Handball

Pfadi besteht Härtetest nicht

Trotz guter Leistung verliert Pfadi Winterthur den Spitzenkampf in Schaffhausen mit 29:32. Zu viele kleine Fehler haben schlussendlich den Unterschied gemacht.

Yannick Ott war im Angriff der beste Pfader an diesem Abend, doch auch seine sechs Tore reichten nicht zum Punktegewinn.

Yannick Ott war im Angriff der beste Pfader an diesem Abend, doch auch seine sechs Tore reichten nicht zum Punktegewinn. Bild: Heinz Diener

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Eine schwache Phase von Pfadi Winterthur in der ersten Halbzeit reichte den Kadetten Schaffhausen, um das Spiel zu entscheiden. Es war ausgerechnet ein Timeout von Pfadi, das die fehlerhafte Phase der Winterthurer einläutete. Adrian Brüngger stellte beim Stand von 8:10 seine Mannschaft etwas um und versuchte das Spiel etwas zu justieren, viel mehr war gar nicht nötig. Die Pfader waren bis dahin gut unterwegs. Die Deckung stand gut, das gab den Winterthurern die Möglichkeit zu kontern. Der Rückstand war selbstverschuldet, zwei zu überhastete Entscheide in der Offensive luden die Kadetten ihrerseits zum Kontern ein. Das nutzten die Schaffhauser, aber Pfadi war gut im Spiel.

Das änderte sich nur kurze Zeit später. Brüngger musste sechs Minuten später erneut eine Auszeit nehmen, Pfadi lag da schon mit fünf Toren zurück. (9:14) «Wir wirkten in diese 10 Minuten desorgansiert, vorne gaben wir den Ball zu leichtfertig weg und kamen dann nicht in den Rückzug», fasste Adrian Brüngger nach dem Spiel zusammen. Die Schaffhauser nutzen das mit schnellen Gegenstössen über ihre rechte Angriffsseite. Seinem Team hat Brüngger das im zweiten Timeout nicht ganz so sachlich erklärt, im Gegenteil. Luigi Quni und Adir Cohen mussten wieder auf der Bank platznehmen, für sie kamen Markus Dangers und Kevin Jud zurück ins Spiel.

Ott bester Pfader

Nach dem Timeout agierte Pfadi mit den beiden gelernten Spielmachern Jud und Yannick Ott im Rückraum. Zusammen mit Aleksander Radovanovic war dies die beste Formation an diesem Abend. Ott war mit sechs Toren aus sieben Versuchen dann auch der beste Pfader des Abends. Die Angriffsleistung war abgesehen, von den zehn Minuten in der ersten Halbzeit sehr gut. Die Winterthurer trafen viele kluge Entscheidungen. «Wenn wir uns ans Konzept gehalten haben, hat es sehr gut ausgesehen», meinte auch Brüngger dazu. Einziger Fleck im Angriffsreinheft war die Wurfquote.

Gut waren sicher auch die beiden Torhüter. Matias Schulz parierte wiederholt freie Würfe vom Kreis und hielt so sein Team in der ersten Halbzeit im Spiel. Simon Schelling tat es ihm nach dem Wechsel in der zweiten Halbzeit gleich und parierte zwei Siebenmeter. Sie schönten so etwas die nicht ganz so gute Abwehrleistung.

Dem Rückstand aus der ersten Halbzeit rannten die Winterthurer bis zum Schluss nach. Zweimal konnten die Pfader noch ausgleichen, zum 20:20 respektive zum 21:21. Doch die Kadetten, angeführt vom zehnfachen Torschützen Gabor Csaszar, konnten jeweils umgehend reagieren. Am Schluss versuchten beide Teams mit dem siebten Feldspieler ihr Glück. Pfadi fand es nicht, vielmehr bestraften sie sich selber mit einem Wechselfehler zur Unzeit.

Zu viele kleine Fehler

«Wir machten zu viele kleine Fehler», sagte Brüngger, «auf diesem Niveau wird das bestraft.» Gegen Bitola oder GC Amicitia hätte diese Leistung zum Sieg gereicht, aber die Kadetten machten ihrerseits ein sehr solides Spiel. Das musste ihnen auch Adrian Brüngger attestieren: „Wir sind noch nicht so gut, um auf diesem Niveau über längere Zeit zu bestehen.» Der nächste und wahrscheinlich noch grössere Härtetest folgt dann in vier Wochen. Im Europacup trifft Pfadi auf Bjerringbro-Silkeborg. Die Dänen gehören zur erweiterten Europäischen Spitze.

Erstellt: 15.10.2019, 23:07 Uhr

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Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 32:29 (16:14)

BBC Arena. – Zuschauer 738. – SR Brunner/Salah. – Torfolge: 1:0, 3:1, 3:4, 5:5, 7:7, 10:8; 12:8, 14:9, 16:12, 16:14, 18:16, 20:18, 20:20, 24:21, 26:23, 27:25, 30:28, 32:29. – Strafen: Kadetten Schaffhausen 2x2 Minuten - Pfadi 3x2 Minuten. – Kadetten Schaffhausen: Pilipovic (1.-30.), Biosca (30.-60); Montoro, Küttel, Csaszar (10/4), Schopper, Beljaniski (3), Sesum (2), Gerbl (2), Markovic (1), Luka Maros (1), Schelker (1), Frimmel (7), Filip Maros, Tominec (3), Herburger (2). – Pfadi: Schulz (1-40 und 55.-60.), Schelling (40.-55. und 3 Penaltys); Quni, Ott (6), Schönfeldt, Pecoraro (3), Cohen (1), Dangers (3), Lukas Heer (4), Radovanovic (5), Jud (4/2), Bräm (2), Freivogel (1), Svajlen. – Bemerkungen: Pfadi ohne Vernier, Schramm und Tynwoski (alle verletzt).

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