Basketball

Der BCW schliesst die Saison auf Rang 2 ab

Fribourg hat auch das dritte Spiel des Playoff-Finals gewonnen und ist erneut Meister. Die Winterthurerinnen beenden die Saison zum ersten Mal auf dem 2. Rang.

Viel Publikum, aber der falsche Sieger: Tiffanie Zali punktet gegen Cinzia Tomezzoli.

Viel Publikum, aber der falsche Sieger: Tiffanie Zali punktet gegen Cinzia Tomezzoli. Bild: Stefan Kleiser

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Es lag eine Überraschung in der Luft. Die Winterthurerinnen waren im dritten Finalspiel um den Gewinn der Meisterschaft gegen das favorisierte Elfic Fribourg am Anfang durch sieben Gegenpunkte in 76 Sekunden 5:12 in Rückstand geraten und dem Gegner hinterhergerannt. Doch im zweiten Viertel übernahm der BCW die Führung – mit schnellem Transitionspiel und Durchbrüchen zum Korb oder Pässen nach aussen auf freie Distanzwerferinnen.

Auch nach dem Seitenwechsel lagen die Winterthurerinnen, durch zwei Niederlagen in den ersten beiden Begegnungen der Serie zum Gewinnen verdammt, zunächst vorn. Gleichzeitig war es die Phase, in der die BCW-Frauen das Spiel verloren. So liessen sie etwa in der 23. Minute bei 43:39 zwei Korbleger zum Ausbauen der Punktedifferenz ungenutzt. Schon etwas müde, mussten die Aussenseiterinnen nun öfter zu Regelwidrigkeiten greifen. Aus dem 51:47 wurde bis zum Ende des dritten Abschnittes ein 53:56.

Zwar blieb ein Sieg lange möglich. 90 Sekunden vor Schluss verkürzte Cinzia Tomezzoli auf 70:74. Doch ein Korb der jungen Innenspielerin Yeinny Dihigo Bravo und ein Ballverlust mit Fastbreak-Punkten von Noémie Mayombo entschied die Partie. «Wir haben nie nachgelassen», freute sich der neue Meistertrainer Jan Callewaert. «Solche Spiele gewinnst du mit Charakter. Und wir sind während der Saison zu einer Gruppe zusammengewachsen.»

Arbeiten an der Breite

Dagegen trauerte BCW-Headcoach Daniel Rasljic den verpassten Chancen nach. «Wir konnten nicht volltanken für den ganzen Match», ärgerte er sich. Wegen der Verletzung von Yéléna Luap und der Absenz von Mirjam Sohm hatte er keine Möglichkeit, den Spielerinnen Pausen zu verschaffen.

«Es war aber sicher eine gute Saison», bilanziert Clubpräsidentin Sandra Hofstetter. «Mit dem Cupsieg und der Teilnahme am Playoff-Final sind wir über die Erwartungen hinausgeschossen.» Auch Rasljic glaubt, mit dem zweiten Rang, der bisher besten Klassierung in der Clubgeschichte, sei das Maximum erreicht worden. «Eigentlich war es gar nicht möglich, dass wir in den Final kommen.» Mit einer oder zwei Spielerinnen mehr wäre jedoch der Meistertitel möglich gewesen, ist er überzeugt.

Gemäss dem aktuellen Stand der Planung sieht es gut aus, dass das Kader nächste Saison breiter besetzt ist. Mit seinen Leistungen hat der BCW schon jetzt etwas bewegt: Am Sonntag kamen 500 Zuschauer. Das ist Rekord.

BC Winterthur – Elfic Fribourg 73:82

(14:20, 22:16, 17:20, 20:26). – Neuhegi. – 500 Zuschauer. – SR Jeanmonod/Buttet. – Winterthur: Sakica (18), Tomezzoli (8), Bosnjak (12), Gilday (20), Jones (13); Rosset (2). – Fribourg: Giroud (19), Zali (13), Rol, Mayombo (14), Ostarello (32); Perriard, Dihigo Bravo (8), Tarakchian (18), Jacquot (4). – Bemerkungen: Winterthur ohne Sohm und Luap, Fribourg ohne Fora. Rol verletzt ausgeschieden (12.).

Playoff-Final (Best of 5), Stand: 0:3. – Elfic Fribourg Schweizer Meister. (landbote.ch)

Erstellt: 12.05.2019, 22:30 Uhr

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