Unihockey

Red Ants mit neuen Linien, aber alten Problemen

Die Red Ants kommen weiter nicht vom Fleck. Gegen das defensiv eingestellte Laupen setzte es eine weitere 2:5-Heimniederlage ab. Einzig Géraldine Rossier traf für die Winterthurerinnen.

Akrobatisch, aber erfolglos: Red-Ants-Stürmerin Margrit Scheidegger versucht, am Ball zu bleiben.

Akrobatisch, aber erfolglos: Red-Ants-Stürmerin Margrit Scheidegger versucht, am Ball zu bleiben. Bild: Urs Kindhauser

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Um sich tabellarisch noch Möglichkeiten offen zu halten, wäre ein Sieg gegen Laupen Pflicht gewesen. Doch schon das erste Drittel bot ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Der erste Abschluss gehörte den Red Ants, im Gegenzug erzielte Laupen nach weniger als zwei Minuten das 0:1. Ein krasser Fehlpass Kia Lehmusvuoris wurde unmittelbar danach nicht bestraft, doch mit der dritten Möglichkeit traf Vanessa Kapp zum 0:2.

Erst drei Minuten waren gespielt und der erhoffte frische Wind durch neu zusammengesetzte Sturmformationen schien bereits verpufft. Der Rest des Drittels zeigte Winterthurerinnen mit viel Ballbesitz, aber wenig zwingenden Abschlüssen. Und was doch auf das Gehäuse der Gäste kam, wurde eine Beute der deutschen Nationaltorhüterin Nancy Gatzsch. «Die frühen Tore kamen uns entgegen, so konnten wir wie geplant auf Konter lauern – dass die Red Ants in der Offensive Mühe haben, war uns ja bekannt», sagte diese nach der Partie.

Im zweiten Abschnitt veränderte sich das Bild nicht. Die Red Ants mühten sich in den ungefährlichen Zonen ab, die Gäste erhöhten mit ihrer einzigen nennenswerten Chance auf 0:3. Gleiches Spiel im Schlussdrittel – die Zürcher Oberländerinnen nutzten ihre zweite Möglichkeit zum 0:4. Erst dieser Treffer löste den Knoten. Linn Larsson traf in der 45. Minute die Latte, danach verkürzte Géraldine Rossier innert zwei Minuten auf 2:4. Nach diesem kurzen Feuerwerk gelang den Red Ants in den letzten Minuten aber nichts mehr und Laupen erhöhte fünf Sekunden vor Schluss noch auf 2:5.

Direkter und weniger schön

Dass Rossier die beiden Treffer der Red Ants gelangen, war kein Zufall. Schon vorher hatte es die 31-Jährige mit Schüssen aus allen Lagen versucht. Eine Folge der personellen Rochade? Erstmals lief Rossier nicht an der Seite Margrit Scheideggers auf, sondern bildete mit Melea Brunner und Nicole Mattle eine Linie. «Damit hatte das nichts zu tun», winkt Rossier ab, «ich hatte mir vor dem Spiel vorgenommen, den Abschluss häufiger als sonst zu suchen.»

Warum es den Red Ants nicht läuft, kann sie sich nicht erklären. «Seit fünf Spielen führt praktisch jeder Fehler von uns zu einem Gegentor», sagt sie kopfschüttelnd und fordert: «Wir dürfen uns von solchen Dingen nicht verunsichern lassen und müssen an unserer Körpersprache arbeiten. Fehler passieren immer und ein 0:2-Rückstand ist im Unihockey nichts.» Ausser, wenn vorne kaum Treffer gelingen. Den Ballbesitz haben die Red Ants, die Abschlüsse auch – aber zu oft im falschen Moment. «Wir müssen weniger schön spielen, dafür mit mehr Zug aufs Tor», ist sich die Bündnerin bewusst.

Keine Chance im Cup

Am Tag nach der Niederlage gegen Laupen war Piranha im Cup-Viertelfinal erwartungsgemäss eine zu hohe Hausnummer, die Red Ants verloren in Chur mit 3:9. Am kommenden Samstag folgt das Kellerduell gegen Frauenfeld. Elf Tore kassierten die Thurgauerinnen bisher im Schnitt – den Red Ants gelangen bei der Niederlage im ersten Saisonspiel nur deren drei. Das muss sich diesmal ändern.

Erstellt: 18.11.2019, 19:52 Uhr

NLA Frauen

Red Ants - Laupen 2:5 (0:2, 0:1, 2:2)

Oberseen. – 250 Zuschauer. – Tore: 2. Aerne (Eisenbart) 0:1. 4. Kapp (Aerne) 0:2. 36. Behluli (Wildermuth) 0:3. 44. Widmer (Altwegg) 0:4. 48. Rossier (Mäkelä) 1:4. 50. Rossier (Brunner) 2:4. 60. Behluli (Kapp) 2:5. – Strafen: Keine Strafen gegen Red Ants. 1-mal 2 gegen Laupen. – Red Ants: Heer; Schmuki, Frick; Jael Koller, Mäkelä; Tabitha Koller, Lehmusvuori; Larsson, Scheidegger, Kühne; Brunner, Rossier, Mattle; Leone, Tanner, Jeyabalasingam.

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