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Der kleine Finaltraum ist geplatzt

Auch im dritten Spiel der Halbfinalserie gegen Dietlikon fehlte den Red Ants die Genauigkeit im Abschluss, um eine Siegchance zu haben. Viel Einsatz reichte nicht, um das Saisonende zu vermeiden. Die Partie ging 2:6 verloren.

Bis zum Schluss des dritten Halbfinalsspiels gegen Dietlikon glaubte Andrea Kern (rechts) an die letzte Chance der Red Ants.
Bis zum Schluss des dritten Halbfinalsspiels gegen Dietlikon glaubte Andrea Kern (rechts) an die letzte Chance der Red Ants.
Damian Keller

Schon in der 2. Minute passierte das, was den Red Ants in dieser Saison gegen Dietlikon meistens passierte – sie lagen in Rückstand. Besonders ärgerlich: Nach einer vergebenen hochkarätigen Chance zur frühen Führung nach 23 Sekunden wurde Dietlikon der Treffer mit einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung praktisch geschenkt. Und nachdem die Winterthurerinnen in einem erstaunlich ereignisarmen Startdrittel diverse Halbchancen nicht in Treffer umgesetzt hatten, folgte kurz vor der ersten Sirene­ mit dem 2:0 der nächste Schlag ins Genick.

Nicole Mattle verkürzte in der 23. Minute, als sie Nationaltorhüterin Monika Schmid zwischen den Beinen erwischte. Auch im Schlussdrittel hielt Mar­grit Scheidegger mit dem 3:2 die Hoffnung weiter am ­Leben. Ganz auf Augenhöhe mit dem Quali­fikationssieger schafften die Red Ants es aber nie. Und je mehr sie riskierten, desto grösser wurden gegen Ende die Räume für Dietlikon.

Mit drei Treffern in den letzten neun Minuten machte das Heimteam im Zürcher Exil den Sack zu, wobei die Red Ants in dieser ­Pha­se ohne Topskorerin Scheidegger auskommen mussten, die mit einer Zehnminutenstrafe ihre Saison schon etwas früher beendete als ihre Teamkolleginnen. «Dietlikon war fraglos effizienter als wir und auf diversen Posi­tionen besser besetzt. Dennoch hatte ich schon die Hoffnung, dass wir die Serie wenigstens nochmals nach Winterthur bringen können», sagte Andrea Kern.

Versöhnlicher Abschluss

Angesichts des Saisonverlaufs kön­nen die Red Ants nach drei ansprechenden Leistungen im Halbfinal mit erhobenem Haupt in die Sommerferien. Noch im Dezember hatte nichts darauf hingedeutet. Damals musste befürchtet werden, dass selbst die Viertelfinals eine zu hohe Hürde sein würden.

«Trotzdem möchte man natürlich im Halbfinal gewinnen, wenn man ihn schon erreicht hat. Doch wir verpassten es in allen Spielen, in Führung zu gehen», bilanzierte Kern. In Führung liegend, konnte sich Dietlikon auf seine starke Defensive konzentrieren und auf die Fehler des Gegners warten, die in regelmässigen Abständen kamen. «Als wir hinten lagen, mussten wir etwas machen und verbrauchten dabei zu viel Energie», gestand Kern.

Dass es dem Team an der ­Klasse fehlte, um ein bequem in Führung liegendes Dietlikon aus dem Konzept zu bringen, zeigte sich exemplarisch beim letzten Anlauf mit einer sechsten Feldspielerin – schon nach zwei Pässen war der Ball weg und wenige Sekunden danach im eigenen Tor.

Während für die Red Ants bereits die Planungen für die kommende Saison laufen, steigen die Zürcher Unterländerinnen am 22. April als Favorit in den Superfinal gegen Piranha Chur – auch wenn sie die Finalentscheidung in den letzten fünf Jahren gegen die Bündnerinnen immer verloren haben.

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