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Der LTC steigt in die NLB auf

Das Männerteam des LTC Winterthur hat seine Mission erfüllt und spielt nach einem 6:3-Heimsieg gegen Courrendlinin der nächsten Saison in der NLB.

LTC-Captain Roman Vögeli (rechts, neben Henri Laaksonen und Grüze-Center-Leiter André Müller) schliesst die NLA nicht aus.
LTC-Captain Roman Vögeli (rechts, neben Henri Laaksonen und Grüze-Center-Leiter André Müller) schliesst die NLA nicht aus.
Roger Metzger

Mit dem siebenten Sieg im siebenten Spiel hat die NLC-Equipe den letzten Schritt getan, um dem Winterthurer Traditionsclub nach 16-jähriger Absenz wieder einen Platz in der zweithöchsten Landesliga zu sichern. Im entscheidenden Ausstich um einen der beiden freien Plätze in der NLB setzten sich die Winterthurer letztlich souverän gegen einen starken Gegner durch. Vier gewonnene Einzelpartien bildeten die solide Grundlage.

Dem Nachwuchstandem Gian Grünig und Nico Bärlocher war es dank einer formidablen Leistung im Doppel vergönnt, die Entscheidung herbeizuführen. Die beiden Youngster setzten sich in überzeugender Manier ausgerechnet gegen ihre zwei Kontrahenten aus den Einzelpartien durch, in denen beide noch den Kürzeren gezogen hatten. Zwei Minuten später sorgte das erste Doppel mit Adrian Sikora und Teamcaptain Roman Vögeli mit einem weiteren Sieg für eine Resultatverschönerung.

Männerteam in der NLA?

Nachdem vor Wochenfrist das zweite LTC-Team in die NLC aufgestiegen ist, verfügt der LTC im kommenden Jahr wieder über zwei Equipen in den nationalen Ligen im Aktivsektor. Zusammen mit dem in die NLC zurückgekehrten TC Wiesendangen und der Juniorinnen-Equipe Girls RV Zürich Tennis ist die Region mit vier Teams so stark wie lange nicht mehr in den nationalen Ligen der Aktiven verankert. Und die Vorzeichen stehen gut, dass diese Basis mittelfristig nicht nur konsolidiert, sondern zu einem weiteren Vormarsch genutzt werden kann.

Zumindest Teamcaptain Vögeli schielt mit einem Auge bereits in Richtung NLA. Das wäre ein Novum, Aktivteams in der Königsliga gab es in der Region Winterthur bislang nur bei den Frauen. Das aktuelle Team hat zweifellos das Zeug, um in der NLB zu bestehen.

Bereits machen aber auch Namen wie Henri Laaksonen oder Lorenzo Manta – als Verstärkung für die Doppelpartien – die Runde. Letzterer hatte die entscheidende Partie vor Ort mitverfolgt und das Team bei der kniffligen Frage der richtigen Aufstellung für die drei Doppelspiele beraten. Manta, der mit neun in Serie gewonnenen Doppelpartien noch immer den Davis-Cup-Rekord innehat, hält sich bedeckt: «Da müsste ich ja zumindest wieder regelmässig trainieren, um mithalten zu können», sagte der mittlerweile 43-jährige Ex-Profi.

LTC-Präsident Köbi Ehrensberger ist für solche Gedankenspiele grundsätzlich offen, macht aber eine seriöse Planung zur Bedingung. «Wir werden eine Projektgruppe ins Leben rufen, um die notwendigen Voraussetzungen und insbesondere das finanzielle Element zu prüfen», sagt er. Fest steht, dass ein Spitzenteam das Klubbudget nicht belasten soll und andere Finanzierungsoptionen gesucht werden müssen.

Gleichzeitig macht man sich im LTC Gedanken, auch bei den Frauen gewisse Anstrengungen zu unternehmen. André Müller, Leiter des Tenniscenters Grüze, der das unter Verbandsflaggelaufende NLC-Nachwuchsteam Girls RV Zürich Tennis betreut und ihm für die Interclub-Heimspiele Gastrecht bietet, möchte diese Equipe gerne in der regionalen Szene integrieren. Köbi Ehrensberger hat auch für solche Pläne ein offenes Ohr, macht aber einen Vorbehalt: «Wir müssen einfach einen Modus finden, unsere Plätze nicht mit Trainings von Nachwuchs- und Leistungsspielern zu strapazieren.»

Vier Aussenplätze in der Grüze

Die Tatsache, dass Müller im Grüzecenter vier Aussenplätze in Planung hat, die bereits in diesem Herbst fertiggestellt sein sollen, kommt dem LTC entgegen. Clubtrainer Roman Vögeli könnte so ein beträchtliches Pensum seiner Stunden auf Sandplätzen ausserhalb des LTC absolvieren. Dienlich sind auch diverse konkrete Bestrebungen, in Winterthur die Kapazität der Hallenplätze zu erhöhen. So bietet der Tennisclub Neftenbach bereits im kommenden Winter zusätzliche Spielgelegenheiten auf seinen clubeigenen, mit einem Ballon überdachten Plätzen. Daneben sind weitere Pläne für zusätzliche Hallenplätze im Raum Winterthur weit fortgeschritten.

Insgesamt wird die Region Winterthur im nächsten Jahr wieder mit acht Teams in einer nationalen Liga vertreten sein. Vier davon stammen aus dem LTC Winterthur, je eine aus den Aussenclubs Wiesendangen, Rolli Seuzach und Rickenbach. Dazu kommt das Juniorinnen-Team Girls RV Zürich Tennis.

Dank des Wiederaufstiegs der LTC-Seniorinnen verfügt die Region auch nach dem unglücklichen Abstieg der Rickenbacher Jungseniorinnen wieder über eine Equipe in der NLA. Damit nähert sich die Winterthurer Tennisszene wieder den Zahlen vergangener Zeiten an, als Nationalliga-Teams im zweistelligen Bereich an der Tagesordnung waren.

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