Eishockey

EHCW macht einen ordentlichen Eindruck

Der EHC Winterthur hat die Phase der Testspiele mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Was das Wert ist, wird man beim Saisonstart am Samstag in Weinfelden sehen.

Ruppige Gangart: Der EHCW-Kanadier Anthony Nigro wird unfair attackiert.

Ruppige Gangart: Der EHCW-Kanadier Anthony Nigro wird unfair attackiert. Bild: Urs Kindhauser

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Nach vorher zwei Niederlagen hintereinander hat der EHCW die Phase der Testspiele am Freitag mit einem 3:1-Erfolg beim EHC Lustenau beendet, einem Team der zweitklassigen Alps Hockey League. Die von Christian Weber betreuten Vorarlberger hatten das Spiel zuvor gegen Langenthal erst in der Verlängerung 2:3 verloren.

Training in den Knochen

Daraus lässt sich allerdings kaum schliessen, dass sich die Winterthurer in der am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Thurgau beginnenden Qualifikation der Swiss League auf Augenhöhe mit den Oberaargauern befinden werden. Überhaupt lieferte der Match in Lustenau nicht viele Aufschlüsse. «Immerhin lässt sich sagen, dass die Mannschaft einen Weg zum Sieg gefunden hat», urteilte EHCW-Trainer Michel Zeiter. Zweimal Kevin Bozon und Anthony Staiger erzielten die Tore, dank denen man sagen kann: Es war ein ordentlicher Eindruck, den der EHCW hinterliess.

Weil es in dieser sehr ruppigen Partie aber zahlreiche Strafen gab, konnte kaum getestet werden, wie man es in einer Hauptprobe eigentlich tun will: «Es fehlte der Rhythmus», so Zeiter. Hinzu kam: Beide Teams hatten in den Wochen zuvor hart trainiert, so dass die Spritzigkeit noch etwas fehlte. Tempo und schnelles Umschalten ist aber gerade beim EHCW ein prägendes Element. Das war erst in Ansätzen zu sehen.

Die Winterthurer waren mit der Equipe nach Lustenau gereist, mit der sie die Saison in Weinfelden wohl beginnen werden. Das heisst ohne den Block mit Elite-Junioren, die bis dahin stets zum Einsatz gekommen waren. Zeiter haben sie aber soweit überzeugt, dass er sagen kann: «Ich kann ohne Bedenken auf sie zurückgreifen, wenn es aufgrund von Ausfällen nötig wird.»

Martikainen im Test

Getestet wurde dagegen Ron Martikainen, ein 20-jähriger Flügel, der letzte Saison bei den Elite-A-Junioren Fribourg-Gottérons in 48 Spielen 70 Punkte erzielt hatte und bei Rapperswil-Jona unter Vertrag steht. Dass es noch Platz für einen Stürmer im Kader habe, hat der EHCW letzte Woche kommuniziert. Es sieht danach aus, als würde er von Martikainen ausgefüllt.

Zeiter probierte in Lustenau verschiedene Linienzusammstellungen aus, um während der Saison flexibel zu sein. Beispielsweise nahm er im letzten Drittel den Kanadier Anthony Nigro und den Amerikaner Tanner Sorenson auseinander. Zu den ersten Auftritten der beiden Ausländer ist zu sagen: Sie sind stärker als letzte Saison Marek Zagrapan und Mario Lamoureux. Den Nachweis, für die entscheidenden Tore gut genug zu sein, müssen sie aber noch erbringen: Dann, wenn es ernst gilt.

Dank dem Erfolg in Lustenau kann der EHCW die Saison guten Mutes beginnen: Nebst Lustenau hat er in der Vorbereitung auch Feldkirch, Bülach und die EVZ Academy geschlagen. Dem stehen Niederlagen gegen Kloten, Feldkirch im zweiten Match und Bregenzerwald gegenüber.

(Der Landbote)

Erstellt: 09.09.2018, 19:34 Uhr

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