American Football

Warriors gewinnen Kellerduell

In der Begegnung der Tabellenletzten Luzern Lions und den Winterthur Warriors siegten die Winterthurer in der Innerschweiz 34:21.

Der Winterthurer Moritz Boller trifft auf zwei Luzer.

Der Winterthurer Moritz Boller trifft auf zwei Luzer. Bild: Michael Walch

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Knappe 2 Grad Aussentemperatur und Schneefall, so waren die Aussichten auf das Spiel. Obwohl am Eingang zur Wiese der Sportanlage auf der Luzerner Allmend ein «Rasen gesperrt»-Schild steckte, konnte das Spiel stattfinden. Offenbar hatte es das Luzerner Sportamt verpasst, eine Verschiebung des Spiels fristgerecht zu kommunizieren. Den Warriors sollte es recht sein. Was in den USA gang und gäbe ist, ein Spiel bei Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt, sollte es also auch in der Schweiz geben.

Die Luzerner fanden besser ins Spiel und erzielten die ersten Punkte gleich im ersten Drive. Und sie erhielten nach einem Fumble vom Winterthurer Quarterback gleich noch eine Chance – konnten das Geschenk aber nicht verwerten. Auch der Versuch, ein Field Goal zu erzielen, misslang. Deshalb konnte Pascal Rüegg für die Warriors mit einem 25-Meter-Pass zum Ausgleich punkten. Nur wenig später übernahmen die Winterthurer die Führung. Luzern gelangte kurz vor der Halbzeit noch einmal in die Nähe der Endzone, aber Reto Fässler pflückte den Ball mittels Interception aus der Luft. Die Warriors führten bei Halbzeit 13:7.

Das Halbzeitproblem

Die Warriors scheinen ein echtes Halbzeitproblem zu haben. In jedem Spiel kommen die Winterthurer schlechter oder weniger fokussiert aus der Pause. So war es auch in Luzern: Das Heimteam konnte 14:13 in Führung gehen.

Die Reaktion der Warriors kam aber postwendend: Den Kickoff nahm Timo Schneckenburger an der Grundlinie auf, seine Vorblocker schufen ihm genügend Platz – eine «Autobahn» sei es gewesen, sagte er nach dem Spiel – und er konnte einen weiteren Touchdown erlaufen. Die Luzerner Offense bekundete immer mehr Mühe mit den unnachgiebigen Angriffen der Warriors. Die nächsten Punkte erzielte Moritz Boller zum 14:26 und Pascal Rüegg zum scheinbar vorentscheidenden 14:34. Das war es aber noch nicht. Die Luzerner gaben nie auf und verkürzten kurz nach dem Start ins letzte Viertel auf 21:34. 13 Punkte sind nichts im American Football. Aber die Defense der Warriors verrichtete gute Arbeit und hielt nun dicht und trotz einiger glücklicher Catches auf Luzerner Seite gab es keine weiteren Punkte mehr.

Noch mangelt es an Effizienz

Die Warriors waren den Lions überlegen. Aber man nutzte diese Überlegenheit nicht konsequent aus. Deshalb mangelte es wieder an der Effizienz. Das Resultat hätte klarer ausfallen können, mindestens ein Touchdown mehr wäre drin gelegen. Und gleichzeitig hat man Luzern mindestens einen Touchdown zu viel zugestanden. Aber: «A win is a win» sagen Coaches jeweils zu solchen Arbeitssiegen und behalten damit natürlich recht.

Im nächsten Spiel dürfte es weit schwieriger werden, denn in zwei Wochen sind die Geneva Seahawks auf dem Deutweg zu Gast. Die Liga ist derzeit zwischen den Top 4 und den beiden Kellerkindern gespalten. Wenn die Warriors auch um einen der Top-4-Plätze mitspielen wollen, muss gegen Genf ein Sieg her. (Der Landbote)

Erstellt: 15.04.2019, 19:28 Uhr

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