Handball

Sidorowicz schiesst Pfadi wieder zum Sieg

Pfadi gewinnt das erste Spiel des Playoff-Finals gegen Wacker Thun dank des 23:22 drei Sekunden vor Schluss der Verlängerung.

Pfadi-Captain Marcel Hess in der überfüllten Lachenhalle in Thun.

Pfadi-Captain Marcel Hess in der überfüllten Lachenhalle in Thun. Bild: Martin Deuring

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Es ist heiss in der überfüllten Lachenhalle zu Thun. Und erwartet hitzig verläuft auch der erste Match der Best-of-5-Finalserie. Die Thuner erwischten den besseren Start und legten eine 4:1-Führung vor. Dann aber schloss endlich auch Pfadis Angriff effizient ab. Innerhalb von neun Minuten legten die Winterthurer zum 5:4 vor vor.

Nach einer Viertelstunde also schien sich das Momentum zu Gunsten der Gäste gewendet zu haben. Doch ein erneutes Nachlassen in der Offensive sorgte letztlich dafür, dass Wacker mit einem Vorsprung in die Pause gehen konnte. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit brachten die Winterthurer nur noch zwei Tore fertig, der Anschlusstreffer zum 7:9 erzielte Kevin Jud zwei Sekunden vor der Pausensirene.

Im Angriff hat Pfadi noch einiges Potenzial nach oben; die Abwehr der Thuner steht gut, besser als jene der Kadetten Schaffhausen im Halbfinal. Andererseits zeigten die Winterthurer gleichsam Biss in ihrer Defensivarbeit. Zudem wehrte Torhüter Matias Schulz zehn Würfe ab.

In der zweiten Halbzeit zunächst das gleiche Bild wie in der ersten. Pfadi kommt im Angriff erst auf Touren, als man 9:12 in Rückstand liegt. Nach dem Ausgleich zum 12:12 lagen die Vorteile dann aber meistens knapp auf Seiten der Winterthurer. Beide Abwehrreihen spielten stark, Marc Winkler und Schulz hielten gut.

Mit einem Schlenzer brachte Roman Sidorowicz die Winterthurer 85 Sekunden vor Schluss 18:17 in Front. Lukas von Deschwanden glich mit einem Penalty aus. Pfadi hatte den letzten Ball zum Angriff. Nach einem Timeout 13 Sekunden vor dem Ende stürmte Marvin Lier als siebter Feldspieler aufs Feld, scheiterte aber an Winkler. Verlängerung!

Auch die zehn Minuten dauernde Zugabe verlief höchst umstritten. Bei der Hälfte führten die Winterthurer 20:19. Anschliessend schaffte Wacker die Wende zum 20:21 und 21:22. Roman Sidorowicz glich in der 69. Minute zum 22:22 aus. Schulz parierte erneut einen Wurf von Lenny Rubin. Dann musste Pfadi seinen Angriff unter Zeitspiel abgeben. Den Konterpass von Lukas von Deschwanden fing Stefan Freivogel ab. Pfadi nahm zum allerletzten Mal Anlauf. Neun Sekunden blieben. Mit sieben Feldspielern wurde es versucht. Und wie schon beim Auswärtssieg im Halbfinal in Schaffhausen hämmerte Sidorowicz den Ball zum Siegtreffer ins Netz.

Die Thuner legten einen Spielfeldprotest ein. Ihrer Meinung nach war bei Pfadis letztem Angriff ein Spieler zu viel auf dem Platz. Eine Stunde nach dem Match zogen sie ihren Protest jedoch zurück.

Es war ein hartes, umkämpftes Spiel, das sich allerdings stets im Rahmen der Fairness bewegte. Spielerisch beziehungsweise in der Offensive haben beide Mannschaften noch klares Steigerungspotenzial. Die Defensiven prägten das Geschehen.

Damit liegt Pfadi in diesem Meisterkampf 1:0 in Führung. Die Fortsetzung der Best-of-5-Serie folgt am Dienstag ab 19.30 Uhr in der Deutweg-Eishalle! (ust)

Erstellt: 17.05.2018, 11:53 Uhr

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