Handball

Zwei Tests und ein Olympia-Hattrick

Einen Tag nach dem 30:30 gegen den Bundesligisten TBV Stuttgart bestreitet Pfadi heute in der Axa-Arena ein weiteres Testspiel gegen ein Team aus Deutschland.

Pfadi-Kreisläufer Markus Dangers trifft heute in der Axa-Arena auf Balingen 2, sein früheres Team.

Pfadi-Kreisläufer Markus Dangers trifft heute in der Axa-Arena auf Balingen 2, sein früheres Team. Bild: Martin Deuring

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Auf einen starken Gegner in der Saisonvorbereitung trafen Pfadis Handballer am Dienstagabend in Reutlingen. Gegen den Bundesligisten TBV Stuttgart gelang ein respektables 30:30.

Nach einer durchzogenen ersten Halbzeit, in der sie 11:16 in Rückstand geraten waren, steigerten sich die Winterthurer. Linksaussen Marvin Lier, der Topskorer der vergangenen NLA-Saison, erzielte nach der Pause acht seiner insgesamt zehn Treffer. Die bessere Effizienz im Abschluss und eine Steigerung in der Abwehr führten gar dazu, dass Pfadi kurz vor Schluss durch Aleksandar Radovanovic, den neuen Rückraum-Linkshänder, und Lier zweimal in Führung gehen konnte. Stuttgarts 30:30 fiel gut zwei Minuten vor Spielende. Pfadi hatte nur eine schlechte Phase: Gegen Ende der ersten Halbzeit, als den Stuttgartern ein 8:1-Lauf gelang. Ansonsten sei die Leistung seiner Mannschaft «ganz ok» gewesen, meinte Trainer Adrian Brüngger.

Zum ersten Mal zum Einsatz kam Adir Cohen, 21-jähriger Rückraumspieler aus Israel. Der Rechtshänder, ein Nationalspieler, war erst tags zuvor zur Mannschaft gestossen. Aus drei Versuchen erzielte er ein Tor, zudem unterliefen ihm drei Ballverluste.

Heute Mittwoch ab 17.30 Uhr trifft Pfadi in der Axa-Arena im dritten Vorbereitungsspiel auf den HBW Balingen-Weilstetten 2. Die Reservemannschaft des Bundesliga-Aufsteigers tritt in der dritthöchsten Liga Deutschlands an; Kreisläufer Markus Dangers hatte vor seinem Wechsel im Sommer 2018 zu Pfadi für sie gespielt.

Schulz auch an Tokio 2020 dabei

Während für Stuttgart Altmeister Joachim Bitter im Tor stand, fehlte bei Pfadi die Nummer 1 der Goalies: Matias Schulz bestritt in der Nacht auf Dienstag den Final der Panamerikanischen Spiele in Lima. Dabei setzten sich seine Argentinier 31:27 (15:14) gegen Chile durch und qualifizierten sich, nach London 2012 und Rio de Janeiro 2016, zum dritten Mal in Serie für die Olympischen Spiele.

Im Final brachte es Schulz auf eine Abwehrquote von 33 Prozent. Im Halbfinal, in dem Argentinien die Aussenseiter aus Mexiko 34:14 deklassierten, parierte er 59 Prozent der Würfe. Chile (mit dem ehemaligen Wacker-Spielmacher Emil Feuchtmann) hatte im Halbfinal überraschend Brasilien, den WM-Neunten und härtesten Widersacher der Argentinier, ausgeschaltet.

Schulz hat inzwischen die Heimreise angetreten. Seit der NLA-Meisterschaft, die am 23. Mai mit Pfadis Niederlage im Playoff-Final gegen die Kadetten Schaffhausen geendet hatte, konnte der Torhüter nahezu nicht pausieren. Rund zwei Monate waren die Argentinier mit der Vorbereitung auf und mit der Teilnahme an den Panamerikanischen Spielen beschäftigt gewesen. Er werde, sagt Brüngger, mit Schulz besprechen, ob und wie lange er in den nächsten Tagen eine Pause einlegen wolle.

Pfadi beim 30:30 gegen Stuttgart: Schelling/Dominic Heer; Quni, Ott (1), Tynowski (5), Cohen (1), Dangers (3), Lier (10/2), Störchli (1), Bührer, Radovanovic (1), Jud (3), Bräm (1), Freivogel (1), Murri, Svajlen, Schramm (3). - Ohne Schulz (Panamerikanische Spiele), Lukas Heer (Prüfungen), Huber, Schönfeldt, Pecoraro und Vernier (alle verletzt).

Erstellt: 07.08.2019, 10:18 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!