Handball

Wieder reicht es Pfadi nicht

Im ersten Match des Playoff-Halbfinals führten die Winterthurer NLA-Handballer 11:5 und 18:13. Dennoch verloren sie das Heimspiel gegen die Kadetten Schaffhausen 28:29.

37 Minuten lang gab Pfadis Offensive (im Bild Roman Sidorowicz) den Ton an. Dann gelangen bis zum Schluss nur noch zehn Tore.

37 Minuten lang gab Pfadis Offensive (im Bild Roman Sidorowicz) den Ton an. Dann gelangen bis zum Schluss nur noch zehn Tore. Bild: Martin Deuring

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37 Minuten lang befand sich Pfadi vor 1250 Zuschauern in der Deutweg-Eishalle auf Kurs, um im Playoff-Halbfinal gegen den Titelverteidiger 1:0 in Führung zu gehen. 18:13 lagen die Winterthurer zu diesem Zeitpunkt vorne. Doch dann wendete sich innerhalb von nur fünf Minuten das Blatt. Die Kadetten waren beim 18:18 wieder zurück im Spiel, gingen mit dem 21:22 erstmals in Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr ab.

"Wir haben unsere Führung zu schnell verspielt", bedauerte Captain Marcel Hess die Wende rund 20 Minuten vor Schluss. "Wir müssen in solchen Momenten einfach cleverer spielen." Zwei schlechte Phasen trübten die ansonsten gute Offensivleistung Pfadis. Jene, die aus dem 11:5 ein 12:10 machte, sowie jene paar Minuten nach dem 18:13.

Manches machten die Winterthurer an diesem ersten Halbfinalabend gut. Aber eben nicht alles. Die Defensive liess in der ersten Halbzeit Rechtsaussen Max Gerbl zu viel Platz für seine Tore und nach der Pause konnte Regisseur Gabor Csaszar kaum gestoppt werden. Auf die Torhüter war nur zu Beginn Verlass, als Matias Schulz mit seinen Paraden zur 11:5-Führung half.

Die Kadetten waren personell dezimiert, aber gut und routiniert genug, um sämtliche Schwächen des Gegners auszunutzen. Sie hatten beide Halbzeiten schlecht begonnen, beide Male konnten sie aufdrehen. Sie begannen, nach den zwei klaren Rückständen besser zu verteidigen. Und massgebend war der Entscheid, ab dem zweiten Timeout in der 19. Minute mit sieben Feldspielern anzugreifen. "Wir hatten Mühe im normalen Spiel sechs gegen sechs", erklärte Kadettens Trainer Arno Ehret. "Die Variante mit dem siebten Feldspieler hat bis zum Ende geklappt." Kam hinzu, dass die Winterthurer dies nicht genügend bestrafen konnten: Drei Mal flog der Ball neben das verlassene Schaffhauser Tor, nur Kevin Jud traf zuverlässig. Ehret lobte seine Mannschaft: "Ein Kompliment an sie. Beim 11:5 hat wohl keiner einen Pfifferling auf uns gesetzt. Doch sie hat nicht aufgegeben, sondern sich sukzessive herangearbeitet."

Winterthurer Mängel und Schaffhauser Qualitäten sorgten letztlich dafür, dass es Pfadi wieder nicht reichte, dass zum achten Mal in Folge ein Playoffspiel gegen die Kadetten verloren ging. Der letzte Sieg gelang im Halbfinal vor fünf Jahren. Der Start ist missraten, das Playoff allerdings noch nicht verloren. Der Serienmeister ist, wie dieses Spiel 1 zeigte, nicht unantastbar. Die Fortsetzung der Best-of-5-Serie folgt am Donnerstag in Schaffhausen.

Pfadi Winterthur - Kadetten Schaffhausen 28:29 (14:12)

Zielbau Arena. - 1250 Zuschauer. - SR Meyer/Buache. - Torfolge: 3:1, 5:4, 10:4, 11:5, 12:7, 12:10, 14:12; 17:12, 18:13, 18:18, 21:20, 21:23, 23:26, 25:26, 26:27, 26:29, 28:29. - Strafen: je 2x2 Minuten.

Pfadi: Schulz (43. bis 53. und für zwei Penaltys Vaskevicius); Filip Maros, Hess (2), Pecoraro (1), Kasapidis, Langerhuus (3), Sidorowicz (3), Lier (6), Kuduz (3), Jud (9/3), Freivogel, Svajlen (1).

Kadetten: Kindle (14. Stevanovic); Meister, Liniger (2), Csaszar (8/2), Pendic (2), Brännberger (1), Beljanski (1), Gerbl (6), Norouzi (5), Maros (4), Tominec.

Bemerkungen: Pfadi ohne Cédrie Tynowski, Vernier und Heer, Kadetten ohne Delhees, Küttel, Markovic und Szyba (alle verletzt). 33. Vaskevicius hält Penalty von Liniger.

(Der Landbote)

Erstellt: 21.04.2018, 20:56 Uhr

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