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«Mr. Kang» wirbelt an drei Fronten

Jae-Won Kang, sowohl handballerisch als auch menschlich eine Ausnahme-Erscheinung in Winterthur und Zürich, war auf Blitzbesuch bei Olympia 2018.

Auf Stippvisite im Zentrum der Olympischen Spiele: Jae Won Kang.
Auf Stippvisite im Zentrum der Olympischen Spiele: Jae Won Kang.
Roland Jauch

«Ich dachte, nach so viel Tagen in Südkorea möchtest Du wieder mal Spaghetti essen.» Sagt es, entert ein Taxi und gibt dem Fahrer eine Adresse an, die er soeben im Internet gefunden hat. Als das Ziel nach zehn Minuten noch nicht erreicht ist, wundert sich aber Jae-Won Kang doch. Wir sind schon ausserhalb von Gangneung, irgendwo im Niemandsland. Dann kommt das italienische Restaurant, wo es nicht nur Spaghetti gibt, in Sicht. «Ich war erst einmal in Gangneung, ich hatte keine Ahnung, wo dieses Haus liegt», sagt er und lacht. Kang in Reinkultur.Jae-Won Kang, der beste Handballer, der je in der Schweiz spielte, ist nur auf Stippvisite im Zentrum der Spiele. Nach einer Woche Trainingslager mit seiner Frauenmannschaft Bisco Busan wechselte der 54-Jährige mit dem Team nach Seoul, wo am Mittwoch ein Testspiel stattfand. Nachher ging es weiter nach Daejeon für weitere drei Tage Camp, und dann war wieder Busan angesagt. «Eigentlich hätte ich gerne Morten Schönfeldt in Gangneung getroffen. Aber der hat nie sein Telefon abgenommen, offenbar war er zu sehr damit beschäftigt, sich um den Kronprinzen zu sorgen.» Schönfeldt war bei Pfadi Weggefährte Kangs, heute hat er eine Anstellung beim norwegischen Olympiakomitee.

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