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Trainerwechsel bei den Red Ants

Im letzten Sommer war die Rückkehr des ehemaligen Meistermachers Felix Coray zu den Red Ants das Trainer-Comeback des Jahres. Nach nur einer Saison geht Coray wieder und wird durch Lukas Eggli ersetzt.

Bei den Red Ants gibts Änderungen im Trainerstaff: Lukas Eggli (rechts) wird Cheftrainer und Remo Gaus Assistent.
Bei den Red Ants gibts Änderungen im Trainerstaff: Lukas Eggli (rechts) wird Cheftrainer und Remo Gaus Assistent.
Damian Keller

Die Red Ants nehmen die nächste Saison mit einem rundum erneuerten Trainerstaff in Angriff. ­Felix Coray kam schon im Verlauf der Saison zum Schluss, seine Vorstellungen in Winterthur nicht wie erhofft umsetzen zu können – so machte sich Sportchefin Irène Tschümperlin schon früh auf die Suche nach einem Nachfolger. Der fleissige und klubtreue Assistenztrainer Daniel Gafner übernimmt neu die U17-Juniorinnen, Torhütertrainerin Laura Tomatis muss aus beruflichen Gründen kürzertreten, und auch Physistrainer Marco Fonti wird nicht mehr dabei sein.

Dahlin bereitet Comeback vor

Als neuen Cheftrainer haben die Red Ants Lukas Eggli verpflichtet. Der 33-Jährige wirkte bisher ausschliesslich im Männerbereich und betreute in den letzten Jahren das 1.-Liga-Team und die U21-Junioren von Bülach Floorball. Der Familienvater gilt als Taktikfuchs, der auf intensive Trainings mit spielnahen Formen und hohem Tempo Wert legt. Mit Remo Gaus (Assistenztrainer) und René Sommer (Konditionstrainer) bringt Eggli auch gleich eigenes Personal mit.

Johanna Dahlin, die im Herbst aufgrund eines Kreuz­band­ris­ses hinter die Bande wech­selte, wird Assistenztrainerin bleiben, paral­lel dazu aber auch an ihrem Come­back arbeiten. Lässt es die Gesundheit zu, will die Schwedin gegen Ende des Jahres auf den Platz zurückkehren.

Felix Coray führte die Red Ants trotz eines miserablen Saisonstarts letztlich nach zwei Jahren Unterbruch wieder in die Playoff-Halbfinals. Dennoch verlief das Jahr nicht nach seinem ­Gusto. «Die Arbeit mit dem Staff bereitete mir viel Freude, die Rückkehr war kein Fehler. Aber mit dem schmalen Kader und grossen Leistungsunterschieden innerhalb des ­Teams musste ich zu viele Kompromisse eingehen. Gleichzeitig verloren einige Spielerinnen die Geduld», sagt ­Coray, der zum Schluss kam, unter diesen Voraussetzungen dem ­Team nichts mehr bringen zu können.

Einerseits wurde also das ­Team den hohen Ansprüchen des Coaches nicht gerecht, der in der letzten Blütezeit der Red Ants an der Bande stand, als ehrgeizige Spielerinnen die Liga dominierten. «Heute sind einige schon damit zufrieden, einem NLA-Team anzugehören. Das reicht nicht, um ein Dietlikon im Halbfinal selbstbewusst anzugreifen», urteilt er.

Andererseits kamen einige Spielerinnen mit der Art des Cheftrainers nicht zurecht. «Das kam auch früher vor, aber nach den Titelgewinnen kamen die gleichen Spielerinnen oft zu mir und sagten, dass der Weg richtig gewesen sei», erinnert sich ­Coray.

Hoffen auf Konstanz

Seine Zukunft ist noch offen. Es könnte aber gut sein, dass ­Coray dem Winterthurer Sport erhalten bleibt. Derzeit laufen Gespräche für ein Engagement als Betreuer beim EHC Winterthur. Zuerst ­einmal will er sich von der ener­gieraubenden Saison erholen. Seinen ehemaligen Schützlingen wünscht er alles Gute: «Ich hoffe, dass das Auf und Ab in dieser Saison mit der gewonnenen Viertelfinalserie gegen Skorpion Emmental das Team unter dem Strich weitergebracht hat.» Vor Coray waren schon Simon Brechbühler und Remo Manser nur kurze Zeit im Amt. Lukas Eggli ist zu wünschen, dass er die verloren gegangene Konstanz in die sportliche Führung zurück­bringt.

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