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Der HCR schafft das Break nicht

Der HC Rychenberg verlor das erste Spiel der Halbfinalserie gegen GC 5:9. Den Ausschlag gaben vier Gegentore zwischen der 52. und 57. Minute.

Die Effizienz des HCR?(vorne Lukas Grunder) stimmte in der Zürcher Sporthalle Hardau gegen GC nicht.
Die Effizienz des HCR?(vorne Lukas Grunder) stimmte in der Zürcher Sporthalle Hardau gegen GC nicht.
Heinz Diener

Es war das erwartet ausgeglichene Spiel. Mal besassen die Winterthurer Vorteile, mal die Stadtzürcher. Die beste Aussichten, sich das Break zu holen, besass der HCR in der ersten Hälfte des Mitteldrittels, als er zwar ein 1:2 in ein 3:2 umwandelte, aber weit mehr Profit aus seinem klaren Übergewicht an Möglichkeiten hätte erzielen können, ja müssen. In den letzten acht Minuten des Schlussdrittels konnte GC das Spiel mit vier schnell aufeinander folgenden Torenentscheiden.

Ein zu geringer Lohn

Begonnen hatte die Partie so, wie Startpartien einer Serie zumeist beginnen. Beide Teams versuchten möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und sich erst in die Serie einzuleben und ein gutes Gefühl zu holen. Erstaunlicherweise gab es dennoch ein paar Chancen und drei Tore zu bestauen. Mit dem besseren Ende für GC, das 17 Sekunden vor der ersten Pause auf 2:1 erhöhte. Allerdings war viel Pech der Winterthurer dabei, denn das Tor war ein Eigentor Michal Podhráskýs, von dessen Fuss ein scharfer Pass ins Tor prallte.

Der HCR reagierte und bekam das Spiel im Mitteldrittel unter Kontrolle. Felix Buff sorgte in der 24. Minute mit seinem Ablenker für den verdienten Ausgleich. Die Winterthurer setzten nach und brachten den Gegner gehörig in die Bredouille. Doch Michel Schwerzmanns 3:2 in der 28. Minute war viel zu wenig Ertrag aus der Überlegenheit. «Wir hatten zehn Schüsse aus sehr guten Positionen auf dem Tor», sprach HCR-Trainer Rolf Kern das Manko aus, «zwei Tore waren da einfach zu wenig, was herausschaute.» Dies lag nicht nur an Nationalgoalie Pascal Meier, sondern auch an der fehlenden Effizienz.

Umso ärgerlicher war, dass Alain Kaiser in der 33. Minute aus heiterem Himmel den Ausgleich für den Gastgeber erzielte. Dies in einer Phase, in welcher der HCR einer Vorentscheidung nahe stand. Dass Mikko Hautaniemi den HCR kurz vor der zweiten Pause wieder in Führung brachte, war ein schwacher Trost.

Erst recht, da Joël Rüegger kurz nach Wiederbeginn neuerlich ausglich. In der Folge wurde das Geschehen hektischer und beide Teams suchten mit nunmehr zwei Linien die Entscheidung. Auf beiden Seiten retteten die Torhüter Patrick Eder und Meier mehrmals in ärgster Not und konnten sich mehrmals mit «Big saves» auszeichnen.

Die späte Entscheidung

Wer die Tore nicht schiesst, braucht sich über Schaden nicht zu beklagen. GC schaffte zwischen der 52. und 57. Minute die Entscheidung, als es mit vier schnellen Toren auf 8:4 davon zogen. So eindeutig wie das Resultat kippte, war es dann allerdings doch nicht. Geradezu symptomatisch für die fehlende Winterthurer Effizienz war, dass Benjamin Borth den Ball unmittelbar nach dem 4:5 nur noch ins leere Tor hätte schieben müssen, er schob in stattdessen daneben.

«Unsere ersten vierzig Minuten waren gut», fand Kern. «Nach dem 4:6 reagierten wir jedoch ganz und gar nicht clever.» Sein Team verlor die Abgeklärtheit und verhinderte so gleich selbst eine Aufholjagd. Noch wären da sechs Minuten Zeit gewesen, um den Turnaround zu schaffen. Frei nach Kern bedeutet die Niederlage letztlich allerdings nur eines: Der HCR benötigt noch immer vier Siege.

René Bachmann

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