Yellow Cup

Schweiz vergibt den verdienten Lohn

Die Schweizer Handballer verpassten die Titelverteidigung am Yellow Cup knapp. Ganz am Schluss gaben sie den Final aus der Hand und unterlagen Russland 29:30 (16:14).

In den letzten Spielminuten brachten die Schweizer (im Bild Lucas Meister) den Ball nicht mehr am russischen Torhüter Oleg Grams vorbei.

In den letzten Spielminuten brachten die Schweizer (im Bild Lucas Meister) den Ball nicht mehr am russischen Torhüter Oleg Grams vorbei. Bild: Johanna Bossart

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Eigentlich war alles vorbereitet für den siebten Schweizer Sieg am Traditionsturnier in Winterthur. In der 55. Minute hatten sie noch 28:25 geführt. Dann aber vergaben sie den verdienten Lohn, weil sie viermal mit klaren Chancen am russischen Torhüter Oleg Grams scheiterten, der zuvor kaum einen Ball abgewehrt hatte. Sechs Sekunden vor Schluss erzielte Dimitri Schitnikow, achtfacher Torschütze und Spielmacher von Pick Szeged, den 30:29-Siegtreffer, es war der erste Führungstreffer der Russen seit dem 6:7 in der 12. Minute.

Trotz der vermeidbaren Niederlage im Final können die Schweizer ein positives Fazit ziehen. Einen Tag nach dem 32:28-Sieg gegen EM-Teilnehmer Serbien zeigten sie am Yellow Cup erneut eine, wie Nationaltrainer Michael Suter zu Recht sagte, "sehr solide Mannschaftsleistung". Bester Werfer war wieder Lukas von Deschwanden, der Spielmacher erzielte acht Tore.

So schön der zweite Sieg im 16. Treffen mit Russland auch gewesen wäre: Richtig ernst gilt es für die Schweizer erst am 3. Januar. Dann bestreiten sie in Estland das erste der vier Spiele der WM-Qualifikation. Weiterer Gruppengegner ist Bosnien-Herzegowina. Nur der 1. Platz berechtigt zur Teilnahme am Playoff im Juni, das über die Teilnahme an der WM 2019 in Deutschland und Dänemark entscheidet.

Cédrie Tynowskis Pech

Der Yellow Cup bringt Cédrie Tynowski offenbar kein Glück. Vor einem Jahr erlitt der Pfadi-Rechtsaussen im Spiel gegen Brasilien eine Meniskusverletzung, die operiert werden musste. Im Startspiel am vergangenen Freitag gegen Serbien nun fiel er mit einer Sehnenverletzung an der Wurfschulter aus. Im Training hatte er einen Schlag auf die Schulter erwischt, bei einem Wurf in der ersten Halbzeit gegen Serbien brach die Verletzung auf. Der 21-Jährige muss erneut eine Operation über sich ergehen lassen und dürfte den Rest der Saison verpassen.

Schweiz - Russland 29:30 (16:14)

Eulachhalle. - 1620 Zuschauer. - SR Gubica/Milosevic (CRO). - Torfolge: 2:1, 2:3, 3:4, 5:4, 6:5, 6:7, 8:7, 8:8, 10:8, 16:14; 16:15, 18:15, 21:18, 21:20, 23:22, 25:22, 25:25, 28:25 (55.), 28:28, 29:28, 29:30. - Strafen: 3x2 gegen die Schweiz, 2x2 gegen Russland.

Schweiz: Portner; Meister (4), Rubin (3), Lier (1), Delhees (1), von Deschwanden (8/2), Röthlisberger, Küttel (2), Maros (3), Huwyler, Suter (1), Geisser (1), Gerbl (5), Blättler.

Russland: Kirejew/Grams; Kiselew (5), Schiskarew (1), Kowalew (1/1), Schkurinski (3), Gorbok (4), Santalow, Kalarasch (3), Ostaschtschenko, Dibirow (5/1), Komogorow, Michalin, Schitnikow (8).

Bemerkungen: Schweiz ohne Sidorowicz, Vernier, Raemy, Markovic, Tynowski (alle verletzt), Schmid (dispensiert), Wick (überzählig) und Alili (nicht eingesetzt). Portner hält Penaltys von Dibirow (8.) und Kowalew (29.). Von Deschwanden verschiesst Penalty (32.). (Der Landbote)

Erstellt: 30.12.2017, 21:26 Uhr

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