Tennis

Mit der Lockerheit eines Profis

Vor fünf Jahren spielte er am Australian Open den Achtelfinal gegen Andy Murray. Nun gewinnt der Franzose Stéphane Robert das erste WinTennis Open.

Der Franzose Stéphane Robert, im Oktober 2016 die Nummer 50 der Weltrangliste, nutzte die freie Zeit und siegte in Winterthur.

Der Franzose Stéphane Robert, im Oktober 2016 die Nummer 50 der Weltrangliste, nutzte die freie Zeit und siegte in Winterthur. Bild: Enzo Lopardo

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«Nice move», rief der 39-jährige Stéphane Robert über den Platz, nachdem sein Finalgegner Raphael Baltensperger im zweiten Satz einem Passierball spektakulär ausgewichen war und der Ball im Out landete. Damit entlockte er nicht nur seinem Gegenüber und den Zuschauern ein Lächeln, sondern er demonstrierte zugleich auch die Lockerheit, mit der er durch dieses Turnier in Winterthur ging. Er gewann alle fünf Spiele in zwei Sätzen und musste nur einmal seinen Aufschlag abgeben. Den Final entschied er 6:3 7:5 für sich.

Seine Teilnahme am WinTennis Open war zuerst gar nicht geplant gewesen. Ursprünglich hätte er in der Westschweiz während der Saisonvorbereitung als Sparringpartner der ehemaligen Weltnummer 9 im Frauentennis, Vera Zvonareva, fungieren sollen. Sie hat sich jedoch verletzt, und so konnte er die Zeit nutzen, um für dieses Turnier nach Winterthur zu kommen.

Auch Raphael Baltensperger war bis zum Halbfinal kaum gefordert worden. Die Nummer 10 der Schweiz gab in den ersten drei Spielen gerade mal fünf Games ab. Der Halbfinal gegen Mischa Lanz ging über drei Sätze, während Robert den anderen Halbfinal in nur einer Stunde gewann. Die kürzere Erholungszeit machte sich bei Baltensperger im Final bemerkbar. «Gegen den Schluss hin war ich schon sehr müde. Robert hat aber stark retourniert und war sehr solide, daher hat er den Sieg verdient», meinte der 21-Jährige über sich und den Auftritt seines Gegners.

Erfolgreiche Premiere

Die Organisatoren werten die erste Austragung des WinTennis Open als Erfolg. «Organisatorisch hat alles geklappt und wir haben ein sehr gutes Feedback von den Spielern bekommen», meinte Kathrin Ammann Grünig. Die Teilnehmer wurden in der Axa-Lounge in der Arena nebenan gratis verpflegt, «was die Spieler sehr schätzten».

Das Turnier soll nächstes Jahr wieder stattfinden. «Wir müssen uns noch überlegen, wie genau wir das WinTennis Open positionieren», meinte Ammann in Bezug auf Preisgeld und Anzahl Austragungen. Das Wichtigste sei jedoch, dass auch in den nächsten Jahren vor allem Junioren aus der Umgebung am Turnier teilnehmen können. Auf alle Fälle wird es auch 2020 einen Pflichttermin für die Winterthurer Tennisfans geben.

Erstellt: 02.12.2019, 17:49 Uhr

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