Basketball

BCW-Frauen unterliegen Fribourg auch im Supercup

Die Winterthurer Frauen unterlagen im Supercup Fribourg 63:73 – weil ihnen die Kraft ausging.

Am Ende wollte es nicht mehr klappen: Winterthurs neue Spielerin Kolby Morgen unterliegt im Supercup knapp.

Am Ende wollte es nicht mehr klappen: Winterthurs neue Spielerin Kolby Morgen unterliegt im Supercup knapp. Bild: Stefan Kleiser

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Der Gegner schuf sich die Punktedifferenz am Ende. Mit 73:63 gewann Schweizer Meister Fribourg in Yverdon den Supercup. Zehn Minuten vor Schluss hatten noch die Cupsiegerinnen aus Winterthur geführt. Doch dann ging den Frauen aus dem BCW die Energie aus. «Und wir haben viele junge Spielerinnen», sagt Teamcaptain Cinzia Tomezzoli. «Wir müssen es schaffen, dass sie fokussiert bleiben.»

Die Winterthurerinnen verpassten den Sieg aber nicht im letzten Viertel, das 9:21 verloren ging und in welchem dem Team zehn Ballverluste unterliefen (Fribourg nur drei). Vielmehr verpasste es die Equipe im dritten Abschnitt, in dem sie das Spiel kontrollierte, sich mehr als vier Punkte Vorsprung zu erarbeiten. «Wir hätten deutlicher führen sollen», weiss Headcoach Daniel Rasljic. «Aber wir haben zu viele einfache Punkte liegen gelassen.»

Schnelles Teambasketball

Und so machte, wie bereits in den Partien der Playoff-Final-Serie vom Frühjahr, das breiter besetzte Kader den Unterschied zugunsten der Westschweizerinnen. Zwar liess Fribourgs Coach Jan Callewaert in der «Money Time» die routinierten Alexia Rol und Marielle Giroud sowie die zwei Profi-Ausländerinnen durchspielen. Aber diese vier Leistungsträgerinnen hatten zuvor eben ein paar Ruheminuten mehr auf der Bank gehabt als die Schlüsselspielerinnen aus dem BCW.

Insgesamt wussten die Winterthurerinnen jedoch mit schnellem Teambasketball zu gefallen. Die mittlere Zone des Spielfeldes wurde nach eigenem Ballgewinn vor allem im zweiten und dritten Viertel rasch überbrückt, im Setplay gelang immer wieder die Kombination bis unters Brett. 46 von 63 Punkten warfen die Winterthurerinnen in der 3-Sekunden-Zone, während der Gegner jeden dritten Angriff mit einem Distanzwurf abschloss. Die Statistik zeigt auch, was noch besser werden muss: Der Rebound unter dem eigenen Korb.

Beide sind besser geworden

24 Mal eroberten sich die Fribourgoises den Ball nach eigenen Fehlwürfen zurück. Und machten aus den zweiten Chancen 29 Punkte. Durch die Zweitangriffe ergaben sich für Elfic insgesamt 20 Würfe mehr aus dem Feld. Ohne sie wäre es anders ausgegangen. Allzu schlimm ist die Niederlage nicht: Es wurde ja nur der Supercup verloren, der gerne als offizielles Freundschaftsspiel bezeichnet wird. «So schlecht war unsere Leistung nicht», findet Tomezzoli. «Beide Teams sind besser geworden», urteilt Rasljic: «Da entsteht eine gute Rivalität». (skl)

Erstellt: 16.09.2019, 18:07 Uhr

Supercup

Winterthur - Elfic Fribourg 63:73

(19:19, 11:17, 24:16, 9:21). - Salle des Isles Yverdon. - SR Balletta/Demierre. - Winterthur: Tomezzoli (4), Morgan (13), Bosnjak (13), Jones (20), Brouwer (9); Luap (2), Siafa (2). - Wurfquoten Winterthur: 2 Punkte 25 von 48, 3 Punkte 3 von 12, Freiwürfe 4 von 11. Wurfquoten Fribourg: 2 Punkte 19 von 52, 3 Punkte 8 von 28, Freiwürfe 11 von 16.

Das sagen die Trainer

Jan Callewaert, Elfic Fribourg: «Ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben. Als Trainer hast du einen Plan, wie dein Team am Ende der Saison spielen soll. Und davon möchtest du natürlich schon am Anfang der Saison möglichst viel sehen. Deshalb bin ich auch ein wenig unzufrieden.»

Daniel Rasljic, BCW: «Wir wussten, dass Fribourg ein starkes Team im Offensiv-Rebound ist. Darauf hätten wir vorbereitet sein müssen – aber wir waren es nicht. Wir hätten die Ballgewinne im Defensivrebound gebraucht, um mehr Punkte im schnellen Gegenangriff zu erzielen. Und wenn du keine Antworten hast, und dann bestraft Fribourg das eben.» (skl)

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