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Meisterinnen scheitern im Halbfinal

Die Schweizer Meisterinnen aus Winterthur sind entthront: Zu Hause verloren sie das dritte Playoff-Halbfinal-Spiel gegen Horgen 11:12 und damit die Serie 1:2.

Fiona Schurter wirft gegen Horgen drei Tore, verliert mit dem SC Winterthur aber das entscheidende Halbfinalspiel.
Fiona Schurter wirft gegen Horgen drei Tore, verliert mit dem SC Winterthur aber das entscheidende Halbfinalspiel.
Stefan Kleiser

Das Blatt hätte sich fast noch gewendet. Doch der weite Wurf von Linn Buob von der Mittellinie traf in der letzten Sekunde nur die Latte. Den Winterthurer Wasserballerinnen, die neun Sekunden vor Ende den Anschlusstreffer erzielt hatten, blieb so der unverhoffte Ausgleich verwehrt, das Spiel ging 11:12 verloren.

«Ich bin der Meinung, dass wir hätten gewinnen können», meinte Trainerin Nadia Canonica enttäuscht. Die Horgnerinnen haben den Sieg aber nicht gestohlen. Mit Carina Carballo hatten sie die dominierende Spielerin im Wasser. Die mexikanisch-schweizerische Doppelbürgerin, erst seit wenigen Wochen spielberechtigt, führte bei Horgen Regie und warf drei Tore. «Wir haben zwischendurch gut gespielt, aber zu viele Fehler begangen», analysierte Canonica.

Mit Ballverlusten und Fehlpässen im Spielaufbau erlaubte ihr Team dem Gegner zu viele gefährliche Konter. «Und wir haben unsere Überzahlspiele nicht genutzt.» Die fünf Zeitstrafen gegen Horgen blieben alle ungenützt – die Gegnerinnen aber erzielten bei vier Ausschlüssen drei Tore.

Die Chancen ausgelassen

Es gab trotzdem Momente, da hätte das Spiel, in dem die Gäste nach fünfeinhalb Minuten die Führung übernahmen und sie danach nicht mehr abgaben, kippen können. Etwa, als die Winterthurerinnen Ende des zweiten Viertels bei 5:6 eine Zeitstrafe nicht nutzten und Horgen einen Angriff später auf 5:7 stellte. Oder im dritten Viertel bei 8:9, als der SCW erneut in Überzahl nicht traf und Horgen wenige Sekunden später im schnellen Gegenstoss das 8:10 erzielte.

So bleibt den Winterthurerinnen nur der Trost, dem Gegner einen tollen Kampf geliefert zu haben – und dass die Saison nach dem Cupsieg von Anfang Monat ja nicht titellos endet. Zum Abschluss der Meisterschaft wird der SCW noch das Platzierungsspiel gegen Thun um Rang 3 bestreiten.

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