Gewitter fegt Melbourner Luft sauber

Nach den Rauchwolken und der Hitze bringt ein Wolkenbruch Entspannung, aber verzögert die Qualifikation am Australian Open.

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Auch am zweiten Tag des Qualifikationsturniers sorgte in Melbourne die durch den Rauch der Buschbrände verschmutzte Luft für Diskussionen und Verzögerungen. Auch der Luftverkehr wurde beeinträchtigt: Über 50 Flüge mussten in der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria annulliert werden.

Weil die Verschmutzung am Morgen erneut sehr hoch war, wurde der Trainingsbetrieb im Melbourne Park erst um 11 Uhr frei gegeben und der Start der Partien um zwei Stunden auf 13 Uhr verschoben. Die Organisatoren von Tennis Australia waren von allen Seiten kritisiert worden, nachdem sie am Dienstag die Spieler bei gesundheitsgefährdenden Bedingungen auf die Courts geschickt hatten.

Weltuntergangsstimmung in Melbourne

Am frühen Nachmittag war es zwar mit 37 Grad drückend heiss, doch die Verschmutzung der Luft war auf unter 150 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter gesunken und damit in einen Bereich, der nur noch für Anfällige als ungesund gilt. Kurz darauf frischte der Wind auf, und kurz vor 17 Uhr entluden sich über Melbourne heftige Gewitter mit Hagel, die teilweise sintflutartige Regenfälle mit sich brachten und für Überschwemmungen sorgten. Die Feinstaubbelastung sank dadurch weiter, genau wie die Temperaturen, die auf die 20-Grad-Marke zurückgingen. In Melbourne herrschte Weltuntergangsstimmung.

Weil auch für den (kühlen) Donnerstag Regen erwartet wird und die Temperaturen in den nächsten Tagen nicht über 27 Grad klettern sollten, ist das Risiko weiterer Waldbrände um die Stadt deutlich gesunken. Am Australian Open, dessen Hauptturniere am Donnerstag ausgelost werden, dürfte der Fokus nun mehr und mehr auf das Sportliche gerichtet werden.

Auch Schweizer betroffen

Vom Gewitter betroffen war auch der Schweizer Henri Laaksonen. Er lag in seiner Erstrundenpartie der Qualifikation im Tiebreak des ersten Satzes gegen den Australier Rinky Hijikata 0:3 zurück, als die Partie unterbrochen werden musste.

Erstellt: 15.01.2020, 09:21 Uhr

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