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«Das ist schon mal sehr gut»

Zweieinhalb Jahre nach seiner Rückkehr auf das Feld gehört Manuel Manca zu den besten 16 Spielern der Schweiz. Und er will noch mehr erreichen.

Vitudurum-Spieler Manuel Manca vor dem Finalturnier der Schweizer Meisterschaft in Morges.
Vitudurum-Spieler Manuel Manca vor dem Finalturnier der Schweizer Meisterschaft in Morges.
Stefan Kleiser

«Im Moment könnte es nicht besser sein», sagt Manuel Manca. «Es läuft super im Sport, ich werde im Sommer heiraten und im Job ist auch alles gut.» Ende Januar wird der 28-Jährige in die Firma des Vaters wechseln, der sich selbstständig macht. «Es ist abgemacht, dass ich trainieren und internationale Turniere spielen kann. Und die fehlenden Stunden hole ich vor oder nach.» So kann Manca seine Ambitionen im Badminton verfolgen. Das Ziel: die Olympischen Spiele.

Vor elfeinhalb Jahren, da war es nicht gut. Die Abschlussprüfung in der Sanitärlehre sowie Differenzen mit dem damaligen Nationaltrainer. «Da wurde es mir zu viel», erinnert sich Manca. Der Junioren-Nationalspieler legte das Racket zur Seite und widmete sich stattdessen dem Skifahren. Der Tösstaler fuhr im Winter mit dem Auto bis zu 75 000 Kilometer durch Europa und schaffte es im Slopestyle bis in den Weltcup.

Lernen aus den Tiefen

«Ich hatte neun gute Jahre beim Skifahren», sagt Manuel Manca. Aber der Sport sei teuer und Sponsoren finden schwierig. «Und irgendwann wurde mir das Alter zum Verhängnis.» In der Weltspitze seien die Fahrer 18-, 19-jährig. «Ich wollte aber Vollgas geben.» Nun tut er das wieder im Badminton. Derzeit trainiert Manca neben dem 100-Prozent-Arbeitspensum fünfmal in der Woche, spielt für seinen Stammverein Vitudurum in der Nationalliga B und kämpft im Ausland um Punkte für die Weltrangliste.

Zwar ist die Position im World Ranking noch vierstellig. «Aber es kommt langsam», kommentiert er seine Leistungen vom Dezember am Italian International und am Turkey International, wo er jeweils in der ersten Runde der Qualifikation in drei Sätzen unterlag. «Wenn ich zurückblicke, was ich in den zweieinhalb Saisons, seit ich wieder Badminton spiele, schon erreicht habe, bin ich sehr zufrieden», sagt Manca. «Natürlich hatte ich Höhen und Tiefen. Aber die Tiefen sind dazu da, überwunden zu werden.»

Die letzte positive Meldung: Am 21. Januar erspielte sich Manca in Sion einen Platz am Finalturnier der Schweizer Meisterschaft. Somit gehört er zu den besten 16 Spielern des Landes. «Das ist schon mal sehr gut. Das nächste Ziel ist nun, noch eine Runde weiterzukommen.» Unter Druck setzen will er sich für das Finalturnier vom Wochenende in Morges aber nicht. «Alles Weitere ist ein Bonus.»

Spass haben – und ein Ziel

Das Rezept für das Vorwärtskommen ist der Ehrgeiz – und der Spass. «Er ist das A und O. Ohne Spass würde ich das alles nicht machen. Aber ich habe immer auch ein Ziel vor Augen.»

Und wie oft ist Manca diesen Winter auf den Ski gestanden? «Einmal, zwischen Weihnachten und Neujahr. Mit drei Kollegen, die mich damals dazu brachten. Wir sind auch Sprünge gefahren. Aber bei mir waren immer Hintergedanken: Ouh, wenn ich mich jetzt verletze, so kurz vor der Schweizer Meisterschaft!», schmunzelt Manuel Manca. «Ich bin nicht mehr gleich mutig.»

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