Winterthur

Dem BC Winterthur gelingt der grosse Coup

Den Winterthurer Basketballerinnen ist am Samstag in Genf eine Sensation geglückt: Sieg im Cupfinal über das favorisierte Fribourg.

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«Es ist wie im Traum. Unbeschreiblich», erklärte die noch sprachlose Cinzia Tomezzoli nach der Partie die Ereignisse. Die Winterthurer Nationalspielerin und ihre Teamkolleginnen hatten sich gerade für eine tolle Saison belohnt. In der Nationalliga A nur als Aussenseiterinnen gehandelt, erreichten sie die Finalrunde der besten fünf Teams. Im Schweizer Cup qualifizierten sie sich für das Endspiel. Und sie entschieden den Cupfinal am Samstag in Genf 61:59 für sich - gegen Elfic Fribourg, gegen das ein Erfolg unmöglich schien.

Dabei hatten die Winterthurerinnen zur Halbzeit noch deutlich zurückgelegen. Nervös gestartet, kam die Frauen aus dem BCW anfangs fast nicht zu Punkten. Der Cupfinal schien verloren, kaum hatte er begonnen. Nach fünf Minuten führten die favorisierten Fribourgerinnen 11:1, nach zehn Minuten 18:8, nach 15 Minuten 26:13. «Aber wir haben es verpasst, das Spiel im zweiten Viertel zu entscheiden», ärgerte sich Fribourg-Coach Romain Gaspoz nach der Partie. Und kritisierte die mangelnde Kampfbereitschaft seiner Spielerinnen.

Die Winterthurerinnen kamen in der zweiten Halbzeit immer näher an Elfic heran - bis sie kurz vor Ende des dritten Viertels und nach fünf Punkten von Miriam Baumann plötzlich 46:45 führten. Der Schlüssel zum Erfolg: Nach der langen Pause gelang es dem BCW, die Fribourger Offensive zu kontrollieren. «Wir hatten ein gutes Gespräch in der Kabine», verrät Cinzia Tomezzoli. Fribourg habe danach die einfachen Dinge unter dem Korb nicht mehr machen können, «und wir haben ihre Dreier-Würfe gut gestört».

Ein Sieg des gesamten Teams

Die Winterthurerinnen hatten nun auch Vorteile beim Rebound. Und Sarah Halejian, die ein ums andere Mal ihre Würfe versenkte. Am Ende hatte die Amerikanerin 24 Punkte in ihrer Statistik. Und wurde dennoch beinahe zur tragischen Figur. Denn eineinhalb Minuten vor der Sirene, bei 59:55-Vorsprung, beging sie ein Foul zu viel. Es war das fünfte, und der BCW musste in den letzten Spielzügen auf seine Topskorerin und Ballvorträgerin verzichten.

Prompt unterliefen den Winterthurerinnen noch zwei Ballverluste, und Fribourg glich aus. Auch in den verbleibenden letzten acht Sekunden des Spiels hatte der BCW den Ball nochmals verloren - alles schien zu entgleiten. Doch Cinzia Tomezzoli erkämpfte sich den Ball zurück. Und wurde anschliessend beim Wurfversuch regelwidrig gestoppt. Mit ihren zwei verwerteten Freiwürfen spielte sie ihr Team ins Glück. Und machte Winterthurer zu den ersten Deutschschweizer Cupsiegerinnen seit 2006. (landbote.ch)

Erstellt: 08.04.2017, 20:34 Uhr

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