Volleyball

«Gut spielen, dann ist alles möglich»

Viele Abgänge, ein junges Team und mit dem Kubaner Gilman Angel Cao Herrera ein neuer Trainer: Trotz diverser Veränderungen gehen die NLB-Volleyballerinnen des VBC Aadorf mit viel Zuversicht in die neue Saison.

Gute Stimmung bei den Aadorferinnen (nach dem Turniersieg in Chur).

Gute Stimmung bei den Aadorferinnen (nach dem Turniersieg in Chur). Bild: Thomas Weissmann

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Nicht ohne Stolz darf der VBC Aadorf auf die letzten Jahre zurückblicken. Dreimal in vier Jahren erreichten die Aadorferinnen in der Qualifikation den ersten Platz in der NLB-Ostgruppe. In der letzten Saison erreichte das Team von Frieder Strohm zudem den Viertelfinal im Cup. Nur in den Playoffs wollte es nicht mehr so recht klappen. Das Saisonziel, ein Platz unter den Top 3, wurde mit dem sechsten Schlussrang verpasst.

Anfang des Jahres gab Headcoach Frieder Strohm seinen Rücktritt per Ende Saison bekannt. Mit den Abgängen der Schwestern Anja und Nina Lutz (beide zu VC Kanti Schaffhausen in die NLA), Mascha Widmer (Studium in Bern), Anja Licka und Michelle Egger (beide Auslandaufenthalt), Nadja Pantaleoni (Rücktritt) und Martina Hunziker (Damen 2) ging viel Substanz verloren.

Jung, auch erfolgreich?

Nun nimmt Aadorf die Saison 2017/18, die am Samstag mit einem Auswärtsspiel in Steinhausen beginnt (1. Heimspiel am 21. 10.), mit einem jungen Team in Angriff. Neu ist Alexandra Schaber, die in Schaffhausen bereits NLA-Luft schnupperte. Elena Hake, Janick Schaltegger und Eva Krieger hat der neue Headcoach Gilman Angel Cao Herrera von seinem bisherigen Verein VBC Unterland mitgebracht. Vom eigenen Nachwuchs soll sich Katarina Josipovic weiterentwickeln, zudem stiess auf den 1. September die Estländerin Merlin Hurt zum Team. Es ist definitiv eine junge Equipe. Rahel Oswald ist mit 30 Jahren die mit Abstand älteste Spielerin. Die meisten sind noch nicht einmal 20-jährig.

«Auf dem Papier ist ein Substanzverlust feststellbar», sagt VBC-Präsidentin Sonja Mathis. Sie ist trotzdem überzeugt, «dass wir gut aufgestellt sind». Auch der neue Trainer Herrera, der unter anderem als Profispieler bei Volley Amriswil und dem VBC Züri Unterland aktiv war und danach als Herrentrainer in der NLB und Damentrainer in der 1. Liga Erfolge verbuchen konnte, ist für die neue Saison zuversichtlich. «Ich will die letzte Saison nicht mit der neuen vergleichen», betont Herrera. «Es ist sicher eine grosse Herausforderung. Wir müssen hart arbeiten.»

Bei Prognosen sind sowohl die Präsidentin als auch der Trainer vorsichtig. «Die Playoffs wären fein», sagt Sonja Mathis. Für sie ist wichtig, dass die jungen Spielerinnen Fortschritte machen. Die Playouts wären keine Tragödie, «ein Abstieg hingegen schon».

Für Herrera ist die Devise klar. «Wenn wir gut spielen, ist alles möglich.» Schritt für Schritt nach vorne kommen, das Selbstvertrauen fördern, «dann gibt es nach oben keine Limiten.»

Emotionen und Leidenschaft

Gilman Angel Cao Herrera, kubanisch-argentinischer Doppelbürger, gilt als streng, aber charmant. Emotionen und Leidenschaft seien wichtig. «Wir trainieren hart, und mit jedem Training bekommen sie mehr Selbstvertrauen.» Präzision und Tempo fordert er von seinen Spielerinnen. «Vier bis fünf gute Varianten reichen, wenn sie mit hoher Präzision ausgeführt werden», ist der 45-jährige Glattfelder überzeugt. Schwächen macht er noch bei der Kraft aus. «Wir brauchen noch mehr Power.»

Dem Vernehmen nach ist die Stimmung sehr gut. Offenbar hat es Herrera bereits geschafft, die Spielerinnen mit seiner positiven, gewinnenden Art zu motivieren. Erste Früchte zeigten sich mit dem Sieg bei einem Vorbereitungsturnier in Chur. Offenbar herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf. Gesetzt ist die Pas­seuse Elis Albertini, auch Lara Hasler hat als Nachfolgerin von Nadja Pantaleoni den Platz auf der Libera-Position fast auf sicher. Sie wird allerdings praktisch direkt von einem Sprachaufenthalt aus Frankreich zum Saisonstart anreisen. Nummer 2 auf der Libera-Position ist die erst knapp 16-jährige Viviane Habegger, die in der Regel mit der 2. Mannschaft in der 1. Liga spielt.

Dass es bei einem so jungen Team Risiken gibt, ist man sich bewusst. Wenn zu viel Druck vorhanden sei, könne es gefährlich werden. «Ich hoffe, dass die Spielerinnen unbeschwert bleiben, auch wenn es einmal nicht so läuft», betont Sonja Mathis. Ansonsten freut sie sich darüber, dass im Nachwuchsbereich alles gut läuft und auch mit den Finanzen alles im Lot ist.

Dies ist hinsichtlich 2020 nicht ohne Bedeutung, weil dann die NLB von 16 auf 12 Teams reduziert wird und das Niveau dadurch automatisch steigen wird.

(Landbote)

Erstellt: 12.10.2017, 17:59 Uhr

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