich haben wir in den Playoffs immer noch mehr Spiele zu Hause als auswärts gewonnen», erklärt Brüngger. Mindestens Platz 2 also wäre schön.

In den folgenden zwei Heimspielen kann Pfadi weitere Weichen stellen: am Mittwoch gegen den sechstplatzierten HSC Suhr Aarau und am Samstag gegen Wacker Thun selbst.

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