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«So viel falsch gemacht haben wir nicht»

Pfadi-Trainer Adrian Brünggers Gedanken zum Scheitern der Qualifikationssieger im Playoff-Halbfinal und zu einer Saison, die trotz allem eine gute war.

Eines der letzten Time-outs von Adi Brüngger in einer Saison, die zumindest teilweise aus verständlichen Gründen zu früh zu Ende gegangen ist.
Eines der letzten Time-outs von Adi Brüngger in einer Saison, die zumindest teilweise aus verständlichen Gründen zu früh zu Ende gegangen ist.
David Baer

24:26 im fünften Spiel und das Out gegen St. Otmar: Wahrscheinlich gingen Ihnen der Match und Fragen, was anders hätte laufen sollen, noch die ganze Nacht durch den Kopf?Adrian Brüngger: Ja, und am Tag danach ist es eigentlich noch schlimmer. Taktisch gab es gegen die 6-0-Variante St. Otmars, das auf sechs Metern sehr dicht stand, mit Block und Goalie die Tore zu verhindern suchte, nicht viel anderes. Wenn man aus sieben Metern kein Tor oder eben zu wenig Tore fertigbringt, dann reicht das eben nicht. Man wird im Nachhinein hin- und hergerissen zwischen Verständnis, dass es nicht geklappt hat – wegen der vielen Verletzten –, und dem Ärger, dass man diese Chance dennoch nicht hat packen können. Man muss es eingestehen: Otmar hat am Dienstag ein sehr gutes Spiel gemacht, die Angriffe der St. Galler waren lang, sie waren jedes Mal dem Zeitspiel sehr nahe und haben den Ball dann doch noch im Tor untergebracht. Diese Qualität hatten wir in Spiel 5 nicht. Dazu fehlten uns die Gegenstösse, und wir hatten einige Fehler in den dümmsten Momenten. Entscheidend in dieser Serie aber war auch, dass wir in den beiden Auswärtsspielen nicht gut waren. Wir hätten mit einem Sieg in St. Gallen die Sache klarmachen sollen. Wie haben sich die Ausfälle ausgewirkt? Es ist schon schwierig, wenn ein ganzes System auseinanderfällt. Wir ar­bei­te­ten die ganze Saison lang mit zwei Reihen, wir hatten alles aufs Playoff ausgerichtet. So konnten wir die Intensität auf einem hohen Level halten. Und dann fiel einer nach dem andern aus. Wir hatten auch keine Zeit mehr, Neues zu trainieren. Es standen ja fast nur noch Spiele an. Verletzt waren vor dem Cup-Wochenende schon einige, brachte der Ausfall von Michal Svajlen das Fass quasi zum Überlaufen? Ja. Micha war während der ganzen Saison unser Deckungschef, dazu hat er immer wieder zwei, drei entscheidende Sachen im Spiel nach vorne gemacht. Und im Playoff, da bin ich mir sicher, hätte er sich noch weiter gesteigert. Es wäre interessant gewesen, zu sehen, wie St. Otmar gegen uns ausgesehen hätte, wenn Sidorowicz in der Mitte und Svajlen links angegriffen hätten.

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