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Plötzlich ein Spielball im Doping-Kampf

Aus dem Toggenburg versorgte sie die ganze Sportwelt mit Urin-Fläschchen. Bis bekannt wurde, dass Moskau Andrea Berlingers Produkt schon vor Jahren geknackt hatte.

«Wo sind wir nur hineingeraten?», fragte sich Andrea Berlinger nach dem Auffliegen des russischen Staatsdopings. Foto: Doris Fanconi
«Wo sind wir nur hineingeraten?», fragte sich Andrea Berlinger nach dem Auffliegen des russischen Staatsdopings. Foto: Doris Fanconi

Andrea Berlinger muss keine Sekunde überlegen. Am 13. Mai 2016 endete ihr altes Leben als Unternehmerin. Das Datum hat sie bis heute präsent. Es beschäftigt die Patronin von rund 100 Mitarbeitern, die sie mit ihrem Mann und Co-Chef Daniel Schwyter führt, noch immer. Grund der Zäsur: Die «New York Times» berichtete damals, wie Russland an seinen olympischen Heimspielen 2014 in Sotschi systematisch manipulierte – und dabei auch die als unknackbar geltenden Fläschchen für Urin so zu öffnen und wieder zu verschliessen verstand, dass der Betrug lange geheim blieb.

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