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Veltheim verliert trotz Überzahl

Nach dem 4:1-Sieg gegen Wiesendangen zum Auftakt der Zweitliga-Rückrunde, setzte es für den SC Veltheim eine 2:3-Heimniederlage gegen Brüttisellen-Dietlikon ab.

Nach Xeno Fresnedas verwandeltem Penalty zum 1:1-Ausgleich gelang Veltheim erst in der Nachspielzeit ein zweites Tor. Foto: Enzo Lopardo
Nach Xeno Fresnedas verwandeltem Penalty zum 1:1-Ausgleich gelang Veltheim erst in der Nachspielzeit ein zweites Tor. Foto: Enzo Lopardo

«Nach der hervorragenden Leistung im letzten Spiel, ist unser heutiger Auftritt besonders frustrierend», haderte Veltheim-Coach Richard Oswald mit der 2:3-Niederlage gegen Brüttisellen-Dietlikon. Sein Team hätte mit einem Sieg Abstand zu den Abstiegsrängen gewinnen können.

Nach einem Ballverlust im Zentrum entwischte der gegnerische Angreifer der Hintermannschaft und schob zur Führung ein, diedurch einen von Xeno Fresneda verwandelten Penalty noch egalisiert werden konnte. Trotz numerischer Überzahl (Gelb-Rote Karte gegen Brüttisellen-Dietlikon kurz vor der Pause) konnte Veltheim aber keine Akzente setzen. «Wir agierten nicht zwingend und zu kompliziert», so Oswald.

Durch einen Penalty fanden sich die Winterthurer nach gut einer Stunde neuerlich im Hintertreffen. Eine zweite Gelb-Rote Karte gegen die Gäste verhalf ebenfalls nicht zur Wende. Nach einem Eckball Veltheims konterte sich Brüttisellen-Dietlikon in der 89. Minute zum 3:1. Der Anschlusstreffer durch Emir Bituqi änderte auch nichts mehr an der Niederlage. «Ich bin enttäuscht von unserer Leistung, gerade was das Läuferische anbelangt», meinte Oswald. Auswärts in Greifensee gilt es dies nun wieder besser zu machen. (tst)

SC Veltheim - FC Brüttisellen-Dieltlikon 2:3 (1:1). – Tore: 11. 0:1. 22. Xeno Fresneda 1:1. 55. 1:2. 94. 1:3. 95. Bituqi 2:3. – SCV: Zingg; Buchmann, Sommerhalder, Huwiler; Xeno Fresneda, Kita (61. Celebi), Dauti, Huber; Cecco (75. Bituqi), Rutschmann (69. Jakupov), Michienzi.

Phönix nicht mehr Leader

Phönix Seen startete verspätet in die Rückrunde, weil die Auftaktpartie gegen Bassersdorf verschoben werden musste, und verlor zuhause 0:1 gegen Wallisellen. Die Offensivabteilung der Seemer rannte an und prallte immer wieder an der Hintermannschaft der Gäste ab. Stets war entweder ein Bein dazwischen oder Torhüter Patrick Appenzeller parierte hervorragend.

Der nun vom punktgleichen Basserdorf abgelöste Tabellenführer hatte zwar signifikant mehr Ballbesitz, wusste jedoch nichts Konkretes damit anzufangen. «Die zündende Idee im letzten Drittel des Spielfelds fehlte, der finale Pass kam nicht an den Mann», meinte Trainer Abramo D’Aversa. Sinnbildlich dafür war dann auch die Entstehung des Siegtreffers: Nach einer Grosschance des Heimteams konterten die Walliseller, und aus dem daraus folgenden Eckball wurde per Kopf das 0:1 erzielt. Die sich anbahnende Niederlage konnte in der Folge nicht mehr abgewendet werden.

«Mit der kämpferischen Leistung bin ich zufrieden», so D’Aversa, fügte aber selbstkritisch an: «Allerdings muss von einem Spitzenreiter mehr kommen». Er haderte vor allem mit der Effizienz. «Es ist brutal, dass wir für diesen enormen Aufwand, welchen wir betrieben haben, nicht belohnt wurden – aber so ist Fussball.» (tst)

Phönix Seen - FC Wallisellen 0:1 (0:0). – Tor: 70. 0:1. – Phönix Seen: Arlotta; Braun, Dobler, Petronijevic, Galasso; Petrovic, Malis, Huber, Zekiri, Aydin; Murat Yildiz.

Bassersdorf an der Spitze

Ganz oben in der Tabelle der Gruppe 2 steht neu Bassersdorf. Das Team von Trainer Gianni Lavigna kam mit dem 2:1 beim bis dato zweitplatzierten Oerlikon/Polizei zu einem wichtigen Sieg. Doch Lavigna relativierte: «Das ist eine schöne Momentaufnahme, aber nicht mehr – alle Mannschaften in dieser Gruppe haben ihre Stärken und müssen erst einmal besiegt werden.» Vielmehr freute sich der Trainer darüber, dass seine Mannschaft in ihrer ersten Partie nach der Winterpause «gut aus den Startlöchern gekommen ist. Wir haben von Anfang an wirklich sehr gut gespielt, einzig die Chancenauswertung hätte noch besser sein können.»

