Basketball

Ymke Brouwer darf endlich zurück aufs Spielfeld

Nach ihrem Wechsel zu Winterthur musste sie ein halbes Jahr lang pausieren. Jetzt zeigt Ymke Brouwer, dass sie bereits mit 17 eine der besten Basketballerinnen der Schweiz ist.

Mit Zug zum Korb: Ymke Brouwer bringt im Basketballclub Winterthur noch mehr Schwung in den Angriff.

Mit Zug zum Korb: Ymke Brouwer bringt im Basketballclub Winterthur noch mehr Schwung in den Angriff. Bild: Stefan Kleiser

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Es war ihr erster Auftritt im Winterthurer Trikot. «Es hat mir sehr gut gefallen», berichtet Ymke Brouwer vom Supercup. Zwar ging die Partie am 14. September gegen Elfic Fribourg 63:73 verloren. «Aber wir hätten genau so gut gewinnen können», ist die 17-Jährige überzeugt. «Wir haben einfach noch nicht lange genug zusammen trainiert. Inzwischen haben wir schon einen viel besseren Zusammenhalt.» Am Freitag starten die Winterthurerinnen in Aarau in die NLA-Meisterschaft – als Anwärterinnen auf einen Spitzenplatz.

Brouwer wird eine der Leistungsträgerinnen sein. Sie selbst meint, andere würden die Equipe tragen: Etwa Captain Cinzia Tomezzoli, die beiden Profi-Basketballerinnen aus Amerika oder die anderen etwas älteren Spielerinnen. Sie würden das Team antreiben, wenn es nicht gut laufe. «Ich bin eine ruhige Spielerin.» Doch in ihrem vorherigen Club GC, bei dem sie mit 12 begann, zeigte sie so gute Leistungen, dass sie als NLB-Spielerin im letzten Herbst erstmals für das Nationalteam aufgeboten wurde. «Das hätte ich nie erwartet.»

«Während meiner Verletzung konnte ich gar nicht spielen. Jetzt war ich dabei. Ich habe im Training viel gelernt.»Ymke Brouwer

Danach war Brouwer jedoch ein halbes Jahr bloss Zuschauerin. Zuerst verpasste sie wegen einer Verletzung am Fuss ihre Premiere in der Schweizer Auswahl. Und nach dem Wechsel in den BCW durfte sie nur trainieren, aber nicht für Winterthur spielen – weil der Freigabebrief fehlte. Es sei aber anders gewesen als während der verletzungsbedingten Pause. «Damals konnte ich gar nicht spielen. Jetzt war ich dabei. Ich habe im Training viel gelernt.»

Und Brouwer will weiter lernen. An der U-18-EM in Skopje warf die Flügelspielerin 17 Punkte pro Partie. Lediglich drei Basketballerinnen aller Nationalteams der B-Division lagen in dieser Statistik vor der Winterthurerin. «Es ist mir sehr gut gelaufen. Trotzdem habe ich das Gefühl, ich hätte besser spielen können.» Ja, sie sei selbstkritisch, sagt Brouwer. Sie hat hohe Ziele. «Für mein Alter bin ich sicher nicht schlecht. Aber ich bin noch nicht gut genug, um mit den Ausländerinnen mitzuhalten.»

Schon ein bisschen berühmt

Gleich gut wie die Ausländerinnen will Brouwer sein, weil sie selbst einmal im Ausland spielen möchte. «Diese Saison will ich meinen Wurf verbessern», erklärt sie. Mittelfristig sei ihr wichtig, dass sie konstant gute Leistungen abrufen könne. «Ich bin ja noch recht jung für die Nationalliga A». Die Erfahrungen dieser Saison sollen ihr helfen.

Oder die Erfahrungen, die sie im Sommer an der 3x3-U-18-WM in Ulaanbaatar in der Mongolei machte. «Die Leute haben uns behandelt als wären wir berühmt», staunt Brouwer. Die Matches fanden vor zahlreichen Zuschauern statt. «Ich mag es zu spielen, wenn es viel Publikum hat», sagt die Teenagerin. Bei GC sassen noch hauptsächlich die Eltern auf der Tribüne. Den Supercup mit Winterthur verfolgten 750 Personen live vor Ort.

Erstellt: 09.10.2019, 17:09 Uhr

Hochspringerin und Sprinterin

Bevor Ymke Brouwer zum Basketball kam, probierte sie viele andere Sportarten aus. «Ich war Leichtathletin, spielte Unihockey, war im Fussballclub. Ich machte fast alles», erzählt die bald 18-Jährige. Schliesslich wollte sie noch einen anderen Sport kennen lernen. Der Vater schlug Basketball vor - und dort blieb Ymke Brouwer bis heute. «Es ist ein Sport, der alles hat. Es ist wie die Verbindung vieler anderer Sportarten», findet sie. In der Leichtathletik waren Weitsprung, Hochsprung und der 60-Meter-Sprint ihre Lieblingsdisziplinen. «Ich liebe das Rennen von Fast Breaks. Das kommt wohl von der Leichtathletik», lacht sie. Ymke Brouwer kombiniert Sport und Ausbildung an der United School of Sports. Dort steht sie im dritten Jahr ihrer KV-Ausbildung. Seit dem Sommer arbeitet Ymke Brouwer auf einer Personalvermittlung. Nach dem Lehrabschluss überlegt sie sich die BMS anzuhängen oder an einem College zu studieren. (skl)

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