Eishockey

Der EHCW nimmt den 21. Anlauf für einen Sieg gegen Langenthal

In Langenthal darf der EHC Winterthur wahrlich keinen Sieg erwarten. Aber ein starker Auftritt wäre ein gutes Zeichen für die Platzierungsrunde.

Der Bülacher Stürmer Oliver Steiner (Mitte) stösst für den Rest der Saison mit einer B-Lizenz zu EHCW.

Der Bülacher Stürmer Oliver Steiner (Mitte) stösst für den Rest der Saison mit einer B-Lizenz zu EHCW. Bild: Leo Wyden

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Null Punkte gegen Kloten, null gegen Ajoie, null gegen Visp, null gegen La Chaux-de-Fonds: An die grossen Namen der Swiss League kommt der EHCW in dieser Saison nicht heran, bei weitem nicht. Besonders gross wäre die Überraschung freilich, wenn diese niederschmetternde Bilanz zum Abschluss der Qualifikation ausgerechnet in Langenthal verbessert würde. Denn gegen die Oberaargauer hat der EHCW seit seinem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse noch kein einziges Mal gewonnen. Heute unternimmt er den 21. Anlauf.

Will Langenthal das Derby?

Den Langenthalern käme der 21. Sieg gegen den EHCW womöglich nicht einmal sonderlich gelegen. Denn Stand jetzt käme es im Playoff-Viertelfinal zu einem publikumsträchtigen Derby gegen Olten. Dass Olten Dritter bleibt, ist wahrscheinlich. Aber Langenthal würde mit einem Sieg vielleicht an Thurgau (spielt in Kloten) vorbei auf Rang 5 vorstossen und bekäme es in diesem Fall mit Visp zu tun.

Aus Winterthurer Sicht kommt dem Match nur dann eine statistische Bedeutung zu, wenn man punktet. Denn es wird die volle Punktzahl in die Platzierungsrunde mitgenommen. Die beginnt für den EHCW am nächsten Freitag wohl mit einem Heimspiel gegen Biasca. Im Moment liegt er einen Punkt vor den Tessinern, und das dürfte auch so bleiben. Denn dass die Ticino Rockets heute in Olten gewinnen, ist ebenso unwahrscheinlich wie ein Sieg des EHCW in Langenthal.

Schüsse und blaue Flecken

EHCW Trainer Misko Antisin will von seinem Team zwei Dinge sehen: «Wir brauchen unbedingt mehr Schüsse. Wenn es nicht läuft, muss man soviele Pucks wie möglich aufs Tor bringen.» Das aber tun seine Spieler erstaunlicherweise auch nach 43 Runden der Qualifikation noch nicht. Und das andere, das Antisin stört: «Ich sehe zu wenig blaue Flecken.» Zwar hat sein Team am Dienstag beim 1:4 gegen Olten versucht, das Tempo mitzugehen. Aber die Checks, die die Gegner nachhaltig aufgehalten hätten, die fehlten.

So war es hauptsächlich die Aufgabe von Goalie Justin Gianola, die Oltener Angriffe zu stoppen. Er machte dies hervorragend und wehrte 93 Prozent der Schüsse ab – eine Quote, die einem Kellerteam wie dem EHCW normalerweise einen Sieg ermöglicht. Also ist davon auszugehen, dass Gianola nach dieer starken Leistung in Langenthal eine weitere Chance erhält.

Messerli und Steiner

Trotzdem will der EHCW auf der Goalieposition im Hinblick auf die wichtigsten Spiele der Saison auf Nummer sicher gehen. Deshalb wurde der 20-jährige Joel Messerli vom EHC Bülach mit einer B-Lizenz ausgestattet. Er kommt aus der Nachwuchsabteilung Klotens und hat mit Bülach diese Saison 21 Spiele in der Qualifikation der Mysports League absolviert und die drei im Playoff-Viertelfinal gegen Martigny, der am Dienstag zu Ende gegangen ist.

Aus Bülach ist ausserdem, ebenfalls mit B-Lizenz, der 21-jährige Stürmer Oliver Steiner zum EHCW gestossen. Die Statistiken weisen ihn nicht als begnadeten Skorer aus – solche Spieler sind nicht zu haben. Aber der Center, der letzte Saison für Kloten sechs Mal in der Swiss League gespielt hat, weiss seinen Körper einzusetzen.

Erstellt: 14.02.2020, 18:39 Uhr

Swiss League

SC Langenthal - EHCW. Samstag, 16.45 Uhr.

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