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Mit drittem Auswärtssieg in den Halbfinal

Der HC Rychenberg setzt sich auch im dritten Auswärtsspiel des Playoff-Viertelfinals gegen Langnau durch, diesmal 7:6, und gewinnt die Serie 4:1. Im Halbfinal trifft er auf Titelverteidiger Wiler-Ersigen.

Der HC Rychenberg entscheidet die Viertelfinalserie gegen Langnau 4:1 für sich.
Der HC Rychenberg entscheidet die Viertelfinalserie gegen Langnau 4:1 für sich.
Enzo Lopardo

Vor einem Jahr war der HC Rychenberg als klarer Favorit in den Playoff-Viertelfinal gegen Langnau gestiegen, verlor diesen aber ohne viel Esprit 1:4. Dieses Mal waren die Vorzeichen anders. Die Emmentaler hatten eine überraschend starke und stabile Qualifikation gespielt, während sich der HCR beschwerlich durch den Grunddurchgang kämpfte und diesen nur als Sechster beendete. Doch anders als im Vorjahr fanden diesmal die Winterthurer den Playoffgang und schalteten Langnau ihrerseits mit 4:1 Siegen aus. Den abschliessenden 7:6-Erfolg in Biglen sicherte Fredrik Holtz in der 54. und 58. Minute mit seinen Treffern zum 5:4 und 7:4.

Kontrolliert zum 4:0

Wie bereits bei den drei zuvor gewonnenen Partien erwischte der HCR den besseren Start. Langnau liess sich zwar erwartungsgemäss nicht mehr so überfahren wie in der Eulachhalle, auch weil es eine Spur weiter zurück staffelte. Doch insgesamt kontrollierte der HCR das sehr taktisch geprägte Geschehen mit viel Geduld im Aufbau und aus seiner Verteidigung heraus sicher und liess in den ersten 20 Minuten keine nennenswerte Chancen zu. Das Team von Rolf Kern wurde zwar auch nur selten gefährlich, Rasmus Sundstedt und Lukas Grunder sorgten bei zwei Freistössen gleichwohl für eine nicht unverdiente 2:0-Führung.

Langnau verstärkte im Mitteldrittel seine Störarbeit und sorgte damit in den ersten Minuten für einige Unordnung in der Winterthurer Hintermannschaft. Die Probleme hielten bis zur 26. Minute an, und als Mikko Hautaniemi kurz darauf nach feinen Zuspielen von Fredrik Holtz und Nils Conrad auf 3:0 erhöhte, erlahmte der Emmentaler Eifer wieder. Der HCR war wieder Herr der Lage und schien mit Hautaniemis zweitem Tor in der 36. Minute auf gutem Weg zur Halbfinalqualifikation.

Ohne Nervenkrieg ging es nicht

Doch wie stets in dieser Serie bewiesen die Langnauer grosse Nehmerqualitäten. Mit dem Mute der Verzweiflung traten sie dem drohenden Schicksal entgegen und drückten den Ball noch vor der zweiten Pause mit mehr Wucht als Kalkül zweimal irgendwie über die Linie. Die Spannung war damit zurück, und für die Emmentaler kam es gar noch besser. Dem HCR entglitt im Schlussdrittel phasenweise die Kontrolle, es wurde ungeordneter und hektischer. Diese ihnen zusagende Entwicklung nutzten die Emmentaler bis zur 49. Minute zum Ausgleich. Und sie wollten mehr, versuchten sogleich nachzusetzen und die Partie endgültig zu kippen.

Doch die zuvor in der Offensive nur noch selten gesehenen Winterthurer bissen sich wieder ins Spiel hinein, fanden den Weg zurück in die Erfolgsspur und sorgten mit drei Treffern von Holtz (2) und Hautaniemi bis zur 58. Minute für die Entscheidung. Bloss eine Randnotiz war es, dass sie daraufhin in der Konzentration erheblich nachliessen und Langnau in der vorletzten Minute noch innert neun Sekunden wieder auf ein Tor herankommen liessen. Eine echte Ausgleichschance konnte sich das Heimteam im Abschiedsspiel ihres schwedischen Topstars Johan Samuelsson nicht mehr erarbeiten.

Mit dem dritten Auswärtssieg qualifizierte sich das Team von Rolf Kern für den Halbfinal gegen den Titelverteidiger und -anwärter Wiler-Ersigen. Über die ganze Serie betrachtet, kommt dem Vorstoss unter die letzten Vier das Prädikat «verdientermassen» zu. Der HCR erwies sich in der Summe als das defensiv stabilere und das offensiv effizientere Team. Vor allem gelang es ihm über weite Strecken besser als Langnau, den Gegner aus der nahen Gefahrenzone fernzuhalten. Damit verbunden war, dass auch Ruven Gruber das Torhüterduell gegen Jürg Siegenthaler für sich entschied. Weniger gut war hingegen, wie wenig souverän die Winterthurer die teils klaren Vorsprünge über die Zeit brachten.

Unihockey Tigers Langnau – HC Rychenberg Winterthur 6:7 (0:2, 2:2, 4:3)

Espace Arena, Biglen. - SR: Schüpbach/Studer. - 480 Zuschauer.

Tore: 6. Sundstedt (Schwerzmann) 0:1. 10. Grunder (Lutz) 0:2. 28. Hautaniemi (Conrad) 0:3. 36. (35:22) Hautaniemi (Ausschluss Gfeller) 0:4. 36. (35:51) Gfeller (Beer) 1:4. 38. Kropf 2:4. 46. Brechbühl (Johan Samuelsson) 3:4. 49. Langnegger (Stefan Siegenthaler) 4:4. 54. Holtz (Conrad) 4:5. 55. Hautaniemi (Conrad) 4:6. 58. Holtz (ins leere Tor) 4:7. 59. (58:18) Johan Samuelsson (Langnau ohne Torhüter) 5:7. 59. (58:27) Flühmann (Johan Samuelsson; Langnau ohne Torhüter) 6:7. - Strafen: 1x2 Minuten gegen Langnau (34. Gfeller), 1x2 Minuten gegen Rychenberg (19. Wöcke).

Langnau: Jürg Siegenthaler; Bärtschi, Stefan Siegenthaler; Schlegel, Beer; Mosimann, Langenegger; Brechbühl, Johan Samuelsson, Ruch; Flühmann, Gfeller, Glauser; Kropf, Aeschlimann, Steiner. - Rychenberg: Gruber; Conrad, Sundstedt; Gutknecht, Aeschimann; Huser; Hautaniemi, Wöcke, Holtz; Kern, Koskelainen, Schaub; Lutz, Grunder, Schwerzmann.

Bemerkungen: Rychenberg ohne Borth (auf Reisen), Baumer, Niiranen (verletzt), Studer (krank), Weder (abwesend), Haag und Schüpbach (Ersatz), dafür mit Aeschimann und Lutz (U21). Langnau ohne Anton Samuelsson (verletzt), Engel, Guggisberg, Strohl, Willi und Wüthrich (Ersatz). Rychenberg mit drei Linien (Doppeleinsätze Sundstedt), ab der 37. Minute mit zwei Linien. Langnau mit drei, ab der 30. Minute mit zwei Linien. 56:55 Time-out Langnau. Langnau ab 56:55 in Ballbesitz mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torhüters. Johan Samuelsson und Hautaniemi als beste Spieler ihrer Mannschaft ausgezeichnet.

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