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Olympische Winterspiele 2022 in Peking

Die Olympischen Winterspiele 2022 finden in Peking statt. Die chinesische Millionenmetropole erhält von den 85 stimmberechtigten IOC-Mitgliedern mehr Voten als der einzige Gegenkandidat Almaty (Kas).

Präsentierte das Ergebnis der Wahl zum Olympia-Austragungsort 2022: IOC-Präsident Thomas Bach
Präsentierte das Ergebnis der Wahl zum Olympia-Austragungsort 2022: IOC-Präsident Thomas Bach
Keystone

Peking bekam den Zuschlag im Rahmen der 128. IOC-Session in Kuala Lumpur mit einer knappen Mehrheit (44:40 Stimmen bei einer Enthaltung). Der im Vorfeld zum Favorit erklärte Bewerber aus dem "Reich der Mitte" wird der dritte asiatische Olympia-Ausrichter in Folge (Winter 2018 in Pyeongchang, Sommer 2020 in Tokio). Die nicht primär mit Wintersport in Verbindung gebrachte Stadt wird damit zur ersten, die Sommer- und Winterspiele organisiert. 2008 hatten in Peking die Sommerspiele stattgefunden. Mit der Wahl von Peking vermied IOC das Risiko, den grössten Wintersportanlass an einen verhältnismässig unbekannten Ort zu vergeben. Almatys emotionale Bewerbung reichte nicht, das Gremium davon zu überzeugen, ein "Wagnis" einzugehen und die Spiele an einem Ort durchzuführen, an dem die Wettkampfstätten maximal 30 Kilometer vom Olympischen Dort entfernt sind. Vielleicht war auch die Befürchtung, Kasachstans Wirtschaft und damit auch die finanziellen Möglichkeiten des Organisationskomitees seien zu stark von der Ölwirtschaft abhängig, zu gross. Stattdessen setzte das IOC auf die Nüchternheit und Kompetenz der chinesischen Bewerbung. Peking hatte 2008 mit viel "Manpower" bewiesen, dass es einen Anlass dieser Grössenordnung organisieren kann. Stand heute sind für die Organisation der Olympischen Spiele 2022 Gesamtkosten von rund drei Milliarden Dollar veranschlagt. Die alpinen und nordischen Wettbewerbe sowie jene im Eiskanal werden mindestens 90 km ausserhalb von Peking stattfinden. In der Stadt soll die für 2008 errichtete Infrastruktur umgenutzt werden. Peking hatte unter anderem damit Werbung gemacht, mit Olympischen Winterspielen rund 300 Millionen Menschen aus der Mittelklasse für den Schneesport begeistern zu wollen. Diesen gewaltigen Markt wird auch das IOC für seine Interessen nutzen können.

SDA

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