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Ein Turnier, wie auf Djokovic zugeschnitten

Am ATP-Finale in London ist der Serbe Novak Djokovic der grosse Favorit. Roger Federer kann einem Halbfinal-Duell mit ihm entgehen.

Die Weltnummer 1 wirkt keineswegs angeschlagen: Novak Djokovic überzeugt am ATP-Finale in London auch gegen Alexander Zverev.
Die Weltnummer 1 wirkt keineswegs angeschlagen: Novak Djokovic überzeugt am ATP-Finale in London auch gegen Alexander Zverev.
Alastair Grant, Keystone

Nach den kritischen Kommentaren des Ex-Spielers Julien Benneteau über Roger ­Federer wurde breit diskutiert, ob dieser von den Turnieren zu sehr bevorteilt werde. Nun gut, die Unterlage am ATP-Finale konnte er sich jedenfalls nicht aussuchen. Denn die wurde ­gemäss «Tennis TV» gegenüber 2017 deutlich verlangsamt. Was nicht Federer entgegenkommt, sondern Novak Djokovic.

Wer den Defensivkünstler hier ausspielen will, muss sehr viel Risiko eingehen. Wie Alexander Zverev im zweiten Gruppenspiel. Doch obschon dieser gegen den Serben im Startsatz 15:3 Winner schlug, verlor er ihn 4:6. Und danach war der begabte Youngster so entnervt, dass er nur noch ein Game gewann.

Djokovic ist der Mann, den es in London zu schlagen gilt. Umso mehr bei diesen Bedingungen. Auch wenn er momentan etwas hüstelt und sagte, er fühle sich nicht so gut. Was er indes gut kaschierte. Schon fünfmal hat er an der Themse triumphiert. 2017 fehlte er, nachdem er die Saison nach Wimbledon wegen des Ellbogens abgebrochen hatte. Von 2012 bis 2015 gewann er viermal – zweimal im Final gegen Federer.

Thiem könnte Federer helfen

Um nicht bereits im Halbfinal auf Djokovic zu treffen, müsste sich Federer wohl den Gruppensieg sichern. Wozu ein Sieg über ­Kevin Anderson nötig ist, aber vielleicht nicht reicht. Da sich Thiem und Nishikori bereits am Donnerstagnachmittag duellieren, wird der Schweizer genau wissen, was es braucht. Für ihn ideal wäre, wenn Thiem in zwei Sätzen gewinnt – dann brauchte er nur einen Satz für die Halbfinalqualifikation.

Thiem ist indes unberechenbar, veränderte für sein (wohl) letztes Saisonspiel die Bespannung: Neu spielt er mit Kunststoffsaiten längs und Darmsaiten quer (statt umgekehrt), um mehr Kontrolle zu haben. Die fehlte ihm gegen Federer in der Tat. Für ­diesen geht es gegen Anderson nicht nur ums Weiterkommen, es ist auch die Revanche für das schmerzliche Aus im Wimbledon-Viertelfinal.

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