Unihockey

Der Steigerungslauf der Red Ants

Die Red Ants starten am Samstag gegen Skorpion Emmental in die Playoffs. Nach einer schwachen ersten Hälfte der Qualifikation scheint die Formkurve der Winterthurerinnen für die wichtigsten Spiele des Jahres zu stimmen.

Coach Felix Coray und Andrea Kern sind für die Playoffs bereit.

Coach Felix Coray und Andrea Kern sind für die Playoffs bereit. Bild: Damian Keller

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Dass der Start in die Saison harzig werden könnte, hatte Red-Ants-Coach Felix Coray schon im letzten Sommer bei seiner Verpflichtung geahnt. Erst müsse die physische Basis gelegt werden, die zuletzt vernachlässigt worden sei. Von Taktik müsse man erst noch lange nicht sprechen, sagte er damals. Und da in dieser Saison die Tabelle keine wirkliche Rolle spielte, da sich alle acht NLA-Teams automatisch für die Playoffs qualifizierten, war das gewiss ein sinnvoller Ansatz.

Schritt für Schritt

Die in Kauf genommenen spielerischen Schwächen in den ersten zwei Monaten der Meisterschaft führten aber sogar zum Absturz ans Tabellenende – ein noch nie da gewesener Fall in der Geschichte des stolzen Rekordmeisters. Eine Steigerung musste her. Und diese kam, Schritt für Schritt. Das Comeback von Weltmeisterin Andrea Kern trug einen Teil dazu bei. Dann auch die verletzte Schwedin Johanna Dahlin, die neu als Assistenztrainerin Inputs gab. Und letztlich kehrte im Dezember Nationalverteidigerin Tanja Bühler aus Schweden zurück.

Der Steigerungslauf gelang, die Leistungen des Teams wurden besser – 15 der insgesamt geholten 30 Punkte stammen aus den sieben Partien des letzten Drittels der Qualifikation. «Dass wir zuletzt mit Meister Piranha und den Wizards auch zwei der drei Topteams schlagen konnten, tat uns auch mental sehr gut», sagt Topskorerin Margrit Scheidegger. Letztlich wurde die Quali auf dem vierten Rang abgeschlossen. Punktgleich mit dem jetzigen Viertelfinalgegner Skorpion Emmental Zollbrück, das auch seine Probleme hatte und im Dezember den Cheftrainer entliess.

«Wir hinkten meinen Erwartungen lange hinterher und mussten uns bei der Gegnerschaft erst wieder Respekt erkämpfen. Gerne hätte ich auch gewissen Spielerinnen mehr Spielpraxis verschafft. Aber letztlich bin ich mit den geholten 30 Punkten zufrieden», bilanziert Coray.

Heimrecht als Vorteil?

Die Formkurve scheint zu stimmen, dennoch wird die Best-of-5-Serie gegen Skorpion Emmental wohl eine extrem enge Angelegenheit. In der Liga verloren die Red Ants im Oktober in Oberseen 3:4, gewannen im November auswärts im Cup 2:1 nach Verlängerung, um eine Woche später in der Liga wieder 3:4 nach Penaltys zu verlieren. Auch die dritte Begegnung in der Meisterschaft im Februar in Winterthur ging mit 5:4 nach Verlängerung an die Bernerinnen.

Schwierig, bei diesen Resultaten von einem Heimvorteil in den Playoffs zu sprechen. «Ich spiele trotzdem lieber zu Hause», freut sich Scheidegger auf die Serie, die am Samstag in Oberseen beginnt. «Wir müssen den Fokus finden», fordert Coray derweil im Wissen darum, was sein Team leisten kann. An der physischen Verfassung sollte es nicht scheitern, daran wurde letztes Jahr intensiv gearbeitet.

Wenn jetzt die Chancen noch besser genützt werden – anders etwa als bei der letzten und völlig unnötigen Niederlage gegen Skorpion Emmental – könnte der zweimal in Folge verpasste Vorstoss in die Halbfinals wieder gelingen. Dort würde Qualifikationssieger Dietlikon warten, das einzige Team, das die Red Ants diese Saison noch nie zu schlagen vermochten. «Daran jetzt schon zu denken, bringt überhaupt nichts», winkt Margrit Scheidegger ab und demonstriert damit den Fokus, der von Coray verlangt wird. ()

Erstellt: 09.03.2017, 23:48 Uhr

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