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Schweizer starten in ein wegweisendes Jahr

Der Yellow Cup von Freitag bis Sonntag in der Axa Arena in Winterthur läutet für die Schweizer Handballer ein wichtiges Jahr ein.

Vor einem Jahr traten die Schweizer Handballer (im Bild Luca Meister gegen Serbien) zum letzten Mal in der Eulachhalle zum Yellow Cup an. Nun ist die Axa Arena der Austragungsort.
Vor einem Jahr traten die Schweizer Handballer (im Bild Luca Meister gegen Serbien) zum letzten Mal in der Eulachhalle zum Yellow Cup an. Nun ist die Axa Arena der Austragungsort.
Madeleine Schoder

2019 soll das Jahr werden, in dem der Handball-Nationalmannschaft zum ersten Mal seit 14 Jahren (und seit der EM 2006 im eigenen Land) die Qualifikation für eine Endrunde gelingt. Die Ausgangslage in der laufenden EM-Kampagne ist nach dem Heimsieg gegen Serbien so günstig wie nie zuvor. Die nächste EM findet im Januar 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden statt.

«2019 wird ein sehr wichtiges Jahr für uns, mit dem ersten grossen Fokus auf den beiden Spielen gegen Belgien in der EM-Qualifikation von Mitte April», sagt Nationaltrainer Michael Suter. Es folgen im Juni das Heimspiel gegen Kroatien sowie der abschliessende Match in Serbien. «Wir müssen jetzt jede Chance nutzen, um uns weiter zu entwickeln», ergänzt der Dinharder.

Starkes Feld

Zu den wichtigen Gelegenheiten, die eigenen Fähigkeiten zu testen, gehört traditionell der Yellow Cup, das offizielle Vierländerturnier des Schweizerischen Handballverbandes, das von morgen Freitag bis am Sonntag in der neuen Axa Arena stattfindet. Das Teilnehmerfeld verspricht ein hohes Niveau: Japan und Tunesien bestreiten im Januar die WM in Deutschland und Dänemark, Portugal ist auf bestem Weg, sich für die EM 2020 zu qualifizieren. Yellow, der lokale Veranstalter, bietet zudem ein attraktives Rahmenprogramm an, unter anderem mit einer Afterparty am Samstag ab 20 Uhr mit dem irischen Musiker Jake Suleman.

Die Japaner stellen für die bevorstehende WM, für die sie eine Wildcard erhalten haben, eine konkurrenzfähige Mannschaft. Zuletzt gewannen sie gegen Tschechien und spielten unentschieden gegen Polen. Sie befinden sich im Aufbau auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Aus diesem Grund holte man vor zwei Jahren einen prominenten Trainer: Dagur Sigurdsson, der 2016 die Deutschen zum EM-Titel und Olympia-Bronze geführt hatte. 2005 und 2006 trat die japanische Klubmannschaft Daido Steel am Yellow Cup an. Für die Nationalmannschaft stellt die diesjährige Teilnahme jedoch eine Premiere dar. Gegen Japan haben die Schweizer, bei zehn Siegen und einem Unentschieden, noch nie verloren. Der letzte Vergleich liegt allerdings mehr als 20 Jahre zurück; Michael Suter spielte damals noch selbst.

Afrikameister Tunesien, der zum achten Mal in Folge an einer WM an den Start gehen wird, verfügt über eine routinierte und physisch starke Equipe, herausragender Spieler ist Wael Jallouz von den Füchsen Berlin. Seit 2001 waren die Tunesier acht Mal am Yellow Cup zu Gast und konnten dabei 2006, 2015 und 2016 den Turniersieg feiern. Vor Weihnachten gewannen und verloren sie je ein Testspiel gegen WM-Teilnehmer Serbien.

Die Portugiesen entschieden 2007 den Yellow Cup für sich, 2016 wurden sie Vierte. Sie stellen eine ausgeglichene und erfahrene Mannschaft, die sich in der jüngsten Vergangenheit mit der Schweiz mehrfach auf Augenhöhe gemessen hat. Von den letzten fünf Direktbegegnungen seit 2016 konnte die Schweiz deren drei für sich entscheiden, die beiden wichtigsten Spiele im Rahmen der EM-Qualifikation 2018 gingen jedoch verloren.

Pfadi-Trio und Sidorowicz

Nach dem Yellow Cup bestreitet die Schweiz am 11. und 12. Januar in Zug zwei weitere Länderspiele gegen Polen. Suter verzichtet wie geplant auf die Bundesliga-Spieler Andy Schmid und Alen Milosevic, die beide eine Pause erhalten. Dazu fehlen die verletzten Pascal Vernier, Michal Svajlen (beide Pfadi Winterthur), Zoran Markovic, Ron Delhees, Nik Tominec und Adrian Blättler – sowie neu auch Lukas von Deschwanden (Nacken) und Luka Maros, der vor Weihnachten wegen einer Fussverletzung bereits den Cup-Halbfinal der Kadetten Schaffhausen gegen Pfadi verpasst hatte.

Von Pfadi stehen Spielmacher Kevin Jud, Linksaussen Marvin Lier und Rechtsaussen Cédrie Tynowski im Aufgebot. Zum ersten Mal seit Anfang Dezember, als er Pfadi verliess und zum Bundesligisten Melsungen wechselte, wird Roman Sidorowicz wieder in der Axa Arena zu sehen sein.

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