Basketball

Der BCW steigt gut gerüstet ins erste Endspiel

Am Samstag kämpfen die Cupsiegerinnen aus Winterthur um den ersten Titel der Saison: Im Supercup gegen Fribourg.

LaBrittney Jones strebt mit dem BC Winterthur weitere Titel an.

LaBrittney Jones strebt mit dem BC Winterthur weitere Titel an. Bild: Stefan Kleiser

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Seine Augen leuchten. «Das Training gestern war unglaublich gut», berichtet Daniel Raslijic. Der Cheftrainer des BC Winterthur schwärmt von der Situation, die sich jeder Ausbildner wünscht. Das Kader ist nicht nur zahlenmässig kompletter, «wir haben jetzt ein Team mit Spielerinnen, die alle von sich aus bei uns sein wollen». Keine Verpflichtungen aus Not, keine Spielerinnen, die den BCW nur als Sprungbrett nach anderswo betrachten. «Das hatten wir noch nie.»

Dies sei ein guter Grundstein für den Start in die Saison, meint der Coach, der mit der Equipe aus der 2. Liga in die höchste Spielklasse aufgestiegen ist, mit ihr zweimal den Cupsieg errungen und sie im Frühling erstmals in den Playoff-Final geführt hat. «Unsere Basketballerinnen wollen zusammenspielen. Jetzt müssen wir nur noch bestimmen, wie wir spielen möchten und wie wir die Stärken jeder einzelnen Spielerin herausarbeiten.» Mitte August hat das Team die Saisonvorbereitung aufgenommen.

Mehr Optionen für den Coach

Bereits am Samstag, drei Wochen vor der ersten NLA-Partie, in der es um Punkte geht, spielen die Cupsiegerinnen um den ersten Titel in der Saison. Am Supercup in Yverdon messen sie sich mit Schweizer Meister Elfic Fribourg. «Ich erwarte einen grossen Kampf», sagt Rasljic. «Fribourg ist immer noch viel tiefer besetzt, aber wir kommen äher». Dann ergänzt er, EuroCup-Teilnehmer Elfic Fribourg habe sich verstärkt, noch immer die beste Fraktion an Schweizerinnen und sei «natürlich auch diese Saison das Team, das es zu schlagen gilt».

Aber weshalb sollte den Aussenseiterinnen nicht wie im Cupfinal im April erneut ein Erfolg über Fribourg gelingen? Der BCW ist breiter besetzt als letzte Saison. Yéléna Luap verpasste die Schlussphase wegen einer Fussverletzung und ist jetzt wieder dabei. Ymke Brouwer musste wegen fehlender Papiere nach dem Wechsel von GC ein halbes Jahr pausieren, darf jetzt aber endlich auflaufen. Beide bestritten im Juli für die Schweiz die U-18-EM.

Zwar wechselte Gabrijella Sakica zum Ligakonkurrenten Aarau. Dafür kam die Amerikanerin Kolby Morgen, zuletzt im NLA-Team Riva Basket. «Kolby ist eine dynamische Spielerin, die die Stärken des Teams noch besser in Szene setzen kann», meint der Coach. Zudem erlauben die Reglemente neu den Einsatz von drei statt wie bisher zwei Ausländerinnen. Den Platz neben Kolby und LaBrittney Jones teilen sich Helena Linder sowie die neu beim BCW lizenzierten Pia Jurhar und Maria Siafa.

Mehr Angriffe kreieren

Er glaube, sagt Rasljic, dass er eher eine verteidigungsorientierte Equipe haben werde. Daraus ergäben sich Möglichkeiten für alle Spielerinnen, «und wir können mehr Angriffe generieren». Das schnelle Überbrücken des Feldes nach Ballgewinn in der Defensive wünschte sich der Trainer zwar schon immer. «Aber jetzt ist es erstmals so, dass wir das ernsthaft verfolgen können. In der letzten Saison hatten wir meistens nur fünf bis sechs Spielerinnen mit NLA-Niveau zur Verfügung.» Nun sind es zwei mehr.

Erstellt: 11.09.2019, 15:33 Uhr

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Auch die Gejagten

«Wir wollen angreifen, das ist kein Geheimnis», sagt BCW-Trainer Daniel Rasljic angesichts der Tatsache, dass seine Rotation auf die neue Saison hin um zwei Spielerinnen gewachsen ist. «Aber wir sind jetzt auch die Gejagten.» So erfolgreich wie die Winterthurerinnen wären auch andere Teams gerne, allen voran Playoff-Halbfinalist Troistorrents und Aufsteiger Aarau. Aber auch die jungen Genferinnen, die im Frühjahr im Playoff-Halbfinal am BCW scheiterten, sind Anwärterinnen auf einen Spitzenplatz. Die NLA ist ausgeglichener als letzte Saison. Die Equipen bestreiten eine Doppelrunde. Danach wird das Feld für eine Zwischenrunde in zwei Hälften geteilt, bevor acht der neun Teams den Meister ausspielen.

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