Faustball

Trotz Zwischentief ein solider Start

Mit einem erkämpften 3:0-Sieg gegen die erwartungsgemäss guten Chilenen hat die Schweizer Nationalmannschaft die WM auf der Schützenwiese begonnen.

Vor einer tollen Kulisse im WM-Stadion Schützenwiese gewinnen Raphael Schlattinger und seine Teamkollegen ihr Startspiel gegen Chile.

Vor einer tollen Kulisse im WM-Stadion Schützenwiese gewinnen Raphael Schlattinger und seine Teamkollegen ihr Startspiel gegen Chile. Bild: Fabio Baranzini

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Am späteren Sonntagnachmittag wich die Vorfreude der Schweizer Faustballer auf die Heim-WM endgültig der Tatsache, dass es jetzt ernst galt, dass nun die Leistungen stimmen mussten, um zum ersten Mal überhaupt einen WM-Titel erobern zu können.

Das erste der drei Gruppenspiele hatte es bereits in sich, die Aufgabe war nicht leicht. Am Tag des Startspiels hatte Nationaltrainer Oliver Lang von seinen Spielern volle Konzentration gefordert. «Die Chilenen sind sehr stark», betonte er an der Teamsitzung am Morgen. «Wenn es eine Mannschaft schaffen kann, die Top 4 zu knacken, dann traue ich das am ehesten Chile zu. Es braucht also eine konzentrierte Leistung von Anfang bis Ende, wenn wir dieses Auftaktspiel erfolgreich bestreiten wollen.»

Diese Worte nahmen sich das Team zu Herzen. Nach einem lockeren Training am Morgen verfolgten die Schweizer die ersten Partien auf dem Center Court; unter anderem das Duell der Gruppengegner USA und Brasilien, das die Südamerikaner souverän 3:0 gewannen. Nach der Eröffnungsfeier folgte der erste WM-Auftritt vor Heimpublikum.

Chile dreht auf

Die Schweizer begannen mit Raphael Schlattinger und Lukas Lässer im Angriff, Malik Müller und Martin Dünner in der Abwehr sowie Mario Kohler am Zuspiel. In dieser Konstellation konnten sie sich nach konzentriertem Start etwas absetzen. Der erste Satz ging 11:7 an die Schweiz, die im zweiten Durchgang schnell 4:0 in Führung gehen konnte. «Wir haben gut ins Spiel gefunden. Die Zuspiele haben gepasst und so konnten wir unsere Taktik gut umsetzen», befand Lässer.

Aber je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden die Chilenen. Den zweiten Satz konnte die Schweiz zwar noch 11:8 gewinnen, doch zu Beginn des dritten Satzes setzten die Chilenen zu einem Zwischensprint an. Gleich auf 5:0 zogen sie davon. «Wir waren in dieser Phase zu zaghaft und hatten in der Offensive nicht mehr die nötige Power, so dass ein Wechsel notwendig wurde», sagte Lässer.

Wechsel zeigen Wirkung

Für ihn kam WM-Debütant Jan Meier ins Spiel. Nach einem vermeidbaren Fehler beim ersten Schlag fand der Angreifer von Faustball Widnau ins Spiel und steuerte seinen Teil dazu bei, dass die Schweizer, die gegen Ende der Partie Müller durch David Berger ersetzten, den Satz auch dank einiger Asse von Schlattinger doch noch drehen konnten. 11:9 gewannen sie den dritten Durchgang und damit das Spiel 3:0.

«Wir wussten, dass Chile sehr stark spielen kann. Dass wir den 0:5-Rückstand noch drehen konnten, ist super. Vor allem hat es uns gefreut, dass die beiden Wechsel Wirkung gezeigt haben. Das spricht für unser Kader», betonte Co-Nationaltrainer Hanspeter Brigger.

Erleichtert zeigte sich nach dem Spiel auch Jan Meier. «Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so nervös wie in dem Moment, als ich aufs Spielfeld lief», so Meier. «Wir haben sicher noch Dinge, die wir verbessern können, aber wir sind froh über den guten Start.»

Heute Montag um 20.15 Uhr wartet mit dem Duell gegen die USA bereits das nächste Gruppenspiel auf die Schweizer.

Erstellt: 11.08.2019, 20:54 Uhr

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