Nächster Eklat an der Schwimm-WM

Zweiter Start, zweites Gold, zweiter Skandal um den Chinesen Sun Yang.

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Nach dem Titelgewinn über 400 Meter Freistil am Sonntag triumphierte Sun Yang an der Schwimm-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Gwangju auch über 200 Meter Freistil. Yang schlug hinter Danas Rapsys nur als Zweiter an. Der Litauer wurde wegen eines Fehlstarts nachträglich aber disqualifiziert. Bei der Siegerehrung kam es dann wie beim ersten WM-Titelgewinn zum Eklat.

Yang reckte auf dem Podest die Arme in die Luft. Von den Tribünenrängen gab es vereinzelte Pfiffe. Dem einen Drittplatzierten, dem Russen Martin Maljutin gab er die Hand und gratulierte ihm. Der zeitgleiche Brite und Bronzemedaillengewinner Duncan Scott reichte sie ihm nicht und distanzierte sich vom Chinesen. Er stand bei der Siegerehrung neben dem Podest. Nach der Zeremonie wandte er sich an Scott und soll ihm gemäss Augenzeugen zugerufen haben: «Ich habe gewonnen, du hast verloren.»

Bereits beim ersten Titelgewinn von Yang kam es zu einem Eklat. Der zweitplatzierte Australier Mack Horton verweigerte dem Chinesen den Handschlag. Beim Abspielen der Nationalhymne stand er bewusst nicht auf dem Podest und hielt beim nachträglichen Siegerfoto grossen Abstand zu Yang.

Der WM-Start des Dopingsünders von 2014 ist umstritten. Nach den Titelkämpfen droht Yang vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eine nachträgliche Sperre. Ein Sicherheitsmann des Chinesen soll eine Dopingprobe des dreifachen Olympiasiegers mit dem Hammer zerstört haben. Der Schwimmweltverband Fina hat Yang dafür nur ermahnt. (heg)

Erstellt: 23.07.2019, 18:39 Uhr

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