Winterthur

Die nächste Entscheidung im ewigen Duell

Am Cup-Halbfinal heute Samstag in Olten nimmt Pfadi den nächsten Anlauf, die Kadetten Schaffhausen hinter sich zu lassen.

Anlauf auf den ersten Titel für Pfadi seit dem Cupsieg 2010 nehmen Marvin Lier und seine Teamkollegen dieses Wochenende im Schweizer Cup am Final-Four-Turnier in Olten. Der grösste Konkurrent sind die Kadetten Schaffhausen, der Halbfinalgegner von heute Samstag.

Anlauf auf den ersten Titel für Pfadi seit dem Cupsieg 2010 nehmen Marvin Lier und seine Teamkollegen dieses Wochenende im Schweizer Cup am Final-Four-Turnier in Olten. Der grösste Konkurrent sind die Kadetten Schaffhausen, der Halbfinalgegner von heute Samstag. Bild: Heinz Diener

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Vor einem Jahr in Sursee endeten Pfadis Träume. Im Cupfinal setzte es gegen die Kadetten Schaff­hausen eine unmissverständliche 22:27-Niederlage ab, obschon die Winterthurer vor jenem Match den leicht besseren Eindruck hinterlassen und in jener Saison die Kadetten in drei von vier Fällen bezwungen hatten. Der Rivale aus dem Norden zog den Schwung im Mai 2014 gleich weiter und fer­tigte Pfadi im folgenden Playoff-Final 3:0 ab. Der Ausgang des Cups hatte direkte Folgen auf die Meisterschaft.

Die Serie seit 2004

Diesmal haben die Winterthurer die noch bessere Saison hinter sich. Sie schlossen die Finalrunde der Nationalliga A überlegen auf Rang 1 ab, 14 Punkte vor den drittplatzierten Schaffhauser. Aber: Von den fünf Saisonniederlagen bezogen sie deren drei gegen die Kadetten. In den letzten neun Begegnungen kassierte Pfadi acht Niederlagen.

Mehr noch: Seit dem 28. April 2004, seit ihrem 2:1-Sieg im Playoff-Halbfinal, haben die Winterthurer gegen die Kadetten jedes Spiel verloren, in dem direkt eine Entscheidung gefallen ist. In den Playoffs unterlagen sie in den Finals 2011 und 2014 sowie im Halbfinal 2013. Im Schweizer Cup prallten sie 2005 (im Final), 2011 (Halbfinal), 2012 (Viertelfinal), 2013 (Achtelfinal) und 2014 (Final) an den Kadetten ab. Auch im Supercup bezogen sie lauter Niederlagen (2005, 2006, 2011 und 2014). Es scheint also langsam an der Zeit zu sein, dass sich das Blatt wendet.

Chancen stehen 50:50

Reif dafür sind die Winterthurer sehr wohl. In der laufenden Saison fielen sie nie unter ein akzeptables Niveau. Sie mussten für ihre Siege praktisch nie am Limit spielen, hatten vor allem offensiv noch immer Potenzial nach oben. Sie schossen unter allen Mannschaften die meisten Tore und erhielten die wenigsten. Sie haben Torhüter Arunas Vaskevicius, der ihnen 2014 noch den Cupsieg und einen rechten Teil des Meister­titels gekostet hat. Sie sind eingespielter und, zumal im Rückraum, breiter besetzt als vor einem Jahr. Und sie sind noch hungriger. ­Vaskevicius und Assistenztrainer Petr Hrachovec ausgenommen, warten alle seit 2010 auf Pfadis Cupsieg über GC Amicitia Zürich, oder noch viel länger auf einen Schweizer Titel. Für einige Spieler wärs der erste.

Die Winterthurer fahren heute Mittag im Car zur Stadthalle Olten, wo der Match auf 15 Uhr an­gesetzt ist. Aus dem Playoff-Start vom Mittwoch vermeldet Trainer Adrian Brüngger «keine Nachwehen». Der Einzige, den es seit dem eindrücklichen 28:16-Heimsieg über St. Otmar St. Gallen erwischte, war Brüngger selbst: Im Training zog er sich eine Zerrung zu, «als ich eine Aktion vorzeigen wollte …»

Der Halbfinal ist offen, die Chan­cen stehen bei 50:50. «Es wird eine enge Angelegenheit», sagt Brüngger. «Auch die Tagesform entscheidet.» Dass die Kadetten dieses Frühjahr schwächelten und sieben von zehn Partien der Finalrunde verloren haben, spielt keine Rolle mehr. Dem Meister, Cupsieger und Supercupsieger von 2014 ist zuzutrauen, dass er im richtigen Moment ­wieder bereit ist. Die Qualität im ­Kader besitzen die Schaffhauser ­ohnehin. Sie ist durch die Rückkehr der zuvor dauerverletzten Peter Kukucka und Leszek Starczan sowie den Zuzug des unga­rischen Internationalen Gabor Csaszar noch höher geworden. Einen ersten Beweis lieferten sie vor drei Tagen zum Playoff-Start mit dem 29:24-Sieg in Thun ab.

«Wir haben alles gemacht»

Unter anderem die Videoaufnahmen aus jenem Playoff-Halbfinal gegen Wacker Thun dienten ­Pfadi zur unmittelbaren Vorbereitung auf den Cup-Halbfinal von heute Nachmittag. «Wir sind gut vorbereitet und seit dem Match gegen St. Otmar wieder im Rhythmus, wir sind bereit für Samstag. An dem wird es nicht scheitern. Es kann endlich losgehen», betont Adrian Brüngger. «Wir haben alles gemacht, was es braucht.»

(Landbote)

Erstellt: 08.05.2015, 23:01 Uhr

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