So aber machten die Gäste in der ersten Halbzeit viel Druck, erzielten aber durch Christian Schweizer (20.) nur ein Tor. Tatsächlich glichen die Stadtzürcher in der 78. Minute zum 1:1 aus. Doch der kurz zuvor eingewechselte Marc Muff sorgte sechs Minuten später für das Bassersdorfer 2:1. «Nicht zuletzt dank der frischen Offensivkräfte, die ins Spiel gekommen waren, haben wir sehr gut auf den Ausgleich reagiert», lobte Lavignasein Team. (pw)

FC Oerlikon/Polizei - FC Bassersdorf 1:2 (0:1). – Neudorf. – 1500 Zuschauer. – Tore: 20. Schweizer 0:1. 76. Albiez 1:1. 84. Muff 1:2. – Bassersdorf: Stähli; Barbey, Oehri, Hruska, Schmid; G. Zambelli, Copat, S. Zambelli, Schweizer (82. Borges Carvalho); Teixeira Gomes (75. Muff), Tinner (80. Da Silva Marques).

«Wie eine Niederlage»

«Da wäre wohl viel mehr möglich gewesen», lautete das Fazit von Sasa Rakic nach Oberwinterthurs 2:2 daheim gegen Schwammendingen. Die Gastgeber gingen früh in Führung und hatten mehrere Möglichkeiten auf den zweiten Treffer. Diese blieben allerdings ungenutzt und so waren es die Gäste, die den Ausgleich erzielten. Trotz eines Zwischentiefs lief das Spiel für die Winterthurer, die nach der Pause mit einem Mann mehr spielen durften. Wer nun aber dachte, Oberi» würde nun aufdrehen, irrte sich gewaltig. «Wir haben aus der nummerischen Überzahl viel zu wenig gemacht und liessen die nötige Kreativität in der Offensive vermissen», lautete das Fazit aus dem Lager der Heimmannschaft.

In der Schlussphase waren es dann gar die Gäste, die den vermeintlichen Siegtreffer erzielten. Doch Oberwinterthur kam nochmals zurück und erzielte zumindest noch den Ausgleich. «Es fühlt sich ein bisschen wie eine Niederlage an», meinte Rakic. Allerdings hatte man einfach zu wenig Tempo in der Offensive, um die drei Punkte in Oberwinterthur zu holen. (fam)

FC Oberwinterthur - FC Schwamendingen 2:2 (1:1). – Tore: 6. Baschera 1:0. 37. Salkic 1:1. 93. Salkic 1:2. 94. Roberto 2:2. – Oberwinterthur: Bloch; Recupero (59. D’Agostini), Rakic, Holm (17. Roberto), Barbosa; Brovelli, Baschera, Hasani (46. Lingg), Estigarribia; Geithner (53. Almeida), Cecchini.

Wiesendangens nächstes 1:4

Der ersatzgeschwächte FC Wiesendangen verlor auch das zweite Spiel der Rückrunde mit 1:4. In Gossau war man nicht per se das schwächere Team, konnte aber die eigenen Chancen einfach nicht in Zählbares umwandeln und liess zudem in der Defensive einiges an Stabilität vermissen.

In der 20. Minute kamen die Hausherren zu einem Freistoss an der Strafraumgrenze. Der Abschluss konnte Torhüter Frauenfelder noch parieren, war gegen den Nachschuss aber machtlos. Nur drei Zeigerumdrehungen später köpfte Daniel Scherrer eine Freistossflanke zur Mitte, wo Yves Nobs den Ball zum 1:1 einschob. Im direkten Gegenstoss entschied der Unparteiische auf Elfmeter für das Heimteam, der allerdings an die Latte ging.

Kurz nach der Pause konnte der Gossauer-Stürmer den herausrückenden Frauenfelder mit einem sehenswerten Lupfer zum 2:1 überwinden. Wiesendangen hätte durch Idrizi wieder ausgleichen können, doch der scheiterte am gegnerischen Torhüter. Die Hausherren verteidigten nun clever und nutzten einen Fehler in der Wiesendanger Defensive zum 3:1. Die Gäste scheiterten in der Folge noch mehrmals am Gosssauer Tormann oder an sich selbst. Kurz vor Schluss traf Gossau dann zum 4:1. «Wir machten über das ganze Spiel zu viele Fehler», musste auch Wiesendangen-Trainer Dogan Isik feststellen. (ym)

FC Gossau - FC Wiesendangen 4:1 (2:1). – Tore: 20. 1:0. 23. Nobs 1:1. 46. 2:1. 75. 3:1. 87. 4:1. – Wiesendangen: Frauenfelder; Marchiori, Scherrer (82. Schwaninger), Nobs (54. Kälin), Oertli (63. Osta); Misteli, Bestler, Luzza, Hotnjani, Tobias Meli, Idrizi

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