FCW-Trainer Ralf Loose

«Fakt ist: Wir schossen zu wenige Tore»

Ralf Loose steht vor seinem vierten Halbjahr auf der FCW-Bank – und redet so zurückhaltend wie fast immer.

FCW-Trainer Ralf Loose freut sich über die Rückkehr von Remo Arnold und Roberto Alves.

FCW-Trainer Ralf Loose freut sich über die Rückkehr von Remo Arnold und Roberto Alves. Bild: Madeleine Schoder

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Ralf Loose, wenn sie die Vorrunde nachhaltig analysieren, die Phase mit acht Spielen ohne Niederlage und mit nur vier Gegentoren oder die Endphase mit drei Niederlagen in vier Spielen – welches ist für Sie der «richtige» FCW?

Genau weil es so ist, mit diesen verschiedenen Phasen, können wir nicht sagen, welches der «richtige» FCW ist – er verändert sich ständig. Und es ist ja auch jetzt wieder so, Sead Hajrovic verlässt uns. Neben älteren Spielern mit engeren Verbindungen zum FCW gibt es auch jene, für die er ein Sprungbrett sein soll. Dass nun Hajrovic geht ist kurzfristig sicher ein Verlust für die Mannschaft, aber auch eine Chance für jene, die nachrücken. Jetzt ist auch Mario Bühler noch nicht ganz fit ist, also spielt mit Julian Roth ein Junger. Und wahrscheinlich spielt auch Valon Hamdiu. Er hat sich das mal verdient – an ihnen ist es, Chancen wie diese zu nutzen. Oder anders gesagt: Hajrovic ist weg, jetzt müssen sich halt Junge durchbeissen.

«Wir wollen uns möglichst schnell zurechtfinden – anfangs sehr wohl auch mit dem Blick nach unten. Wir sind gut beraten, uns voll auf uns zu konzentrieren – Spiel für Spiel.» FCW-Trainer Ralf Loose

Aber wie urteilen Sie denn über den Einbruch der letzten vier Runden, das Abrutschen von der Höhe des 3. Platzes gar in die zweite Tagellenhälfte?

Fest steht mal eines: Wir haben zu wenige Tore geschossen. Beispielsweise keines von einem Innenverteidiger nach einer Standardsituation, auch die Offensivspieler schossen eigentlich zu wenige, Davide Callà und Luca Radice nur je eines, Nuno Da Silva zwei. Eine schlüssige Erklärung fürs Nachlassen habe ich eigentlich nicht. Aber klar ist: Es ist in dieser Liga nun mal so, dass alles eng ist. Zuerst geht es um Kampf, um taktische Ordnung – eben die Basics. Und wir haben manchmal auch zu wenig mutig, zu verwaltend gespielt.

Was versprechen Sie sich von ihren beiden Neuen, die so neu ja gar nicht mehr sind? Über ihre Rückkehr freue ich mich natürlich. Beide sind gute Charaktere und wissen, wie wir spielen. Das erste Ziel ist jetzt, beide wieder auf ihr altes Niveau bringen – dorthin, wo sie waren, als sie uns verliessen. Arnold ist im Herbst ja längere Zeit ausgefallen, Roberto hat immerhin immer trainiert …

Was ist ihre konkrete Zielsetzung für dieses Frühjahr?

Keine Wunderdinge. Es soll wieder so sein wie immer, seit ich in Winterthur bin: Wir wollen uns möglichst schnell zurechtfinden – anfangs sehr wohl auch mit dem Blick nach unten. Wir sind gut beraten, uns voll auf uns zu konzentrieren – Spiel für Spiel. Und dann haben wir ja noch unsere zweite Chance im Cup.

Das unkomplizierteste im Winter war wohl ihre zweite Vertragsverlängerung …

Es ist einfach wichtig, dass man weiss, wo man ist und die Zusammenarbeit mit den andern Verantwortungsträgern gut ist. Dass die Zuschauer kommen, wie sie bei uns kommen, dass man sich also wohlfühlt im ganzen Verein.

Mehr zum Rückrundenstart in der Challenge League:

FCW: Als erstes den Einbruch korrigieren

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Erstellt: 24.01.2020, 19:14 Uhr

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